Fußball-Bezirksliga

Voerde liebt knappe Ergebnisse und siegt in Herdecke

Viel zu tun hat Voerdes Keeper Michel Hakenberg. Eine kürzere Schicht als geplant legt Tobias Schipnik (in Orange; gegen Marvin Kleinau ein) – wegen einer Roten Karte, einer unberechtigten laut seinem Trainer Marco Polo.

Viel zu tun hat Voerdes Keeper Michel Hakenberg. Eine kürzere Schicht als geplant legt Tobias Schipnik (in Orange; gegen Marvin Kleinau ein) – wegen einer Roten Karte, einer unberechtigten laut seinem Trainer Marco Polo.

Foto: Jens Pommerenke / AirPictures.de / WP

Herdecke/Ennepetal.  Und wieder die letzte Minute: diesmal triff Alexander Hillenberg für BW Voerde und zum 3:2 beim Neuling Herdecke-Ende.

Knappe Ergebnisse scheinen in dieser Saison der Fußball-Bezirksliga eine Spezialität des FC Blau-Weiß Voerde zu sein. Je zwei Siegen und Niederlagen mit einem Treffer Unterschied und einem Remis haben die Höhendörfler beim Neuling FC Herdecke-Ende ein weiteres enges Resultat folgen lassen. Mit 3:2 (0:1) gewann die Truppe von Trainer Marco Polo gegen den Aufsteiger.

„Es lief wieder alles so, wie es nicht laufen sollte“, stellte der Coach nach dem Schlusspfiff fest. Damit meinte er unter anderem den erneuten schnellen Rückstand. Die Gastgeber waren gut aus den Startlöchern gekommen und hatten die Räume sofort und erfolgreich eng gemacht. Mit Kontern, schnell in die Spitze gespielt, versuchten sie zum Erfolg zu kommen. Doch nach dem Weckruf in Form des Rückstandes stand die Abwehr der Gäste in der Folge recht sicher. Auch wenn Herdeckes Coach Frank Henes auf zwei Riesenchancen verwies – einen Pfostenschuss und eine vergebene Gelegenheit aus kurzer Distanz. „Eine 2:0-Führung wäre schon eine Vorentscheidung gewesen“, so der Linienchef.

Voerde übernimmt nach Pause das Kommando

Nach der Pause übernahm Voerde mehr und mehr das Kommando und agierte zunehmend überlegen. Marc Kiewitt nutzte einen Flankenball von Jannis Pflüger, den Endes Keeper an die Latte gelenkt hatte zum Ausgleichstreffer. Wie eine kalte Dusche kam in dieser Phase die Rote Karte gegen Tobias Schipnik. „Unberechtigt“, wie Marco Polo urteilte. Der lange Abwehrrecke soll einen Gegenspieler beleidigt haben, meinte der junge Schiedsrichter – und stand damit gegen die Ansicht Polos, der die Äußerung nicht Schipnik, sondern einem anderen Spieler zugeordnet hatte. Frank Henes hatte in der Szene nichts gehört, wie er hinterher angab. „Da es definitiv kein Foul war, muss verbal etwas vorgefallen sein.“

Halbe Stunde in Unterzahl

Wie es auch sei, das Ergebnis war eine gute halbe Stunde Unterzahl für Voerde auf des Gegners Platz. Im Normalfall keine gutes Omen für die Gastmannschaft. Doch die Polo-Schützlinge besannen sich auf ihre Tugenden: Kampf, Einsatz, mannschaftliche Geschlossenheit und machten damit die Unterzahl wett. Allerdings reklamierte Henes, dass die Partie nun von viel Hektik, Fouls und Nickeligkeiten geprägt war.

Sinan Avan profitierte von einem Zuspiel von Lars Jesinghaus in den Sechzehner und traf ins lange Eck. Der Rettungsversuch zweier Herdecker kam zu spät, sie erwischten den Ball erst hinter der Linie.

Später Ausgleich (fast) ein Schock

Wie ein Schock für Voerde der Ausgleich der Gastgeber, den Janis Bohrmann zwei Minuten vor Ablauf der regulären Spielzeit erzielte. Die Entscheidung? Nein, denn Aufgeben ist beim FC Blau-Weiß ja weitestgehend unbekannt. So spielten die Gäste weiter auf den Dreier – und wurden in der Schlussminute mit dem Siegtreffer von Alexander Hillenberg belohnt. Der nahm eine Vorlage von Kiewitt am zweiten Pfosten stehen in aller Ruhe an und schoss überlegt aus der Drehung ein.

„Die Jungs sind erneut gut wiedergekommen und haben eine starke Leistung gezeigt“, war ihr Trainer am Ende doch durchaus zufrieden. Und sein Herdecker Pendant räumte ein: „Wir haben nach dem Platzverweis nachlässig verteidigt. Mindestens einen Punkt hätten wir verdient gehabt. Aber Fußball ist eben nicht immer gerecht.“

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