Handball

RE ist bereit für den ersten Matchball

Heute Abend wollen die Handballer der RE Schwelm wieder jubeln. Mit einem Sieg in Menden steht der Aufstieg in die Verbandsliga fest.

Heute Abend wollen die Handballer der RE Schwelm wieder jubeln. Mit einem Sieg in Menden steht der Aufstieg in die Verbandsliga fest.

Foto: Marinko Prša

Schwelm.   Heute Abend haben die Schwelmer Handballer die erste Gelegenheit, den Aufstieg in die Verbandsliga perfekt zu machen.

Es ist historisches in der Mache bei den Handballern von Rote Erde Schwelm. Vor zuletzt zwanzig Jahren gab es in der Kreisstadt zuletzt Handball oberhalb der Landesliga, heute Abend könnte dieses Kapitel wieder neu aufgeschlagen werden. Dann nämlich, wenn der ungeschlagene Tabellenführer der Landesliga bei der Reserve der SG Menden-Sauerland gewinnt und damit auch rein rechnerisch den Aufstieg in die Verbandsliga perfekt machen könnte. Anwurf der Nachholpartie vom 14. Spieltag ist um 20.30 Uhr in der Mendener Walramhalle.

22 Spiele lang hielten sich Schwelmer schadlos, 21 Siege und ein Unentschieden zieren in dieser Zeit eine beeindruckende Saison. Gelingt heute Abend in Menden der 22. Sieg im 23. Saisonspiel würden die Handballer von Rote Erde den Aufstieg klar machen. „Wir wollen diesen letzten Schritt jetzt gehen“, sagt RE-Trainer Jörg Rode. Es wäre die Krönung für eine Spielzeit, in der die Schwelmer von Beginn an ihre Stärke demonstrierten.

Von vielen wurde das Team aus der Kreisstadt nach den Verpflichtungen von Kevin Kliche, Tobias Fleischhauer (beide vom damaligen Oberliga-Absteiger HSG Gevelsberg/Silschede) und Yannick Brockhaus (vom Drittligisten TuS Volmetal) bereits als absoluter Aufstiegsfavorit gehalten. Diesen Ruf zu haben ist das eine, diesem auch gerecht zu werden das andere. Und das war kein einfaches Unterfangen, wie Jörg Rode zu berichten weiß. „Jedes Team hat gegen uns noch einmal mehr Gas gegeben, jeder wollte der erste sein, der den ungeschlagenen Tabellenführer als erstes besiegt“, sagt der Trainer der Erfolgsmannschaft.

Gelungen ist das bis jetzt keinem, nah dran waren aber einige. Vor allem der starke Aufsteiger von der TG Voerde, dem es bis dato als einziges Team gelang den Schwelmern etwas Zählbares abzuknüpfen. „In einigen Partien haben wir auch einfach Glück gehabt, das gehört aber auch dazu“, sagt Rode mit Blick auf die Spiele gegen Voerde und die knappen Siege in Olpe oder Bösperde.

Vor drei Jahren fast abgestiegen

Bis zum 23. Spiel der Saison ist das also gut gegangen, im 23. Spiel der Saison soll nun der Deckel auf den Aufstieg in die fünfthöchste Spielklasse gemacht werden. Eine Entwicklung, die vor drei Jahren noch nicht unbedingt zu abzusehen war. Damals rettete sich RE in der Relegation und schaffte in knappen Spielen gegen Hamm den Klassenerhalt in der Landesliga. Trainer damals: Jörg Rode. „Damals die Relegation und jetzt dieser Schritt, das ist ein Traum“, sagt er.

In dieser Saison musste er das Team nicht am leben halten, seine Aufgabe als Übungsleiter einer Mannschaft mit dieser großen individuellen Qualität war es vor allem, die Spieler immer wieder zu ermahnen. Bei einer solchen Erfolgsserie ist nicht auszuschließen, das eine Mannschaft nicht zu überheblich an die nächste Aufgabe herangeht. Rode und seinem Team gelang dies über die gesamte bisherige Saison mit Auszeichnung.

Letzte Niederlage vor 345 Tagen

Vier Spieltage vor Schluss haben die Schwelmer also nun die Chance, sich für eine starke Spielzeit zu belohnen. Mit derzeit 45:1 Punkten steuert RE auf eine Bilanz zu, die es seit 2014 nicht mehr in der Landesliga gegeben hat. Damals stieg der heutige Oberligist HTV Sundwig/Westig (heute HTV Hemer) mit einer Bilanz von 52:0 Punkten auf. Diesen Rekord kann die Rode-Sieben nicht mehr knacken, dafür kann sie aber noch ungeschlagen die Saison beenden.

Was angesichts der drückenden Überlegenheit auch die logische Konsequenz wäre. Die letzte Niederlage datiert vom 12. Mai vergangenen Jahres, Gegner damals war der heutige Verbandsligist TuS Westfalia Hombruch. „Das passt ja“, sagt Jörg Rode. Einziger Wermutstropfen ist der Spieltermin für die möglichen Feiertag. „Dann holen wir das eben am Samstag nach“, sagt Rode pragmatisch.

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