Boxen

Thun feiert Profidebüt nach Maß

Da ist es vorbei: Christian Thun’s  Niederschlag gegen den Georgier Giorgi Urjumelashvili.  Der Leberhaken des Ennepetalers hat gesessen und seinen Kontrahenten bereits in der zweiten Runde zu Boden geschickt.

Foto: Privat

Da ist es vorbei: Christian Thun’s Niederschlag gegen den Georgier Giorgi Urjumelashvili. Der Leberhaken des Ennepetalers hat gesessen und seinen Kontrahenten bereits in der zweiten Runde zu Boden geschickt.

Ennepetal/ Monaco.   Der Ennepetaler Profiboxer Christian Thun hat seinen ersten Kampf locker nach zwei Runden gewonnen – und bereitet sich nun auf weitere Kämpfe vor

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Es war ein Auftakt nach Maß: Der Ennepetaler Boxer Christian Thun hat eine erfolgreiche Premiere im Profilager gefeiert. In Monaco besiegte der 2,04 Meter große Schwergewichtler seinen Kontrahenten Giorgi Urjumelashvili aus Georgien in der zweiten von vier angesetzten Runden durch technischen Knockout. Der Georgier, der immerhin schon seinen siebten Profikampf absolvierte, war gegen Thun ohne Chance.

Der Ennepetaler nutzte die erste Runde, um seinen Gegner mit der linke Hand „auszuarbeiten“, wie er es nennt. Im zweiten Durchgang machte er dann ernst. Mit einem linken Leberhaken erwischte er Urjumelashvili so, dass der auf die Bretter musste und sich nur mit Mühe wieder zum Kampf stellen konnte. Zwei weitere Treffer von Thun konnte er nicht verhindern, ging erneut zu Boden, rappelte sich wieder hoch. Doch Ringrichter Stephane Nicolo hatte ein Einsehen mit dem schwer gezeichneten 22-Jährigen und brach den Kampf ab.

„Alles ist nach Plan gelaufen, ich war nach dem perfekten Training in den USA super vorbereitet“, freut sich Christian Thun über seinen Erfolg. „Ich habe mich vor dem Kampf sehr gut gefühlt, die Bedingungen waren perfekt, auch wenn ich eine leichte Erkältung und am Tag vor dem Kampf noch leicht erhöhte Temperatur hatte“, beschreibt Thun seinen körperlichen Zustand im Vorfeld. Sein erfahrener Trainer Dave Godber, seit 25 Jahren im Geschäft, hatte Thun bestens vorbereitet.

Auch wenn der frühere US-Marine im Trainingscamp durchaus auch mit militärischer Härte agierte. „Der weckt dich nicht mit einem freundlichen ‘Guten Morgen, Christian’, sondern schmeißt dich mit einem donnernden ‘get up and out of bed’ brutal aus dem Bett“, berichtet Thun mit einem Schmunzeln. Gestört hat ihn das aber nicht: „Das war oft auch scherzhaft gemeint.“

Im Trainingscamp in Alabama im Süden der USA arbeitete Thun nicht nur selbst, sondern nutzte die Zeit auch, um WBC-Weltmeister Deontay Wilder beim Training und Sparring zuzuschauen. „Da konnte ich mir schon einiges abschauen“, verrät Thun, der sich in Alabama auch außerhalb des „Gym“ pudelwohl gefühlt hat. „Es war eine tolle Zeit, in der ich unglaublich freundliche Menschen kennengelernt habe“, schwärmt der Jungprofi von den US-Südstaaten.

Nächste Kämpfe wieder in Europa

Anfang April macht sich der 24-Jährige wieder auf den Weg über den Atlantik zur Vorbereitung auf seinen zweiten Kampf, der für den 28. April in New York terminiert ist. Um tatsächlich dort antreten zu können, benötigt Christian Thun aber noch eine Arbeitserlaubnis. Und daran könnte der Kampf noch scheitern. „Da müssen wir sehen, ob es sich von den Kosten her lohnt“, sagt er.

Aber auch die weiteren Termine , die alle außerhalb der USA stattfinden, stehen bereits für die nächsten Profikämpfe in Thuns Kalender. So im Mai in Barcelona, im Juni erneut in Monaco und im August in Paris.

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