SG Gelsenkirchen: Schwimm-Trainer Seeger mit positivem Fazit

Victoria Dolle schaffte es bei den Internationalen Deutschen Kurzbahnmeisterschaften in Berlin in zwei Finalläufe.

Victoria Dolle schaffte es bei den Internationalen Deutschen Kurzbahnmeisterschaften in Berlin in zwei Finalläufe.

Berlin  Victoria Dolle und Sophie Huang haben aufgeholt, auch Leon Volkmann und Marius Schimnatkowski überzeugen.

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Bei den internationalen deutschen Schwimm-Kurzbahnmeisterschaften in Berlin blieb die SG Gelsenkirchen nach vier anstrengenden Wettkampftagen ohne Medaille, konnte aber trotzdem einem guten Gefühl zurück in den Ruhrpott reisen. Victoria Dolle, Sophie Huang, Susanna Schumann, Kiara Sotke, Robert Ortmann, Marius Schimnatkowski und Leon Volkmann zeigten insgesamt ansprechende Leistungen gegen bärenstarke Konkurrenz, die etliche Rekorde aufstellte.So blieb Jessica Steiger vom VfL Gladbeck über 100m Lagen erstmals unter der Eine-Minuten-Marke (59,67sek). Großes Gesprächsthema außerdem: Über 400m Freistil schlug die 17-Jährige Isabel Gose (SV Nikar Heidelberg) Topfavoritin Sarah Köhler (SG Frankfurt) in 3:58,91 Minuten. „Das Niveau bei den Kurzbahn-Meisterschaften war insgesamt sehr hoch“, fasst Michael Seeger, Trainer der SG Gelsenkirchen zusammen, „ich bin richtig zufrieden mit den Leistungen unserer Athletinnen und Athleten. Von uns waren das wirklich gute Wettkämpfe. Gerade an den ersten beiden Tagen gab es gute Zeiten, aber irgendwann merkt man dann, dass die Luft raus ist.“ Victoria Dolle hatte mit zehn Starts die meistens Wettkämpfe des SG-Teams. Über 200m Schmetterling (2:18,20) und 50m Schmetterling (27,90) schaffte es das Talent ins Finale, musste sich dort aber starker Konkurrenz aus Essen, Köln, Magdeburg, Berlin und München geschlagen geben. „Wenn man 200 Meter Schmetterling schon morgens und dann im Laufe des Tages noch einmal im Finale schwimmen muss, dann macht sich das schon bemerkbar. Es gab viele Altersklassen-Rekorde, die Konkurrenz war schon sehr groß für uns“, sagt Trainer Seeger, der gar nicht damit gerechnet hatte, mit der SG Gelsenkirchen überhaupt in zwei Endläufe vorzustoßen. „Victoria Dolle und Sophie Huang, die ebenfalls gute Leistungen abgerufen hat, haben insgesamt deutlich aufgeholt. Für uns ging es unter dem Strich darum, möglichst viele gute Zeiten zu schwimmen. Das ist uns auch gelungen. Victoria ist über 100 Meter Schmetterling nur einen Platz an der Finalteilnahme vorbeigeschrammt, sonst wäre sogar noch ein Endlauf mehr drin gewesen“, bilanziert der Coach.

Nicht nur bei den Schwimmerinnen der SG, sondern auch bei den Schwimmern zeigte die Formkurve nach oben. Marius Schimnatkowski ging zusammen mit Susanna Schumann, Victoria Dolle und Robert Ortmann über 4x50 Lagen Mixed an den Start. Das Team landete in 1:51,55 auf Platz 15 und damit klar hinter dem neuen Kurzbahnmeister Neckarsulmer Sport Union (1:42,03). Dafür konnte Schimnatkowski mit seiner Staffel-Zeit von 26,87 Sekunden ein persönliches Ausrufezeichen setzen. Michael Seeger: „Marius ist jetzt in Berlin die Qualizeit geschwommen, die er vor zehn Tagen beim Einzelstart gebraucht hätte. Robert Ortmann hat als Staffelschwimmer eine neue Bestzeit geschwommen.“ Ortmann brauchte für seine Staffelstrecke 23,83 Sekunden. Auch Leon Volkmann kehrte mit einem guten Gefühl aus der Hauptstadt zurück. Für seine Staffelstrecke bei der 4x50 Freistil Mixed brauchte er 24,3 Sekunden. Seeger: „So gut ist Leon noch nie geschwommen. Das war fast schon eine Fabelzeit für ihn.“ Auch Susanna Schumann verbesserte sich. Die 100m Brust schaffte sie in 1:12,66min. „Susanna ist zum ersten Mal seit Ewigkeiten unter 1:13 geblieben. Darüber habe ich mich richtig gefreut. Grundsätzlich muss man festhalten: Bei uns waren alle Athletinnen und Athleten auf den Punkt da“, resümiert der Gelsenkirchener Schwimmtrainer. Auf der Rückfahrt von Berlin war es relativ schnell leise im Fahrzeug. Victoria Dolle & Co. Schlummerten nach einem kräftezehrenden Wettkampf schnell in den Sitzen ein. Kurze Aktivität gab es nur noch, als die Gruppe eine verdiente Stärkung bei einer Fast-Food-Kette an der Autobahn vornahm. Seeger: „Ansonsten war es eine stille Rückreise.“


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