Fußball

Nur die Zuschauer fehlen bei tollem Fußball

Kian Todorovic von Hertha BSC Berlin wurde zum besten Spieler des Turniers gewählt.

Kian Todorovic von Hertha BSC Berlin wurde zum besten Spieler des Turniers gewählt.

Foto: Marinko Prša

Schwelm.   Der Fritz-Eckhardt Weihnachtscup in Schwelm bot tollen tollen Fußball von klangvollen Namen – nur leider kamen kaum Zuschauer.

„Das Teilnehmerfeld ist geil, es ist international aufgestellt. Hut ab, was Linderhausen da auf die Beine gestellt hat“, so der Zuschauer Ahmet Erarslan über das am vergangenen Wochenende zum siebten Mal stattgefundene Fußball-Hallenturnier um den Fritz-Eckhardt-Weihnachtscup, welches die SpVg Linderhausen in Kooperation mit der SG Wattenscheid 09 in der Altersklasse U12 organisiert hat. „Wenn man türkische Wurzeln hat, reizt es, sich anzusehen, was die türkische Vereine machen“, erklärt Erarslan, Trainer der A-Jugend des TuS Ennepetal, dass ihn die türkische Mannschaft zum Zuschauen bewegt habe. Es waren zudem Mannschaften aus den Niederlanden, Belgien, Italien und Spanien zu Gast.

In zwei Siebenergruppen trafen am Samstag die Mannschaften aufeinander. Die jeweils ersten vier haben sich für die am Sonntag stattfindende Goldrunde qualifiziert, die jeweils hinteren drei trafen in der Silberrunde aufeinander. „Das Turnier bietet den Mannschaften einen unfassbaren Leistungsvergleich – gerade der überregionale und internationale Vergleich ist in dieser Altersklasse selten“, setzt Organisator Julian Wasserfuhr über die Besonderheit des Turnieres und den Anreiz, den dieses bietet, an. Er sagt: „Alle sind froh, sich mit Gegnern auf ihrem Niveau messen zu können.“

Linderhausen trifft neun Mal

Außerdem geht er auf die viele Wettkampfzeit ein, die jeder Teilnehmer erhält. Denn am Samstag spielt jeder 72 Minuten, am Sonntag die Teilnehmer der Goldrunde 84 Minuten, die der Silberrunde 60 Minuten. Auch Joachim Gödde, seit 1983 bei Bayer 04 Leverkusen engagiert und momentan in der U12, geht auf diesen Punkt ein und sagt: „Wir haben sehr viel Spielzeit und haben wertvolle Vergleichsspiele und Leistungsvergleiche.“ Weiter schildert er, dass das Turnier gut besetzt sei, für seine Mannschaft speziell die Nähe wichtig sei und man auch neue Leute aus dem Umfeld kennenlerne. „Das Turnier ist sehr gut organisiert. Und unseren Spielern macht es richtig Spaß, hier zu spielen“, lobt er auch, dass die, um die es geht, von dem Turnier begeistert sind. „Alles wird durch Ehrenamtliche gemacht, das macht den Verein aus. Das ist ein großer Aufwand an Organisation. Es laufen hier 30 Leute durchgehend rum“, so Wasserfuhr, der sagt: „Die Trainer sind sehr froh, sie sagen, es ist ein Megabild, wenn man in die Halle reinkommt, die Halle ist sehr attraktiv. Wir haben durchweg positives Feedback bekommen.“

Für die Spieler von der SpVg. Linderhausen ist es etwas ganz besonderes, gegen internationale Mannschaften und U-Teams der deutschen Bundesligisten zu spielen. Erik Jahnke, Spieler der Spielvereinigung, sagt: „Das Turnier ist cool, es sind starke Mannschaften dabei, wir sind nicht die beste, wollen aber Spaß haben.“Sie wollten versuchen, so viele Tore wie möglich zu schießen, außerdem freut er über die Zuschauer: „Wir haben hier Zuschauer aus anderen Ländern, es macht Spaß vor vielen Zuschauern zu spielen.“ Seine Mannschaft landete schließlich auf dem letzten Platz, konnte aber insgesamt neun Tore erzielen.

Zu wenig Zuschauer

Marc Schulte, der auch den Spax-Cup des TuS Ennepetal moderiert, lobt die Linderhausener Kicker: „Die haben sich richtig gut präsentiert, manchmal hatten sie Pech. Mit mehr Glück hätten sie den einen oder anderen ärgern können.“ Die Goldrunde gewann die Hertha BSC, die Silberrunde gewann Deportivo La Coruña.

„Ich hätte dem Veranstalter mehr Zuschauer gewünscht“, resümiert Gödde, denn die Ränge der Schwelmer Dreifeldhalle waren mittelstark besetzt. Trotzdem war die Atmosphäre gut und am Sonntag moderierte Marc Schulte vom WDR das Turnier. Er sagt: „Die sportliche Qualität war super, allerdings tut es mir für Linderhausen Leid, dass nicht ganz so viele Zuschauer gekommen sind.“ „Wir sind sehr zufrieden mit dem Turnier. Besonders die Goldrunde war ein sportliches Highlight“, so Julian Wasserfuhr nach dem Turnier, „Wir haben im Vorfeld sehr viel Werbung geschaltet, wir wissen nicht, warum der Zuschauer-Zuspruch nicht so groß war“, beendet er sein Fazit.

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