Fußball-Bezirksliga

„Unser Physio hat zehn Spieler behandelt“

Lars Jesinghaus fällt mit einem Muskelriss länger aus

Lars Jesinghaus fällt mit einem Muskelriss länger aus

Foto: Marinko Prša / Archiv

Ennepetal/Hagen.  BW Voerde hat den Spitzenreiter abgeschossen. Sonntag geht es zum Zweiten. Die Ennepetaler wollen Ruf als Favoritenschreck gerecht bleiben.

Am jüngsten Spieltag am vergangenen Sonntag hat Blau-Weiß Voerde den nunmehr ehemaligen Spitzenreiter der Fußball-Bezirksliga, RW Lüdenscheid, vom Platz an der Sonne geschossen. Jetzt geht es zum aktuellen Tabellenzweiten, SC Berchum-Garenfeld. Wir sprachen vor dem zweiten Spitzenspiel in einer Englischen Woche (zwischendrin noch die Pokalpartie am Mittwoch mit dem 1:5 gegen den Westfalenligisten SV Hohenlimburg 10) mit BW-Trainer Lars Möske.

Im Rückblick auf das 1:1-Unentschieden gegen RW Lüdenscheid. Wie stark haben Sie die aufstiegsambitionierten Spieler aus dem Sauerland gesehen?

Lars Möske: Von allen Spitzenteams, die ich im Laufe der Saison bisher gesehen habe – Türkiyemspor war nicht dabei – ist das schon eine spielerisch starke Truppe. Sie wird sicher bis zum Saisonende eine gute Rolle spielen. Trotzdem war es schade, dass sich meine Jungs nicht belohnt haben, denn in der zweiten Halbzeit hätten wir das Spiel mit unseren Konterchancen für uns entscheiden müssen.

Betätigt sich Voerde am Sonntag beim Zweiten Berchum-Garenfeld erneut als Favoritenschreck?

Da hätte ich nichts dagegen. In den letzten Jahren haben wir uns ja immer schwer getan in Garenfeld. Und die Mannschaft hat jetzt durch die Rückkehr von Nicholas Külpmann von Westfalia Rhynern noch mehr Qualität bekommen. Das ist genauso ein Kaliber wie Lüdenscheid.

Ihre Abwehr ist die beste der Liga, hat in zehn Spielen erst acht Tore kassiert. Auch wenn wir die drei Gegentreffer aus dem Derby in Gevelsberg, das mit 2:0 für Sie gewertet wurde, hinzurechnen, gehört die BW-Defensive zu den besten der Liga. Wie wird sie sich gegen den Top-Sturm mit 46 Toren in zehn Spielen schlagen?

Ja, das habe ich den Jungs auch gesagt, dass die Abwehr bärenstark ist. Aber denen gehen immer noch die drei Gegentore von Gevelsberg durch den Kopf. In den letzten Jahren hatten wir ab und zu viele Gegentore kassiert, deshalb lautet jetzt die Devise, kompakt zu stehen – und das haben die Jungs bisher toll umgesetzt. Ich hoffe, es wird auch in Garenfeld so sein.

Der letzte Voerder Sieg auf dem Platz (die am „grünen Tisch“ mit 2:0 gewertete Partie beim FSV Gevelsberg endete 3:3) liegt jetzt schon sieben Spiele zurück. Wie lautet Ihr Rezept für einen erfolgreichen Auftritt im Garenfelder Waldstadion?

Wie schon gesagt, wir müssen kompakt stehen, dürfen kein frühes Gegentor kassieren und müssen geduldig auf unsere Chance bei Kontern warten, dabei unsere Schnelligkeit ausspielen. Je länger wir die Null halten, desto größer wird die Nervosität beim Gegner. Denn bei der Tabellenkonstellation sind alle führenden Mannschaft der Bezirksliga ja jede Woche zum Erfolg verdammt.

Können Sie – wie gegen Lüdenscheid – erneut mit einem Punkt leben?

Da könnten wir gut mit leben, auch wenn es schon das sechste Unentschieden im elften Saisonspiel wäre. Aber ein Sieg würde uns für die kommenden Aufgaben stärken. Mit Kalthof steht ja schon das nächste Kaliber ins Haus.

In der Partie gegen die Lüdenscheider gab es einige harte Foulszenen, am Mittwoch haben Sie noch im Kreispokal gegen Hohenlimburg 10 gespielt. Wie verkraftet die Mannschaft die Doppelbelastung?

Wir haben dafür die Trainingsbelastung reduziert, am Dienstag nur einen lockeren Aufgalopp und am Donnerstag gar nichts gemacht. Unser Physio Martin Kuschmarek hat allein am Dienstag zehn Spieler behandelt. Unsere Jungs sind fit und halten der Belastung stand.

Stehen Ihnen in Garenfeld alle Spieler zur Verfügung?

Gaetano Salvon wird mit einer Oberschenkelzerrung ausfallen, Marcel Neumann ist im Urlaub. Ob Tobias Schipnik und Piet Wachter spielen können, weiß ich noch nicht. Die Verletzung von Lars Jesinghaus hat sich als Muskelriss herausgestellt. Er wird uns damit noch länger fehlen.

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