Fußball-Feldmeisterschaft

Occhiuzzo gewinnt die „gläserne Scheibe“

Ruben Emilio Occhiuzzo erhält aus den Händen von Gelsensport-Präsident Jürgen Deimel die Auszeichnung zum besten Spieler. Es gratulieren auch Kreisvorsitzender Christian Fischer und Dr. Peter Bottermann, Vorstandsmitglied der Volksbank Ruhr Mitte.

Ruben Emilio Occhiuzzo erhält aus den Händen von Gelsensport-Präsident Jürgen Deimel die Auszeichnung zum besten Spieler. Es gratulieren auch Kreisvorsitzender Christian Fischer und Dr. Peter Bottermann, Vorstandsmitglied der Volksbank Ruhr Mitte.

Foto: Joachim Kleine-Büning / Funke Foto Services GmbH

Buer.  Ruben Emilio Occhiuzzo, 28-jähriger Mittelfeldspieler und Kapitän beim SC Hassel, wird zum besten Spieler des Turniers gewählt.

Zum Gewinn des Feldmeistertitels hat es für den im Finale unterlegenen Fußball-Bezirksligisten SC Hassel nicht gereicht. Dessen Spielführer Ruben Emilio Occhiuzzo erhielt dennoch einen ganz besonderen Trostpreis. Er wurde von der Turnierleitung zum besten Spieler der Titelkämpfe gewählt. „Damit hatte ich absolut nicht gerechnet“, bekannte der 28-Jährige, der umso stolzer auf die Auszeichnung durch die Volksbank Ruhr Mitte war. „Diese gläserne Scheibe“, so fügte er hinzu, „wird ganz sicher einen Platz im Wohnzimmer erhalten.“

Wenn es um Ehrungen dieser Art geht, stehen meistens die Torjäger oder die Spielmacher im Mittelpunkt. Ruben Emilio Occhiuzzo ist jedoch defensiver Mittelfeldspieler, im Neudeutschen auch Sechser genannt. Einer, der die Drecksarbeit macht und sich dafür auch nicht zu schade ist. „Umso erstaunlicher“, so anerkannt der kleine Stratege, „dass sich die Jury für einen Spieler entschieden hat, der auf einer solchen Position spielt.“

Die Mitglieder der Turnierleitung sind offensichtlich nicht die Einzigen, die den Wert von Ruben Emilio Occhiuzzo zu schätzen wissen. Der Mittelfeldspieler stand vor dieser Saison auf dem Wunschzettel einiger höherklassiger Klubs. Sie gaben entsprechende Angebote ab, aber der 28-Jährige entschied sich trotzdem, eine weitere Saison beim SC Hassel zu bleiben.

Super-Umfeld beim SC Hassel

Wenn man ihn nach den Gründen für diesen Entschluss fragt, hebt er vor allem das Hasseler Umfeld hervor: „Wir haben beim Sport-Club ein super Umfeld. Wir haben einen Rasenplatz, einen Kunstrasenplatz - was will man mehr? Außerdem haben wir tolle Fans, bei denen wir hohe Anerkennung genießen. Außerdem haben wir mit Tim Kochanetzki und Andreas Hülsmann ein sehr gutes Trainer-Duo und eine intakte Mannschaft.“

Ruben Emilio Occhiuzzo gehörte zu jenen Spielern, die zur Saison 2018/19 mit ihren Trainern von der SSV Buer II zum SC Hassel gewechselt sind, um dort den Neuaufbau voranzutreiben. Die ersten Schritte sind gelungen. Der dritte Platz im ersten Jahr in der Bezirksliga war mehr als man von den Hasselern erwarten durfte. Vielleicht geht ja in der kommenden Saison sogar noch mehr.

Dass er ausgerechnet in Buer, also an seiner alten Wirkungsstätte ausgezeichnet wurde, hat für ihn keine besondere Bedeutung. Schließlich spielte Ruben Emilio Occhiuzzo lediglich ein halbes Jahr für die zweite Mannschaft der SSV. Aus beruflichen Gründen kam er im Winter vor eineinhalb Jahren aus dem Sauerland ins Ruhrgebiet. Zuvor kickte er für Hüsten 09 in der Landesliga.

Kein Torjäger und Elfmeterschütze

Bleibt die Frage, warum Ruben Emilio Occhiuzzo als Spielführer im Finale gegen den Erler SV 08 nicht zum Elfmeterschießen antrat. „Weil ich im Halbfinale gegen den SV Horst 08 nicht vom Elfmeterpunkt getroffen habe“, erklärte er. „Ich bin halt nicht der klassische Torjäger und Elfmeterschütze.“ Er hat andere Qualitäten. Er hält sich auf dem Platz am liebsten dort auf, wo man selten glänzen kann. Und wenn es dann Leute gibt, so wie am Samstag in der Turnierleitung, die in der Lage sind, seine Leistung und seinen Wert für die Mannschaft zu erkennen, dann freut ihn das ganz besonders.

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