Müöllenkoatten-Tour

Mia Buschmann sorgt für Lichtblick

Axel Sendner-Voelderndorff (RC Musketier, zuständig für elektr. Anmeldung) und Thomas Hagemeier (RSC Schwelm) haben wenig zu tun.

Axel Sendner-Voelderndorff (RC Musketier, zuständig für elektr. Anmeldung) und Thomas Hagemeier (RSC Schwelm) haben wenig zu tun.

Foto: Joel Klaas

Schwelm.   Wettervorhersage schreckt offenbar viele Radtouristiker ab. Neunjährige Gevelsbergerin entschädigt den RSC für Aufwand.

Zwischen neun und elf Uhr sollte gestartet werden. Doch wer am Samstag-Vormittag auf dem Schulhof der Katholischen Grundschule St. Marien vorbei kam, bekam vom traditionellen Radtour-Event „Käpp vam Müöllenkoatten“, des RSC Schwelm wenig mit. In den ersten Minuten der Startphase hatten sich lediglich acht Teilnehmer gemeldet, am Ende stand immerhin die Zahl von 33 begeisterten Radsportlern, die sich vom wechselhaften Wetter am Wochenende nicht abschrecken ließen und auf die verschiedenen Rundkurse um die Stadt gingen.

Weit entfernt von 700 Teilnehmern

Dabei hatte der Schwelmer Radsportclub entgegen der Vorhersagen sogar noch Glück mit den Witterungsbedingungen: „Der Wetterbericht war noch wesentlich schlechter, als es im Endeffekt geworden ist. Ich gehe aber davon aus, dass viele Teilnehmer sich beim Blick auf die Wettervorhersage für den Samstag lieber etwas anderes vorgenommen hatten“, vermutet Mit-Organisator und RSC-Vorstandsmitglied Heiner Neuhaus. In den vergangenen Jahren war es üblich, dass teilweise bis über 700 Radsportler am Event des Schwelmer Vereins teilnahmen. „Von daher ist die Teilnehmerzahl in diesem Jahr leider sehr enttäuschend für unseren Verein“, erzählt Neuhaus.

Angesichts des großen Aufwands, den der RSC und seine Mitglieder jährlich für das Event betreiben, ist die Enttäuschung nicht verwunderlich. Ein großer Kuchenstand war für Besucher aufgebaut, die Ausgabe der Startnummern wurde professionell vorbereitet.

Im Glauben, zahlreiche Teilnehmer mit Startnummern versorgen zu müssen, hatte der Radsportverein wie auch in den vergangenen Jahren auf die professionelle Unterstützung von Axel Sendner-Voelderndorff gehofft, der sich für das elektronische Anmeldeverfahren sowie die Zeitnahme verantwortlich zeigte. „Das Programm hat natürlich den Vorteil, dass es viel schneller geht als das manuelle Anmeldeverfahren. Bei einer hohen Teilnehmerzahl ist das einfach übersichtlicher. Schade, dass wir heute nur so wenige Teilnehmer begrüßen durften“, bedauert der schneidige Rentner.

Eine Art Entschädigung für den geleisteten Aufwand der Kreisstädter lieferte immerhin die erst neunjährige Mia Buschmann. Die Grundschülerin machte sich mit ihrem Rennrad auf den Weg über die 21 Kilometer lange strecke durch das Tal der Ennepe. „Sie ist bereits aus Gevelsberg mit dem Fahrrad gekommen und wird am Ende des Tages etwa 35 Kilometer gefahren sein. Eine super Leistung, die uns sehr beeindruckt hat“, berichtet Neuhaus.

Vier tapfere Fahrer machten sich sogar über die 151 Kilometer lange Distanz auf die Strecke. Hier fuhren die Radsportler bis zur Nordhelle im Bergischen Kreis und machten sich von dort aus auf den Rückweg nach Schwelm. Dabei hatten sie über 2500 Höhenmeter zu überwinden.

Nächstes Jahr soll besser werden

„Solche Jahre hat man leider auch mal dabei, dagegen kann man als Verein wenig machen. Wir sind in erster Linie froh, dass alle Teilnehmer gesund zurückgekehrt sind und keine Unfälle passiert sind“, erklärt Tour-Organisator Neuhaus. „Für das kommenden Jahr hoffen wir dann wieder auf bessere Rahmenbedingungen, damit wieder deutlich mehr Radsportbegeisterte den Weg zu unserer Tour finden“, so das langjährige RSC-Mitglied.

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