Fußball

Voerde beendet ewige Sieglos-Serie

Flemming Monse

Flemming Monse

Foto: MiSch

Ennepe-Süd.   Während sich BW Voerde mit einem Sieg vom Tanneneck verabschiedet, unterliegt der VfB Schwelm bei der Rückkehr von Torjäger Michael Kluft.

Sieg, Unentschieden und Niederlage – die heimischen Fußball-Bezirksligisten hatten an ihrem letzten Heimspieltag alles zu bieten. Strahlende Gesichter gab es dabei in Voerde und Gevelsberg, während die Schwelmer die Köpfe hängen ließen.

„Heute war mal schön“, freute sich Voerdes Lars Möske nach dem 3:0 gegen ETuS DJK Schwerte. Kein Wunder, war es doch der erste Sieg des FC Blau-Weiß seit einer gefühlten Ewigkeit – exakt seit dem 17. Februar. Ob der Erfolg seiner Maßnahme geschuldet war, den Ball in der vorangegangenen Trainingswoche weitgehend auszusparen, war dem Trainer am Ende ziemlich egal. „Heute stimmte bei meiner Truppe alles“, strahlte er.

Dabei hätten die Voerder schon im ersten Durchgang für die Vorentscheidung sorgen können. Doch bei zwei erstklassigen Einschussmöglichkeiten rutschten sowohl Marc Kiewitt als auch Marius Hornschuh auf dem vom prasselnden Regen nassen Rasen weg. So ging es torlos in die Pause.

Sicher stand die Defensive der Voerder, so umsichtig dirigiert von Flemming Monse, dass die Schwerter nicht zu einer klaren Torchance kamen – weder vor noch nach der Halbzeitpause.

Schnell nach Wiederanpfiff aber begann auch die BW-Offensive zu funktionieren. Marc Kiewitt, von Okan Leifels prima freigespielt, tauchte vor dem ETuS-Tor auf und schloss ins untere rechte Eck ab. Keine zehn Minuten später war es Michael Kupilas, der einen Schwerter Rückpass antizipiert hatte, sich das Leder angelte und den Torwart ausspielte, ehe er die Kugel ins leere Tor schob.

Die Gäste wollten sich mit der Niederlage nicht abfinden, sondern öffneten ihre Abwehr in der Schlussviertelstunde. Das gab Kupilas die Möglichkeit auf 3:0 zu erhöhen. Tolga Dülger hatte ihn mit einem starken Pass bedient, den er zu seinem zweiten Treffer nutzte.

Kluft lässt drei Chancen liegen

In Schwelm liefen vor dem Spiel gegen SSV Kalthof die Wetten. „Wieviel Tore macht Michael Kluft?“ hieß die Frage vor dem späten Saisondebüt des Torjägers. Am Ende gelang ihm bei der 1:3-Niederlage kein einziger Treffer. „Man sieht, dass er fast ein Jahr kein Fußball gespielt hat“, stellte VfB-Trainer Marco Menge fest, „wir müssen mit Blick auf die nächste Spielzeit sehen, dass wir ihn wieder heranführen.“ Immerhin drei gute Chancen – zwei in der ersten, eine in der zweiten Halbzeit – hatte der Top-Goalgetter, der in der Aufstiegssaison 47 Mal getroffen hatte.

Doch zum Spiel: Die Schwelmer hatten deutlich höhere Ballbesitzanteile, aber Kalthof wusste immer wieder über die Außen gefährlich zu kontern. Zum Glück für die Kreisstädter aber war der Abschluss nicht ihre Stärke. Die Schüsse gingen entweder am Tor vorbei, oder aber die Schwelmer Abwehr bekam im letzten Moment doch noch ein Körperteil dazwischen.

So ging der VfB nach einer knappen halben Stunde durchaus überraschend in Führung. Vincenzo Graziano, Klufts Nachfolger als Torjäger der Schwelmer, packte einen Distanzschuss aus und versenkte die Kugel von der rechten Seite im linken oberen Toreck. Doch die Führung hatte nicht lange Bestand. Beim vierten oder fünften Konter der Kalthofer saß auch der Abschluss. Nach einem schönen Angriff über links und einem Rückpass mittig vors Tor ließ Sebastian Hegemann VfB-Keeper Deligiannis aus 16 Metern keine Chance.

Ende des ersten Durchgangs dann noch einmal die Schwelmer am Drücker, doch die Chancen fast im Zehn-Sekunden-Takt blieben ungenutzt. Nach der Pause wollte Trainer Marco Menge sein Team stabilisieren, mehr Sicherheit in die hinteren Reihen bringen.

Doch der Plan scheiterte an immer wieder getroffenen falschen Entscheidungen, die in Kalthofer Konter mündeten, von denen zwei erfolgreich waren. Dagegen ließen die Schwelmer ihre Torgelegenheiten, die durchaus zahlreich vorhanden waren, liegen. Das änderte auch die Rückkehr von Kluft nicht.

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