Basketball_Regionalliga

Schwelm mit besten Chancen

Kampf bis zum Umfallen: Mathias Perl

Foto: MiSch

Kampf bis zum Umfallen: Mathias Perl Foto: MiSch

Schwelm.   Am fünftletzten Spieltag hat sich die Ausgangsposition im Titelrennen für die EN Baskets Schwelm erneut verbessert – bei eigenem Sieg gegen Bonn II und bei gleichzeitiger Niederlage der BG Hagen in Herford.

Die Freude, die Erleichterung war allerorten in der Dreifachhalle zu spüren. Nicht nur, dass die EN Baskets Schwelm mit einer schlechten Leistung das Spiel der Basketball-Regionalliga gegen Bonn II gewonnen haben. Denn gleichzeitig verliert der ärgste Konkurrent BG Hagen völlig überraschend in Herford – vier Punkte Vorsprung, bei noch vier auszutragenden Spielen. Die Meisterschaft und die damit verbundene Rückkehr in die 2. Bundesliga, Pro B, ist zum Greifen nahe. Es sind noch drei Siege bis zur Meisterschaft.

Streich im Unterbewusstsein

Möglicherweise war es das Unterbewusstsein der Schwelmer Spieler, das einen Streich gespielt hat. Denn die Ausgangslage für Teil eins des Fernduells mit BG Hagen war mehr als günstig: Bonn II reiste arg ersatzgeschwächt an. Mit Center Möller (Start bei der Bundesliga-Garnitur), Kneesch (Start beim Kooperationspartner Dragon Düsseldorf in der Pro B) und Otshumbe (Schraube aus seinem Fuß entfernt) fehlten gleich drei Leistungsträger. Das sind gut und gerne 30 Punkte, die den Gästen fehlten. Dazu verletzte sich Turner, er ist für 13 Punkte pro Spiel gut, nach neun Minuten.

Vorteil Schwelm? Mit Nichten. Trainer Falk Möller: „Als ich vor dem Spiel erfuhr, welche Akteure nicht dabei waren, hatte ich ein mulmiges Gefühl. Das ist nicht immer von Vorteil, wenn man den Gegner dann nicht richtig einschätzen kann.“ Und der Spielverlauf gab ihm Recht. Denn Schwelm fand nie den Zugriff, Bonn war stets überlegen, war schneller – keine der Mannschaften war aber wirklich treffsicher. Basketball zum Abgewöhnen war fast zu sehen. Immerhin: Es blieb über die volle Distanz hoch-spannend.

Routiniers reißen es raus

Mit dem Seitenwechsel wurde Schwelm besser – vor allem dank der Routiniers Speier, Schröter, Perl, Boyce und Mikutis, die die ersten acht Minuten des dritten Viertels durchspielten, die Baskets wieder in Spur brachten. „Wir haben in der Pause unsere Fehler analysiert, die Spieler haben dann umgesetzt, was wir gefordert haben“, so Co-Trainer Stefan Schäfer. Endgültig auf die Siegesstraße ging es im letzten Durchgang, als Tota und Mikutis für acht Punkte in Serie sorgten. „Bonn fehlte am Ende die Substanz, um zu gewinnen“, so Möller.

Überraschung in Herford

Gleichzeitig die Überraschung – und eine Art Vorentscheidung im Titelrennen in Herford – BG Hagen verliert. „Jetzt hat Schwelm extrem gute Karten, die Sache nach Hause zu bringen“, weiß BG-Trainer Kosta Filippou, der mit seinem Team erstmals in dieser Saison zwei Spiele in Folge verlor. Allerdings stieß Moritz Krume, dem eine wichtige Rolle gegen die vor allem unter dem Korb sehr starken Gastgeber zugedacht war, erst später zum Team – aus beruflichen Gründen. Vor allem aber die mangelnde Ausnutzung der Chancen sorgte für die Hagener Niederlage. Zwar glich Hagen nach der Pause noch zum 54:54 aus, doch Sicherheit brachte dies nicht. Im Gegenteil: Als der Zweite zum Schluss mit Pressdeckung alles auf eine Karte setzte, bauten die Ostwestfalen ihren Vorsprung weiter aus.

Duell der Lauernden

Punktgleich mit Hagen gehen WWU Baskets Münster und BSG Grevenbroich in die letzten vier Spiele. Wobei die Volmestädter im Duell der Lauernden einen leichten Vorteil haben. Das direkte Duell gegen Münster haben die Filippou-Schützlinge um den ehemaligen Schwelmer Spieler Domonique Crawford mit 82:81 und 83:78 gewonnen. Gegen Grevenbroich setzte es im Hinspiel eine 74:83-Niederlage, das Rückspiel geht am vorletzten Spieltag in Szene. Eine Korrektur wäre hier zugunsten der Hagener möglich.

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