Handball

Schwelm krönt meisterhafte Saison

Wenige Sekunden nach der Schlusssirene fällt die ganze Belastung der Spielzeit von den Schwelmer Spielern. Schnell hat sich das immer noch ungeschlagene Erfolgsteam zum Meistertanz im Kreis zusammengefunden und jubelt ausgelassen.

Wenige Sekunden nach der Schlusssirene fällt die ganze Belastung der Spielzeit von den Schwelmer Spielern. Schnell hat sich das immer noch ungeschlagene Erfolgsteam zum Meistertanz im Kreis zusammengefunden und jubelt ausgelassen.

Foto: Frank Saul

Menden/Schwelm.   Die Handballer vom Landesligisten RE Schwelm krönen sich mit dem Sieg am Dienstagabend zum Meister und Verbandsliga-Aufsteiger.

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Es ist geschafft! Drei Spiele vor dem Saisonende liegen die Schwelmer Handballer von Rote Erde uneinholbar an der Tabellenspitze und können sich über die hochverdiente Landesligameisterschaft freuen.

Für den letzten Schritt zeigten sie in Menden nochmal ihre ganze Klasse und ließen sich auch von der wenig glücklichen Spielansetzung am Dienstagabend nicht beirren. Die Leistung von der zehnten Minute bis zur Halbzeitpause war eine der besten in dieser Spielzeit. Den durchaus engagierten Gastgebern, die mit einigen Akteuren aus ihrer A-Jugend-Bundesligamannschaft aufliefen, ließen sie mit ihrer überragenden Deckung, einem starken Jan-Lukas Pape im Tor und sehr effektivem Angriffsspiel keine Chance.

Bis zehn Minuten vor dem Ende hielten sie den hohen Druck aufrecht. In den Schlussminuten verkürzte die SG um einige Tore, der Schwelmer Aufstieg war da schon längst in trockenen Tüchern. Unter den Ovationen der mitgereisten Fans lagen sich Spieler und Trainerteam schon in der Schlussminute in den Armen, nach dem Abpfiff war die Freude riesengroß.

In der Kreisklasse fing alles an

„Wir haben heute nicht nachgelassen. Diese Mannschaft hat einfach eine überragende Saison gespielt. Ein großer Dank geht auch an das tolle Umfeld und die Fans, die uns das ganze Jahr begleitet haben“, äußerte sich RE-Coach Jörg Rode. Auch die Mannschaft bedankte sich nach dem Abpfiff bei Fans und Verantwortlichen, ehe sich der gewohnte Kreis bildete und laute „Aufsteiger“-Rufe durch die Mendener Halle schallten.

Offizielle und Zuschauer eilten zur Mannschaft, um ihre Glückwunsche zu bekunden. Es folgten das obligatorische Gruppenfoto und das ein oder andere Kaltgetränk. Bastian Möller, mit rund 20 Jahren Vereinszugehörigkeit dienstältester Spieler der Schwelmer, freute sich über den Lohn der harten Arbeit. „Mit dieser großartigen Mannschaft endlich den Weg in die Verbandsliga zu gehen, ist eine Riesensache für uns.“

Nach den ersten Jubelszenen ließen auch die Schwelmer Verantwortlichen die laufende Saison und den Weg der letzten Jahre und Jahrzehnte Revue passieren.

„Nachdem wir zwischendurch in der Kreisklasse angekommen waren, haben wir uns mit eigenen Jugendspielern nach oben gekämpft. In der Landesliga haben wir alle Höhen und Tiefen mitgenommen, inklusive der Abstiegsrelegation vor einigen Jahren. Das jetzt mit dem Aufstieg zu krönen ist großartig“, lautet das Fazit von Frank Schemmer. Auch Stephan Maubach ging in diese Richtung. „Das war ein langer und schwerer Weg. Die Mannschaft hat ein Jahr lang alles richtig gemacht, aber es ist ein Erfolg des ganzen Vereins mit all den vielen Helferinnen und Helfern, die so einen Erfolg erst möglich machen.“.

Bei all der Freude über den positiven sportlichen Werdegang des Vereins, gab es auch kritische Töne mit Blick auf die Zukunft der Handballabteilung.

„Sportlich haben wir alles getan, was in unserer Macht stand. Mehr können wir nicht tun. Es ist schade, im Hinterkopf immer die Unsicherheiten bezüglich einer Spielstätte für die nächste Saison zu haben. Wir können nur hoffen, dass man uns entgegenkommt und wir eine positive Lösung für den Schwelmer Handballsport finden. Dass der Schwelmer Handball lebt, haben wir in dieser Saison zu genüge unter Beweis gestellt“, waren sich die Verantwortlichen nach dem Abpfiff einig.

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