Basketball, ProB Nord

Spitzenreiter ungern der Favorit

Kennt das Gefühl der Heim-Niederlage, aber auch das des Auswärts-Sieges in Bernau: Baskets-Kapitän Dario Fiorentino

Kennt das Gefühl der Heim-Niederlage, aber auch das des Auswärts-Sieges in Bernau: Baskets-Kapitän Dario Fiorentino

Foto: Michael Scheuermann / WP

Schwelm/Bernau.  Vier Spiele, vier Siege! Und am Sonntag der fünfte Sieg? Das streben die EN Baskets Schwelm mit dem sonntäglichen Gastspiel bei Lok Bernau an.

Eine weitere weite Reise steht den EN Baskets Schwelm bevor. Am Sonntag gibt es in einem der Vororte von Berlin um 17 Uhr den ersten Sprungball. Lok Bernau ist der Gastgeber, der sich in der Außenseiterrolle gegenüber dem unbesiegten Spitzenreiter sieht. Keine Frage, dass die Schützlinge von Trainer Falk Möller selbstbewusst anreisen werden. Allerdings meint Möller: „Beim Blick auf die Tabelle sind wir Favorit, klar. Ansonsten aber nicht.“

Letzte Saison in Bernau gewonnen

Bereits in der vergangenen Saison war nicht wirklich sicher auszumachen gewesen, welche der beiden Mannschaften favorisiert in das Duell gehen würde. Das bestätigte sich auch in den Ergebnissen – Schwelm gewann in Bernau mit 79:71, unterlag aber daheim mit 80:86. Heuer scheinen die Karten eindeutiger verteilt zu sein. Beispielsweise, weil die heimischen Baskets sich immer besser eingespielt präsentieren. Auch das Niveau scheint gegenüber der vergangenen Saison ein besseres zu sein. Eindrucksvoll stellten die Schwelmer dies im NRW-Derby zuletzt gegen Düsseldorf vor gut 1300 Zuschauern unter Beweis.

Gegen die bis dato ungeschlagenen Giants brauchten die gastgebenden Baskets am vergangenen Spieltag enormen Kampfeswillen und eine gute Defensive. Auch in den Statistiken war vieles ausgeglichen. Beide Teams hatten den Topscorer mit der exakt selben Punktzahl. Waren bei den Zweier-Treffern die EN Baskets mit 58:38 Prozent vorne, so hatten die Gäste die besseren Dreier-Schützen – mit 54:35 Prozent. Von der Freiwurflinie trafen wiederum die Schwelmer besser; bei einer Bilanz von 82:67 Prozent. Bei den Fouls hatten die Gäste mit Dainius Zvinklys und Lennard Schild gleich zwei Spieler, die das Parkett frühzeitig verlassen mussten. Der statistische Vergleich ließe sich beliebig fortsetzen. Er unterstreicht, dass Schwelm und Düsseldorf sich eine Begegnung auf Augenhöhe lieferten.

In Bezug auf das Gastspiel in Bernau also klare Voraussetzungen zugunsten der Kreisstädter. Doch Falk Möller, der den Gastgeber am Ende der Saison mit im oberen Tabellenbereich sieht, winkt ab: „Bernau ist extrem stark und hat junge Spieler. Die hatten einen Umbruch, müssen sich erst einmal finden.“

Alles in allem war und wird ein Schlüssel zum Sieg der ungeheure Siegeswillen der Baskets, aber auch passend dazu die gesamte bessere Trefferausbeute gegenüber den Giants. Beim Blick auf die Tabelle ist es ein ungewohntes Bild, dass die EN Baskets nach vier Spieltagen immer noch mit weißer Weste da stehen und weiter zu den gejagten Teams der Liga zählen.

Keine Frage, dass sich die nächsten Gegner extra ins Zeug legen, um als erste Mannschaft den Schwelmern die erste Saisonniederlage beizubringen. „Am Wochenende kommt mit Schwelm ein echter Brocken nach Bernau“, wird Gastgeber-Trainer René Schilling auf der Homepage der Bernauer zitiert. „Wir werden uns strecken müssen und mannschaftlich geschlossen kämpfen. Nur so werden wir überhaupt eine Chance haben. Zuallererst müssen wir dafür unsere eigenen Fehler auf ein Minimum reduzieren.“

Angstfrei aufspielen

Aber die EN Baskets Schwelm, die wohl ohne Mauro Nürenberg (Magen-, Darm- Probleme) anreisen werden, brauchen sich ihrerseits keine Angst zu machen. Diese Saison behalten die EN Baskets auch in den engen Spielsituationen einen kühlen Kopf und versuchen immer wieder den Kopf aus der Schlinge zu ziehen und einen Vorsprung auf die Spieluhr zu übertragen. Die nächsten Spiele gegen Bernau (A), Stahnsdorf (H) und Bochum (A) werden zeigen, wohin die Reise in dieser Saison der Baskets geht.

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