Schalke

Schalke hat mit allen türkischstämmigen Spielern gesprochen

Zum Gespräch gebeten: Ozan Kabak (rechts), hier mit Levent Mercan, der ebenfalls türkische Wurzeln hat.

Zum Gespräch gebeten: Ozan Kabak (rechts), hier mit Levent Mercan, der ebenfalls türkische Wurzeln hat.

Foto: firo Sportphoto/Ralf Ibing / firo Sportphoto

Gelsenkirchen.  Schalke hat die Salutier-Geschichte um Ozan Kabak beendet. Der Verein hat mit allen türkischstämmigen Profis gesprochen. Trainer Wagner erklärt.

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Schalke 04 hat nach den vielkritisierten Jubel-Saluten bei den Türkei-Länderspielen mit seinen türkischstämmigen Spielern gesprochen. „Wir haben uns ausgetauscht und gesagt, was wir nicht wollen: Krieg, Terror und Gewalt“, sagte Schalke-Trainer David Wagner am Freitag. Teilgenommen an dem Gedankenaustausch, wie es Wagner beschrieb, haben unter anderen der deutsche Nationalspieler Suat Serdar, der türkische Nationalspieler Ozan Kabak und die Nachwuchsspieler Ahmed Kutucu und Levent Mercan.

Austausch über unterschiedliche Kulturen

Kabak hatte bei den Spielen der Türkei in der EM-Qualifikation gegen Albanien und in Frankreich auf der Bank gesessen, sich nach dem Heimspiel aber dem Salut der Kollegen angeschlossen. Serdar, der gegen Argentinien und in Estland als Einwechselspieler für Deutschland spielte, hatte Kabak bereits in Schutz genommen. „Wir sind alle gegen Krieg. Auch Ozan“, sagte der Mittelfeldspieler.

In dem nun stattgefundenen Gespräch im Verein sei es laut Wagner zu einem Austausch über die Sichtweisen in beiden Kulturen gekommen. „Es war - auch für mich - ein total lehrreiches und interessantes Gespräch. Wir haben erfahren, wie dort das Militär angesehen wird. Wir haben ihnen erklärt, wie die Bundeswehr in Deutschland angesehen wird“, sagte Wagner. Auch er unterstellte Kabak bei dessen Salutier-Jubel nichts Böses: „Ozan wusste nicht, wie die Bundeswehr hier bei uns angesehen wird im Vergleich zum Milität in der Türkei.“ (dpa/MH)

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