Fußball-Oberliga

In letzter Minute retten Weusthoff und Frölich den Punkt

Als in der 90. Minute Maximilian Podehl zum Zuge kommt, wäre es fast um den TuS Ennepetal geschehen. Doch Keeper Marvin Weusthoff verhindert den Siegtreffer für den gastgebenden ASC Dortmund.

Als in der 90. Minute Maximilian Podehl zum Zuge kommt, wäre es fast um den TuS Ennepetal geschehen. Doch Keeper Marvin Weusthoff verhindert den Siegtreffer für den gastgebenden ASC Dortmund.

Foto: Klaus Pollkläsener / FUNKE Foto Services

Dortmund/Ennepetal.  Ein Remis, was Ennepetals Trainer Thamm zufrieden stellt. Auch weil „die Dortmunder klar die bessere Mannschaft waren“.

Es war irgendwie ein Wechselbad der Gefühle, durch das die Beteiligten im Waldstadion von Aplerbeck mussten. Schließlich endete die Partie des ASC Dortmund gegen den TuS Ennepetal mit einem 1:1 (0:0). Ein Spiel der Fußball-Oberliga, das durchaus hätte jede Mannschaft zum Sieger haben können. „Die Dortmunder waren klar die bessere Mannschaft“, relativiert allerdings Ennepetals Trainer Alexander Thamm, der sich schließlich zufrieden mit dem Remis war. „Wir wollten nicht verlieren. Das war unser Ziel.“

Weltklasse-Parade von Weusthoff

Denn zunächst waren es die Hausherren, die die Begegnung bestimmten. Schließlich kamen die Klutertstädter besser ins Spiel, erarbeiteten sich auch gute Chancen. Nur in der letzten Minute der regulären Spielzeit wären die Bemühungen der Gäste fast über den Haufen geworfen gewesen. Denn Max Podehl hatte das 2:1 aus aussichtsreicher Position auf dem Fuß. Und einmal mehr zeigte sich, wie wichtig Marvin Weusthoff zwischen den Pfosten des TuS Ennepetal ist. „Einer der besten Torhüter der Oberliga“, wie ihn Thamm gerne bezeichnet, hat mit einer Weltklasse-Parade den möglichen Treffer verhindert. Überdies verhinderte kurz danach ein Grätsche von Linos Frölich den möglichen Dortmunder Siegtreffer. Nur wenige Minuten später pfiff Schiedsrichter Lukas Sauer die Partie ab.

ASC-Stürmer freistehend zu hektisch

Vor der Pause hatten die Dortmunder die gefährlicheren Aktionen, optisch bestimmte der ASC das Bild im Waldstadion. Allerdings ergaben sich daraus kaum zwingende Chancen. Was auch daran lag, dass Ennepetal in der Defensive gut stand. Die Innenverteidiger Maik Bollmann und Linus Frölich ließen ebensowenig etwas zu wie auf den Außenbahnen Florian Gerding und Deniz Yasar sowie im zentralen Mittelfeld Hausmann. Wenngleich es doch die eine oder andere Schrecksekunde für die Ennepetaler gab. So als Ermias Simatos freistehend zu hektisch im Ennepetaler Strafraum agiert (14.).

Allerdings waren die Gäste nicht tatenlos, was die Bewegungen nach vorne angeht. Es dauerte aber eine knappe halbe Stunde, ehe Sevag Kherlopian seine Chance hatte. Der Ball zappelte zwar im Netz, doch der Schiedsrichter entschied auf abseits. „Kann gut sein, dass es abseits war. Kann ich nicht beurteilen, dazu stand ich zu weit weg“, so Thamm. Überdies hatte erneut Sevag Kherlopian die Chance zur zu dem Zeitpunkt überraschenden Führung der Gäste. Jan Held, ehemaliger Keeper des TuS, hielt. Das war kurz vor dem Seitenwechsel.

El Youbari markiert 1:1-Ausgleich

Direkt nach dem Seitenwechsel das ähnliche Bild vom überlegenden ASC Dortmund, der sich diesmal zu belohnen schien. Denn nach einem Freistoß ließ Marcel Münzel dem Ennepetaler Keeper keine Chance. Mit dem 1:0 nach 50 Minuten schien das Schicksal gegen die Klutertstädter seinen Lauf zu nehmen. Doch Ennepetal ist nie zu unterschätzen, gerade in solchen Situationen nicht. Fast im Gegenzug hat Robin Gallus den Ausgleich auf dem Fuß. Nur acht Minuten später ist es Kapitän Abdulah El Youbari, der für seine Farben ausglich.

Dortmund verunsichert

Nach dem Ausgleich war Dortmund verunsichert. In dieser Phase hätten wir die Führung erzielen können“, so Thamm, wenngleich er auch zugibt, dass ein daraus resultierte Sieg nicht gerecht gewesen wäre. „Wir haben oft erlebt, dass wir überlegen spielen und nicht gewinnen. warum auch nicht einmal umgekehrt.“ Und in der Tat hatten erneut Robin Gallus, dann Nils Nettersheim – nach einer Flanke von Sevag Kherlopian – und Kherlopian selbst Chancen zur Führung der Ennepetaler gehabt.

Stattdessen in den Schlussminuten gleich zwei Hochkaräter für die Dortmunder. „Eine klasse Parade von Weusthoff und eine tolle Grätsche von Frölich haben uns den Punkt schließlich gerettet“, so Alexander Thamm.

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