2. Judo-Bundesliga

Der JC Koriouchi Gelsenkirchen steuert Kurs 1. Bundesliga

Starke Leistung: Gelsenkirchens Jasper Olthoff (rechts) gewann in Mönchengladbach beide Kämpfe im Leichtgewicht (73 Kilo).

Starke Leistung: Gelsenkirchens Jasper Olthoff (rechts) gewann in Mönchengladbach beide Kämpfe im Leichtgewicht (73 Kilo).

Foto: Andreas Hofmann / Funke Foto Services

Mönchengladbach.  Im dritten Saisonkampf in der 2. Bundesliga feiern die Judoka des JC Koriouchi Gelsenkirchen ihren dritten Sieg. 9:5 beim 1. JC Mönchengladbach.

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Die Judoka des JC Koriouchi Gelsenkirchen haben sich den Weg zu ihrem Finale in der 2. Bundesliga bereitet. Nach ihrem 9:5-Erfolg am Samstagnachmittag beim 1. JC Mönchengladbach, ihrem dritten Sieg im dritten Kampf, kann die Mannschaft von Trainer Mohsen Ghaffar in ihrer letzten Auseinandersetzung der Saison am 15. Juni (17 Uhr, Gesamtschule Berger Feld) gegen den GJC Bonn den Aufstieg in die Beletage des deutschen Judos perfekt machen.

Als der Kampf in der Sporthalle Rheindahlen noch gar nicht begonnen und ein paar Kilometer weiter Borussia Dortmund im Borussia-Park noch von der Deutschen Meisterschaft geträumt hatte, wurde Erhan Baz gefragt, ob denn alle am Start seien. „Nicht alle“, antwortete der Präsident des JC Koriouchi und lachte. „Aber wir planen ja immer so, dass es reicht.“

Und tatsächlich: Es reichte für die Gelsenkirchener, die wieder einmal einen starken Eindruck hinterließen. Angeführt wurden sie dabei von drei herausragenden Kämpfern: dem 20-jährigen Halbleichtgewichtler Mauro Martin (66 Kilo) aus den Niederlanden sowie den 27-jährigen Jasper Olthoff im Leichtgewicht (73 Kilo) und Christian Hellinger im Halbmittelgewicht (81 Kilo) , die jeweils zwei Punkte für den JC Koriouchi holten.

Der vierte Gelsenkirchener, der sich im ersten Siebener-Durchgang behauptete, war der Iraner Arya Sheikh Hosseini, der im Halbschwergewicht (100 Kilo) mit einer Aushebe-Technik (Ura-nage) nach 1:05 Minuten gegen Mönchengladbachs Maximilian Sackel punktete.

Die Zähler in diesen vier Gewichtsklassen hätte Koriouchi-Manager Ali Alimirzaie gerne auch im zweiten Siebener-Durchgang geholt. Aber erstens kam es anders – und zweitens noch besser. Zwar ging der 100-Kilo-Punkt diesmal flöten, doch nach ihrer 6:5-Führung ließen die Gelsenkirchener nichts mehr anbrennen. Zunächst setzte sich der 39-jährige Routinier Jan Rehn, der erkältet ins Rennen gegangen war, im Schwergewicht (+100 Kilo) per Haltegriff gegen Thomas Deußen durch und legte damit den Grundstein zum Mannschaftssieg. „Das war sehr, sehr wichtig“, sagte Trainer Mohsen Ghaffar. „Das war sauwichtig“, meinte Ali Alimirzaie.

Und nachdem Mauro Martin den Sieg des JC Koriouchi mit seinem zweiten Erfolg über Peer Radtke dann endgültig festgezurrt hatte (8:5), gab es noch ein Gelsenkirchener Highlight. Liam Herrmann, der 17-jährige Superleichtgewichtler (60 Kilo), hämmerte Daniel Detzel, den 18-Jährigen, gegen den er im ersten Durchgang noch per Haltegriff verloren hatte, spektakulär auf die Matte. „Das war superschön“, schwärmte Ali Alimirzaie von der tollen Technik Liam Herrmanns, einem Tai-otoshi, einem Körperwurf.

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