Basketball 2. Liga Pro A

US-Boy Courtney Belger verlässt die Schalker Basketballer

Verlässt den FC Schalke 04: Courtney Belger. Foto:Andreas Hofmann/FUNKE Foto Services.

Verlässt den FC Schalke 04: Courtney Belger. Foto:Andreas Hofmann/FUNKE Foto Services.

Foto: Andreas Hofmann / WAZ/Andreas Hofmann

Gelsenkirchen.  Nach drei Jahren ist Schluss. Courtney Belger verlässt den FC Schalke 04. Der US-Amerikaner sucht eine neue Herausforderung und Schalke Ersatz

Der US-Amerikaner Courtney Belger wird die Basketballer des FC Schalke 04 nach drei Jahren verlassen. Der 30-jährige entschied sich nach reiflicher Überlegung, den auslaufenden Vertrag nicht zu verlängern. Er möchte in seinem Alter die Möglichkeit wahrzunehmen, noch mal in einer anderen Liga zu spielen.„Schalkes Erfolg in den vergangenen Jahren ist ganz eng mit dem Namen Courtney Belger verbunden“, sagt Schalkes Headcoach Raphael Wilder. „Dafür bin ich ihm persönlich sehr dankbar. Ich bin natürlich unheimlich traurig, dass er uns verlässt, aber seine Entscheidung ist absolut nachvollziehbar. Ich gönne ihm den nächsten Schritt in seiner Karriere, denn er ist ein besonderer Spieler und ein besonderer Mensch.“

Der 66-Jährige bezeichnet seinen bisherigen Vize-Kapitän als Vorzeigeprofi. Courtney Belger verpasste in seinen drei Schalker Jahren kein Spiel und kaum eine Trainingseinheit. Zudem legte der ehrgeizige US-Amerikaner fast täglich Extraschichten ein. „Er hat bei uns einen hervorragenden Job gemacht, hat das Team zusammengehalten, in den richtigen Momenten wachgerüttelt und war mein verlängerter Arm auf dem Feld“, sagt Wilder. „Dabei war er stets bescheiden und hat sich bei dem Team für schlechtere Leistungen entschuldigt, obwohl wir ohne ihn nie so weit gekommen wären.“

Von der 2. Regionalliga bis in die 2. Liga

Courtney Belger arbeitete sich von der 2. Regionalliga bis in die 2. Bundesliga ProA hoch. Auch in der zweithöchsten Spielklasse machte sich der Point Guard durch überzeugende Leistungen schnell einen Namen. Dem 30-Jährigen fällt der Abschied aus Gelsenkirchen nicht leicht. „Ich habe jede Sekunde genossen, in der ich das Schalke-Trikot tragen durfte“, erzählt er. „Es war mir immer eine Ehre, für mein Team und die Fans alles zu geben, was ich habe. Schalke 04 ist mein zweites Zuhause und die Menschen in und um den Verein sind für mich zu einer Familie geworden. Ich habe mich nie als Import gefühlt, sondern eher wie ein Local Player.“

Die Entscheidung traf „Cee-Bee“ auch der Familie wegen. Für welches Team er künftig antreten wird, steht noch nicht fest. „Es war unheimlich hart, mich dafür zu entscheiden, diesen großen Teil meines Lebens zu verlassen, allerdings werde ich nicht jünger und möchte den nächsten Schritt in meiner Karriere gehen“, sagt der US-Boy. Er möchte künftig in dem Land spielen, in dem auch seine Ehefrau Alison Schwagmeyer auf Korbjagd geht. Zuletzt waren sie extrem getrennt: Alison Schwagmeyer lief für die Perth Lynx in Australien auf und Courtney Belger auf Schalke.

„Mit Courtney Belger verlässt uns eines der Gesichter der vergangenen Jahre und eine der tragenden Säulen unseres Erfolgs“, bedauert Abteilungsleiter Tobias Steinert. „Wir haben alles in unserer Macht Stehende getan, um ihn zu halten. Für ihn wären wir bis an unsere absolute Schmerzgrenze gegangen, aber wir wussten von seinem Traum und können seine Beweggründe nachvollziehen.“ Steinert verspricht: „Wir werden entsprechenden Ersatz verpflichten und auch in der kommenden Saison ein schlagkräftiges Team ins Rennen schicken.“

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