Fußball-Landesliga

Wenn das Selbstvertrauen fehlt, unterliegt Resse mit 1:6

Eine Saison zum Weggucken: Sven Jubt steckt mit Viktoria Resse in einer brenzligen Lage.Sein Tor in Sprockhövel konnte darüber nicht hinwegtäuschen.

Eine Saison zum Weggucken: Sven Jubt steckt mit Viktoria Resse in einer brenzligen Lage.Sein Tor in Sprockhövel konnte darüber nicht hinwegtäuschen.

Foto: Olaf Ziegler

Sprockhövel.  Die Mannschaft von Trainer Stefan Colmsee purzelt nach ihrer Niederlage in Obersprockhövel auf einen Abstiegsplatz. Nur Sven Jubt trifft.

Schön war es, das Tor von Sven Jubt. Nach einem Fehlpass des SC Obersprockhövel zog der Stürmer von Viktoria Resse ab, der Ball flog aus fast 40 Metern Entfernung über den Keeper hinweg ins leere Tor. Die Freude hielt sich bei Resse aber in Grenzen. Es war der Treffer zum 1:4, am Ende verlor die Viktoria mit 1:6. Der nächste deutliche Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt in der Fußball-Landesliga. Seit Donnerstag steht Resse auf einem Abstiegsplatz.

Sechs Wochen sind die Resser nun sieglos, in der Zeit fingen sie sich auch die ein oder andere Klatsche ein. Dementsprechend ist klar: Das Selbstvertrauen der Mannschaft von Trainer Stefan Colmsee ist in den Keller gerauscht. Ersichtlich war das auch bei der deutlichen Niederlage am Gründonnerstag. Die defensiv ausgerichtete Viktoria begann stabil, ließ dann einen Steckpass zu, der die Führung des SC Obersprockhövel ermöglichte – und sofort gingen die Schultern in Richtung Grasnarbe. „Es ist schwierig, wenn das Selbstvertrauen fehlt”, sagt Stefan Colmsee. Schon zur Pause stand es 0:3, am Ende 1:6. „Es hätte auch noch höher ausgehen können. Die Obersprockhöveler haben guten Fußball gespielt, und wir haben sie gelassen. Das war zu wenig.”

Der SV Brackel kommt am Ostermontag

Die Viktoria muss ihre Schultern schleunigst aufrichten. Die nächsten Wochen werden entscheiden, ob Resse von der Westfalen- bis in die Bezirksliga durchgereicht wird. „Das Selbstvertrauen kommt aber nur zurück, wenn man etwas investiert“, sagt Stefan Colmsee. Diese Investition fehlte am Donnerstag. „Das geht über Erfolgserlebnisse, in unserem Fall über ganz kleine. Der erste gewonnene Zweikampf, der zweite, das Lob eines Mitspielers.“ Nur so könne es gehen.

Und nur so wird es auch am Ostermontag gehen, wenn der SV Brackel am Emscherbruch zu Gast ist (15 Uhr). Der befindet sich ebenfalls im Abstiegskampf, besiegte aber zuletzt das Wattenscheider Tabellenschlusslicht VfB Günnigfeld mit 8:1. Wer diese Partie mit breiter Brust und hochgezogenen Schultern angehen wird, ist klar. „Es geht jetzt nur noch über die Grundtugenden des Fußballs“, sagt Stefan Colmsee. Rennen, kratzen, beißen. Hoffnung macht das Hinspiel, da gewann Resse 5:1. Und die Rückkehr von Mike Neumann. „Wir brauchen jetzt Spieler, die vorneweg gehen.“ Und dringend ein Erfolgserlebnis.

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