Fußball-Bezirksliga

Herdecke-Ende und Voerde haben viele Parallelen

Trainer Frank Henes und die Mannschaft des FC Herdecke-Ende bilden eine starke Gemeinschaft. Darauf legt Henes großen Wert. Es wird also schwer für BW Voerde, beim Aufsteiger zu bestehen.

Trainer Frank Henes und die Mannschaft des FC Herdecke-Ende bilden eine starke Gemeinschaft. Darauf legt Henes großen Wert. Es wird also schwer für BW Voerde, beim Aufsteiger zu bestehen.

Foto: ka

Ennepetal.  So will BW Voerde die Probleme in der Defensive beheben – vielleicht gelingt in Herdecke-Ende der erste Schritt.

In der Fußball-Bezirksliga zeigen FC Herdecke-Ende und Blau-Weiß Voerde einige Parallelen auf. Beide gehörten viele Jahre im Kreis Hagen zum festen Stamm der Fußball-Kreisliga A2. Beide schafften mit einem neuen, engagierten Trainer – Marc Dülm in Voerde, Frank Henes in Herdecke – und runderneuerter Mannschaft nach mehreren Anläufen schließlich den Aufstieg in die Bezirksliga. Am Sonntag treffen die beiden alten Rivalen erstmals auf überkreislicher Ebene aufeinander.

Seitdem Frank Henes und Uwe Hölterhoff als Sportlicher Leiter beziehungsweise Klubchef das Zepter „Am Kalkheck“ schwingen, das ist seit der Saison 2015/16, ist es für den FC nach oben gegangen. Plötzlich ging es nicht mehr um einen Platz in der unteren Tabellenhälfte, sondern um die Spitze. Zweimal Zweiter, zweimal Dritter und schließlich in der Rumpfsaison 2019/20 der erste Tabellenplatz vor TuS Ennepetal II: Das war gut getimt, denn „dank“ Corona musste sich das Team nicht in einer Relegation den Aufstieg erkämpfen.

Erstes Derby auf Bezirksebene

Und auch in der ersten Saison auf Bezirksebene setzen sich die Parallelen zwischen Ende und Voerde fort. Nach fünf Spielen im Aufstiegsjahr lag Blau-Weiß Voerde mit neun Punkten auf Tabellenplatz sieben – Herdecke-Ende steht nach derselben Spielanzahl mit ebenfalls neun Zählern auf Rang sechs. Auch aktuell trennen die beiden nur zwei Punkte und drei Tabellenplätze. Die Partie verspricht also das zu werden, was landläufig als „Spiel auf Augenhöhe“ bezeichnet wird.

Siege gegen den VfB Schwelm, in Hennen und gegen TSK Hohenlimburg stehen auf der Habenseite des FC, nur gegen die beiden Spitzenteams aus Deilinghofen und Gevelsberg gab es Niederlagen. Die Voerder, die in diesem Jahr noch nicht so richtig in Tritt gekommen sind, müssen gewarnt sein.

Unachtsamkeit wird sofort bestraft

Gerade zuletzt gegen den anderen Aufsteiger, TuS Ennepe, gab es für die Blau-Weißen ein böses Erwachen: 0:2-Rückstand nach drei Minuten. „Wenn du nicht fokussiert bist, wirst du vom Gegner bestraft“, stellt Trainer Marco Polo dazu fest, freut sich aber: „Die Jungs haben die richtige Mentalität um jedes Spiel zu drehen.“ Und das gelang ja immerhin – wenn auch erst in letzter Minute mit dem 2:2 am letzten Sonntag.

Das Problem scheint bei den Höhendörflern in dieser Saison in der Defensive zu liegen. Elf Gegentore gab es in sechs Spielen – in der Vorsaison war es nur gut die Hälfte, sechs, und das trotz personell nahezu unveränderter Abwehr. Polo will das so nicht gelten lassen und betont: „Wir haben als Mannschaft zu viele Gegentore kassiert. Wir greifen zusammen an, und wir verteidigen gemeinsam. Für die Art und Weise übernehme ich die Verantwortung.“

Personell noch nichts entschieden

Ob die Mannschaft in Herdecke unverändert auflaufen wird, konnte Voerdes Trainer vor dem Abschlusstraining am Freitagabend noch nicht sagen. „Das liegt wie immer im Bereich des Möglichen“, bleibt er vage. Auf jeden Fall hat sich das Team vorgenommen, die schwache Partie gegen TuS Ennepe vergessen zu machen. Zumindest die vielen Stockfehler und leichten Ballverluste im Aufbauspiel, wie sie auf dem holprigen Rasen Am Tanneneck passiert sind, dürften auf dem Kunstrasen Am Kalkheck nicht geschehen – zumindest nicht zwangsläufig als Platzfehler.

Eines verspricht Marco Polo auch im Namen seines Co-Trainers Dimi Ropkas: „Wir versuchen die Jungs so gut es geht auf den Gegner vorzubereiten.“

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