Fußball Westfalenliga

SV Horst 08 steht am Osterwochenende gewaltig unter Druck

Torwart Alexander Rudolf kommt nicht aus dem Kasten und kassiert gegen den Lüner SV das 0:1.

Torwart Alexander Rudolf kommt nicht aus dem Kasten und kassiert gegen den Lüner SV das 0:1.

Foto: Oliver Mengedoht

Horst.   Nach dem 0:3 gegen den Lüner SV an Gründonnerstag wartet am Ostermontag der direkte Konkurrent BSV Schüren auf die Elf von Jens Grembowietz.

Das könnte ein ganz bitteres Osterfest für den SV Horst 08 in der Fußball-Westfalenliga werden. Am Gründonnerstag lief bereits alles gegen die Schwarz-Weißen. Sie verloren ihr Heimspiel gegen den Lüner SV mit 0:3 und erfuhren anschließend, dass der BSV Schüren, der unmittelbare Konkurrent im Kampf um den Relegationsplatz, mit 2:1 bei Concordia Wiemelhausen gewinnen konnte.

Die Horster liegen jetzt auf einem direkten Abstiegsplatz - drei Punkte hinter dem Relegationsplatz und einen weiteren hinter dem ganz sicheren Ufer. Am Ostermontag um 15.15 Uhr kommt es in Schüren zum direkten Duell zwischen dem BSV und dem SV Horst 08. „Die Wichtigkeit dieser Partie ist immens“, sagt 08-Trainer Jens Grembowietz. Und Willi Schmalz, der Sportliche Leiter, wird noch drastischer: „Am Ostermontag müssen wir gewinnen. Sonst sieht es zappenduster aus.“

Eine halbe Stunde auf Augenhöhe

Gegen den Lüner SV hielten die Horster nur in der ersten halben Stunde auf Augenhöhe mit. Bis zum ersten Gegentor durch Talha Temur waren sie sogar die etwas aktivere Mannschaft, aber sie entwickelten erneut zu wenig Durchschlagskraft im Spiel nach vorne. „Und dann kassieren wir mitten in unserer ersten Drangphase mit dem ersten gefährlichen Angriff der Lüner das 0:1“, klagte Jens Grembowietz.

Nach der Pause bemühte sich der Gastgeber um den Ausgleich, aber vergeblich. Nach dem Lüner 2:0, „in unserer zweiten Drangphase“, so Jens Grembowietz, war die Messe gelesen. Eine Kopfball-Bogenlampe von Yasin Acar aus knapp 16 Metern überraschte den Horster Torhüter Alexander Rudolf, der in dieser Szene nicht die beste Figur abgab (54.).

Die Gäste vom Schwansbell wiesen danach nach, dass sie zu Recht als Mannschaft der Stunde bezeichnet werden und die Siege gegen Wanne-Eickel (3:2) und in Sinsen (4:1) kein Zufall waren. Sie spielten die letzte halbe Stunde locker und souverän runter, sie gefielen mit ihren gefährlichen Kontern und mit ihrer Ballsicherheit.

Diese Leichtigkeit fehlte den Horstern. Sie steckten zwar nie auf, aber das Gefühl, dass sie noch etwas bewirken könnten, kam nie auf. Aus dem Spiel heraus blieben sie ziemlich harmlos. So etwas wie Gefahr für den Lüner Schlussmann Marvin Raab (ehemals YEG Hassel) kam allenfalls nach Standardsituationen, nach Freistößen und Eckbällen, auf. Für den Endstand sorgte der kurz zuvor eingewechselte Daniel Mikuljanac, der eine sehenswerte Kombination mit dem Treffer zum 3:0 abschloss (69.).

„Wir können uns nicht lange mit dieser Niederlage aufhalten“, betonte Jens Grembowietz. „Wir müssen nach vorne schauen und uns jetzt ganz auf das Spiel in Schüren konzentrieren. Bis Montag müssen wir das Lünen-Spiel aus den Köpfen kriegen.“

An diesem Samstag kommt die Horster Mannschaft noch einmal zusammen, um eine kleine Laufeinheit zu absolvieren. Zwei Tage danach kann sie in bester Besetzung nach Dortmund fahren. Ausfälle haben die Null-Achter nicht zu beklagen, in Schüren zählt für sie nichts anderes als ein Sieg. Sonst dürfte der zweite Abstieg aus der Westfalenliga nach 2017 kaum noch zu vermeiden sein.

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