Tischtennis

Schalkes Oldies schrammen knapp an einer Medaille vorbei

Ganz nah dran an einer Medaille war Schalkes Senioren-40-Team – hier das Doppel Maurice und Marcel Mann – bei der Westdeutschen Meisterschaft. 

Ganz nah dran an einer Medaille war Schalkes Senioren-40-Team – hier das Doppel Maurice und Marcel Mann – bei der Westdeutschen Meisterschaft. 

Foto: Münnemann

Bielefeld.   Schalkes Senioren-40-Team muss sich bei der Westdeutsche Meisterschaft mit Rang vier begnügen. 2:4 im Spiel um Platz drei gegen die MTG Horst.

Die Senioren-40-Mannschaft des FC Schalke 04 hat in Bielefeld-Brackwede bei der Westdeutsche Mannschaftsmeisterschaft ganz knapp eine Medaille verpasst und musste sich mit dem undankbaren vierten Rang begnügen.

Am ersten Tag stand zunächst die Vorrunde mit den Gruppenspielen auf dem Programm. Als Erstes kam es zum Aufeinandertreffen mit dem TV Erkelenz. Dieses Spiel gegen den Vizemeister des Vorjahres musste unbedingt gewonnen werden, um den zweiten Gruppenplatz und damit das Halbfinale am folgenden Tag erreichen zu können.

4:3-Sieg im Auftaktmatch gegen den TV Erkelenz

Aber zunächst lief es für die Königsblauen gar nicht gut, denn die beiden ersten Einzel gingen jeweils eindeutig mit 3:0 an die Gegner. Danach aber schaffte Schalke den Ausgleich zum 2:2. Nachdem Marius Mann gegen die Nummer eins von Erkelenz in vier Sätzen verloren hatte, brachten Marcel (3:1-Sieg) und Maurice Mann (3:0) nach rund dreistündiger Spieldauer diesen wichtigen 4:3-Erfolg doch noch unter Dach und Fach.

Im zweiten Match des Tages gab es für die Schalker gegen den TTC Schwalbe Bergneustadt, den klaren Favoriten auf den Gruppensieg, erwartungsgemäß nicht viel zu bestellen. Am Ende reichte es nur zum Ehrenpunkt, den Maurice Mann in seinem Einzel in der Verlängerung des Entscheidungssatzes markieren konnte.

Marcel Mann schlägt überraschend Peter Petrovics

So kam es schließlich im letzten Gruppenspiel gegen die TTSG Lüdenscheid zum Showdown um den Einzug ins Halbfinale, da jetzt für beide Teams jeweils ein Sieg und eine Niederlage zu Buche standen. Und von Anfang an lief es für die Schalker wie geschmiert. Marius Mann gewann völlig ungefährdet mit 3:0 gegen Lüdenscheids Nummer zwei.

Anschließend das vorentscheidende Einzel: Marcel Mann gewann gegen Peter Petrovics, die starke, rund 170 Ranglistenpunkte höher eingestufte Nummer eins der Gegner, die beiden ersten Sätze ganz deutlich. Er verlor danach aber den dritten Durchgang ebenso klar und lag im vierten sogar schon mit 0:7 hinten. Am Ende setzte er sich jedoch noch mit 11:9 durch.

Halbfinale: Keine Chance gegen Borussia Dortmund

Damit war bei den Lüdenscheidern der Widerstand gebrochen. Maurice Mann mit 3:0 und das Doppel Maurice/Marcel Mann (in vier Sätzen) sorgten für den überraschend klaren 4:0-Sieg und damit den Einzug ins Halbfinale.

Da kam es am zu einem Revier-Klassiker, denn der FC Schalke 04 traf auf den Sieger der zweiten Gruppe, nämlich auf Borussia Dortmund. Die Dortmunder – Sieger der letzten vier Jahre und in dieser Zeit auch jeweils zweimal Deutscher Meister und Vizemeister – hatten zwei Akteure aus der 2. Bundesliga und der Oberliga im Aufgebot. Dagegen war kein Kraut gewachsen. So mussten sich die Schalker bei ihrer 1:4-Niederlage mit dem Ehrenpunkt durch Maurice Mann zufrieden geben. Die Dortmunder sicherten sich anschließend im Finale gegen Bergneustadt ganz souverän auch ihren fünften Titel in Folge.

Horsts Alexej Kiperman setzt sich im fünften Satz durch

Spannend wurde es im Spiel um Platz drei. Da trafen die Königsblauen auf die MTG Horst. Nachdem Marcel Mann gegen die Essener Nummer eins mit 0:3 den Kürzeren gezogen hatte, schaffte Marius in seinem ersten Einzel nach Abwehr von drei Matchbällen im Entscheidungssatz den Ausgleich. Maurice brachte anschließend mit einem 3:0-Sieg sein Team in Front. Danach kippte das Match aber wieder. Im Doppel mussten Maurice und Marcel nach fünf Sätzen den Gegnern zum Sieg gratulieren, nachdem sie zuvor noch einen 0:2-Satzrückstand wettgemacht hatten. Marius unterlag in vier umkämpften Sätzen – 2:3. Aber noch war alles drin. Jetzt wurde es dramatisch: Marcel Mann traf auf Alexej Kiperman, der bis 2007 selbst noch für Schalke gespielt hatte, bevor er nach Stationen beim Post SV Gelsenkirchen und dem TST Buer-Mitte zur MTG Horst kam.

Der Essener gewann die beiden ersten Sätze; Marcel schaffte aber den Ausgleich. Im letzten Satz jedoch hatte Alexej Kiperman nach umkämpftem Verlauf am Ende knapp mit 11:9 die Nase vorn.

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