Fußball

„Kaan hat natürlich hohe Ansprüche“

Kaan Korsun (li.) ist neuer Trainer beim Fußball-Kreisligisten TuS Haßlinghausen. Hier begrüßt ihn der 2. Vorsitzende Werner Huhnstock.

Kaan Korsun (li.) ist neuer Trainer beim Fußball-Kreisligisten TuS Haßlinghausen. Hier begrüßt ihn der 2. Vorsitzende Werner Huhnstock.

Foto: TuS Hasslinghausen

Haßlinghausen.   Nach einer erneuten tabellarischen Verbesserung in diesem Jahr will der TuS Hasslinghausen im nächsten Jahr mit neuem Trainer oben angreifen.

Lange hat die Liaison zwischen Jürgen Leifels und dem TuS Haßlinghausen nicht gehalten. Gerade einmal ein halbes Jahr war Leifels beim Fußball-Kreisligisten am Landringhauser Weg tätig, seit März ist er es nicht mehr. Nach dem ihm der Verein mitteilte, dass sein Vertrag nicht über die Saison hinaus verlängert wird, legte Leifels sein Amt nieder. Für die kommende Spielzeit haben die Haßlinghauser nun einen Nachfolger gefunden. Mit Kaan Korsun unterstreicht der Verein seine Ambitionen. Wir haben mit seinem kommenden Assistenten und dem aktuell verantwortlichen Trainer Christian Parlow über die Verpflichtung des neuen Trainers, die Ziele des Vereins und die Personalie Mounir Sallami gesprochen.


Wie kam der Kontakt zu Kaan Korsun zustande?
Christian Parlow: Kaan ist ein Haßlinghauser Junge, er hat eine Vergangenheit bei uns im Verein. Sein Vater hat unter anderem hier bei uns gespielt. Wir haben seinen Werdegang von der A-Jugend-Bundesliga bis zur türkischen U21 genau verfolgt. Man kennt sich einfach.


Die Verpflichtung eines so jungen Trainers ist nach Jürgen Leifels ein ganz anderes Konzept. Wie kommt es dazu?
Wir setzen bewusst auf das Nagelsmann-Modell, bei dem wir einen jungen Trainer verpflichten. Er bringt frischen Wind rein und spricht die Sprache der jungen Spieler, das war uns besonders wichtig.


Trotzdem ist Haßlinghausen für ihn die erste Trainerstation...
Und das ist für uns auch überhaupt kein Problem, er bringt genug Erfahrung aus seiner aktiven Zeit mit. Er hat uns menschlich wie fachlich überzeugt, das Gesamtpaket mit seiner B-Lizenz hat uns einfach überzeugt und wir sind sicher, dass wir den Spielern mit ihm einen wirklich tollen Trainer bieten können.


Verändern sich mit Kaan Korsun nun auch die Ansprüche am Landringhauser Weg?
Es ist vollkommen klar, dass wir uns weiter verbessern wollen in der nächsten Saison. Wir werden aber sehen, wofür es reicht. Kaan hat natürlich hohe Ansprüche und wird sich mit der Mannschaft sicher ambitionierte Ziele setzen. Wir vom Verein machen ihn aber keinen Druck in dem wir sagen: Du musst in die Bezirksliga aufsteigen.


Wie steht es mit einer Verstärkung für den aktuellen Kader aus? Gibt es bereits Zu- und Abgänge?
Die Gespräche gehen gerade in die heiße Phase, einige Zusagen haben wir bereits. Allerdings warten wir noch ab, bis die Saison gelaufen ist. Es ist schließlich nicht im Interesse von uns oder den Spielern die zu uns kommen, in der finalen Phase der laufenden Saison unnötige Unruhe hereinzubringen. Klar ist aber schon, dass wir einige gute Spieler auf dem Zettel haben und uns im Vergleich zu dieser Saison noch einmal verbessern.
Mounir Sallami ist ebenfalls wieder Teil der Mannschaft, nachdem sie ihn bereits Mitte März aus dem Aufgebot gestrichen haben – wie kam es dazu?
Es gab eine Aussprache zwischen Mounir, der Mannschaft und dem Vorstand. Jeder baut schließlich mal Mist. Für uns ist die Geschichte damit erledigt und wir freuen uns nun darauf, Mounir mit seinen Fähigkeiten, die er zweifelsohne hat, demnächst wieder auf dem Platz zu sehen. Er wird uns mit seiner Erfahrung und seiner Technik sicher weiterhelfen.


Und welchen Mist hat Mounir Sallami gebaut?
Das sind interne Dinge, die wir nicht öffentlich machen wollen und auch nicht werden.


Gibt es einen Plan, wann der TuS Haßlinghausen in der Bezirksliga spielen möchte?
Nein, den haben wir nicht. Klar ist aber, dass wir alle gerne mal dorthin wollen. Aber wir machen uns da keinen Stress, wir sehen ja die positive Entwicklung in den vergangenen Jahren. Vor fünf Jahren sind wir auf-, vor vier wieder abgestiegen. Nach dem erneuten Aufstieg haben wir uns nun Jahr für Jahr verbessert, diese Saison werden wir wohl als Sechster abschließen. Man kann nix erzwingen, gerade wir nicht als kleiner Verein zwischen der TSG Sprockhövel und dem SC Obersprockhövel – wo im Übrigen tolle Arbeit geleistet wird. Damit wir aufsteigen, muss alles passen, wir haben aber schon dass Gefühl, dass wir uns Schritt für Schritt in die richtige Richtung bewegen.

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