Handball

Neues Team und neue Liebe

Glücklich an der Seitenlinie der TG Voerde: Mona und Lars Bremer.

Glücklich an der Seitenlinie der TG Voerde: Mona und Lars Bremer.

Foto: Verein / WP

Ennepetal.  Die TG Voerde geht mit einer neuen Damenmannschaft in die Spielzeit. An der Seitenlinie steht ein ganz besonderes Trainergespann.

Beim Aufwärmen vor dem ersten Heimspiel der Saison entdeckt man einige neue Gesichter unter den Voerder Handball-Damen. In diesem Jahr präsentiert sich die TGV wieder mit einer zweiten Mannschaft, nachdem sich die alte Konstellation während der vergangenen Saison plötzlich auflöste.

Doch nun trumpft die Mannschaft mit neuem Personal wieder auf. Anfangs zusammengewürfelt aus ehemaligen Spielerinnen aus Voerde, Gevelsberg, Hagen und einer Anfängerin bleibt die Reserve als mittlerweile eingespielte Mannschaft bisher ungeschlagen. Doch die Mannschaft lebt nicht nur von neuen Spielerinnen, sondern auch von einem neuen Trainergespann, das die Mannschaft auf einer Erfolgswelle reiten lässt. Mona und Lars Bremer, die sich vor Kurzem in Anwesenheit ihres neuen Teams das Ja-Wort gegeben haben, nehmen erstmalig eine eigene Mannschaft unter ihre Fittiche.

Schnell zusammengefunden

„Das ist schon was anderes, wenn man die eigenen Spieler hat und man von vorneherein die Vorbereitung mitmacht und auch sieht, was für Früchte es trägt“, so Coach Lars Bremer, der sich an die Zeit seiner Co-Trainer-Position in der ersten Damenmannschaft erinnert. Trotz unterschiedlicher Vereinsherkunft fanden die jungen Frauen sehr schnell persönlichen als auch spielerischen Zusammenhalt. Der Start war etwas holprig, doch das hielt die Voerder Mädels nicht davon ab, nach jedem Spieltag einen Sieg nach Hause zu fahren. Schon in der Vorbereitung konnte die neue Konstellation der Mannschaft die beiden Trainer beeindrucken. „Für Vorbereitungen, die ich sonst kenne, war das schon sehr gut“, erklärt Lars Bremer, der seit vielen Jahren bei der TG unter anderem im Vorstand aktiv ist und aktuell die dritte Mannschaft der Herren spielerisch unterstützt.

Insbesondere beim Aufeinandertreffen der Damen mit der HSG Wetter/Grundschöttel hat sich das konditionelle Training ausgezahlt. „An dem Tag haben viele gemerkt, dass es sich gelohnt hat“, stellte der Coach fest. Denn die Mädels aus Ennepetal waren gegenüber den Kontrahentinnen aus Wetter immer einen Schritt schneller und konnten mit ihren zunehmend besser getimten Angriffen das Match mit 7:35 Toren für sich entscheiden. „Das war ein super Moment, als sie die Leistung abgeliefert haben“, denkt Bremer an dei Partie zurück.

Mit zunehmendem Spielgeschehen blieben jedoch auch die Verletzungen nicht aus. Aktuell pausieren drei Spielerinnen, die je nach Position mal mehr oder mal weniger gut vom breiten Kader abgefangen werden können, denn bei voller Besetzung ist jede Position mindestens doppelt besetzt. Was das Coaching betrifft, legt das Ehe- und Trainerpaar aus Mona und Lars Bremer verschiedene Gänge ein. Mona Bremer übernimmt den Part der ruhigen Dirigentin mit klarem Kopf und fokussiert sich auf das Spielerische und die Taktik. Wohingegen Mann Lars die anfeuernde Komponente ist und den letzten Funken Kraft aus den Spielerinnen herauskitzelt. „Wir können ja nur Impulse geben und auf dem Spielfeld setzt das dann jeder selbst um“, erklärt Lars Bremer.

Das Ehepaar kommt sich daher nicht in die Quere und ist gleichzeitig aufeinander eingespielt. „Ich finde das ist bei uns super aufgeteilt. Das macht einfach Spaß mit den Mädels zu trainieren und zu spielen. Und auch gewisse Feiern zu machen, das gehört ja auch dazu“, resümiert Bremer.

Überzeugungsarbeit war nötig

Dabei war Mona von der Coaching-Idee nicht umgehend so überzeugt wie Lars. Doch nach ein wenig Überzeugungsarbeit konnte auch sie sich begeistern lassen. Heute freut sich die langjährige Handballerin über die Entscheidung und darüber, ihr Wissen vermitteln zu können, nachdem sie aufgrund von dreimaligem Kreuzbandriss ihre Handballkarriere an den Nagel hängen musste. Im Hinblick auf den weiteren Verlauf der Saison erhoffen sich die Beiden weniger Verletzungen und eine weiterhin erfolgreiche Spielserie.

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