Basketball

Schwelms zwei Gesichter

David Knudsen erzielt in seinem ersten Spiel in der Schwelmer Arena 19 Punkte.

David Knudsen erzielt in seinem ersten Spiel in der Schwelmer Arena 19 Punkte.

Foto: Michael Scheuermann

Schwelm.  Eine klare Niederlage setzte es für die EN Baskets Schwelm beim letzten Testspiel vor dem Saisonstart.

Eine Woche haben sie noch, die Basketballer der EN Baskets Schwelm, bevor es in die neue ProB-Saison geht. Im letzten Testspiel vor dem Beginn der neuen Spielzeit zeigte das stark veränderte Team von Trainer Falk Möller zwei Gesichter, die unterschiedlicher nicht hätten sein können. Gegen den ProA-Ligisten Artland Dragons setzte es die erwartete Pleite, die mit 81:100 (38:59) auch standesgemäß ausfiel.

Es brauchte erst eine knackige Ansprache von Falk Möller in der Halbzeitpause, ehe die Schwelmer Basketballer so richtig in der Begegnung ankamen. „Wir haben in der ersten Hälfte die körperliche Spielweise des Gegners nicht angenommen. Wir haben uns davor versteckt“, sagt der Trainer der EN Baskets Schwelm. Obwohl nach der Umstrukturierung eigentlich inzwischen genug Länge und Masse unter dem Schwelmer Korb sein müsste, setzten die EN Baskets den großen Artländern Qehle und Albrecht nicht viel entgegen, immer wieder kam der ProA-Ligist so zu einfachen Rebounds und damit auch zu vielen Punkten. 19:5 Rebounds wies das Duell unter den Brettern in der Pause auf.

Steigerung nach Ansprache

„Ich habe die Jungs dann gefragt, ob sie nächste Woche gewinnen möchten“, verrät Falk Möller den Inhalt seiner Ansprache in der Kabine. Der Schwelmer Übungsleiter forderte seine Schützlinge auf, robuster aufzutreten und sich vom Gegner nicht abkochen zu lassen. Seine Worte kamen an bei seinen Spielern, die folglich deutlich präsenter wirkten und das dritte Viertel sogar mit 24:17 für sich entscheiden konnten.

Generell lief im zweiten Abschnitt das Spielgerät deutlich flüssiger, immer wieder konnte Zugang Montreal Scott auf der Spielmacher-Position für eine gute Mischung aus Set-Plays und Einzelaktionen finden. „Er hat das Spiel in der zweiten Halbzeit toll gelenkt“, freut sich Falk Möller über den starken Auftritt des US-Amerikaners. „Das war so ungefähr das, was ich mit vorstelle“, sagt Schwelms Trainer.

Neben Scott spielte über weite Strecken mit Daniel Knudsen ein weiterer neuer Akteur, der wie seine Mitspieler auch im zweiten Abschnitt deutlich stärker auftrat.

Knudsen zeigt sein Können

Der dänische Nationalspieler konnte den Zuschauern in der Schwelmer Arena einen Auszug seines spielerischen Repertoires präsentieren. „Er ist ein sehr kompletter Spieler, der das Spiel gut lesen kann“, ist Möller voll des Lobes für seinen neuen Shooting-Guard. Am Ende kommt Knudsen auf satte 19 Punkte.

Am Ende ist ihres Könnens sind die Schwelmer aber noch nicht wenn es nach ihrem Trainer geht. „Es ist schön, dass bei jedem Spieler durchaus noch eine Menge Luft nach oben ist“, so Falk Möller. So fiel unter anderem der sonst sichere Dreier von Nikita Khartchenkov gegen Artland noch nicht, Dario Fiorentino wirkte aufgrund seiner vorherigen beruflichen Verpflichtungen etwas müde. „Vor allem auf der Fünf haben wir noch Potenzial“, drückt Möller seine Zufriedenheit mit seinen Centern mit einem Augenzwinkern aus.

Mit den Erkenntnissen aus dem Spiel gegen einen sehr starken Gegner bereiten sich die EN Baskets nun weiter intensiv auf den Saisonstart am Samstag vor. Dann kommt mit den Iserlohn Kangaroos gleich ein anspruchsvoller Gegner nach Schwelm – da würde sich das Gesicht aus der zweiten Hälfte gut machen.

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