Basketball-regionalliga

Erste Chance zum Aufstieg soll genutzt werden

Mathias Perl setzt sich hier im Hinspiel gegen die den ehemaligen Schwelmer Max Dohmen durch. Damals gelang den Schwelmern ein knapper Sieg.

Foto: MiSch

Mathias Perl setzt sich hier im Hinspiel gegen die den ehemaligen Schwelmer Max Dohmen durch. Damals gelang den Schwelmern ein knapper Sieg. Foto: MiSch

Schwelm.   Es ist die erste Chance, das vor der Saison erklärte Saisonziel zu erreichen. Mit einem Sieg in Düsseldorf stehen die EN Baskets Schwelm als Meister der Regionalliga fest – und kehren in die ProB zurück.

Es ist kein normales Spiel für die Regionalliga-Basketballer der EN Baskets Schwelm bei den ART Giants Düsseldorf. Es ist das Wiedersehen mit den ehemaligen Schwelmern Max Dohmen und Julius Dücker. Aber vor allen Dingen ist es die erste Chance, den Aufstieg und die damit verbundene Rückkehr in die ProB zu realisieren. Samstag, 19.30 Uhr in der Lütticher Straße in Düsseldorf beginnt mit dem Hochball die Mission Aufstieg für die Mannschaft von Trainer Falk Möller.

Es wäre die Krönung für eine bärenstarke Saison, in der sich die Schwelmer in der schwierigen Regionalliga durchgesetzt hätten. Aber all das Gerede um einen Aufstieg bringt nichts, die Anzeigetafel bleibt leer. Bevor man in Schwelm vom Aufstieg oder gar schon der ProB redet, gibt es noch ein Basketball-Spiel zu spielen. Im Idealfall zu gewinnen. Denn das ist, gegen eine Mannschaft wie die ART Giants aus der Landeshauptstadt alles andere als einfach.

Die Düsseldorfer, die in dieser Saison oft sehr schwankende Leistungen zeigten, sind in den letzten Wochen richtig gut in Fahrt gekommen. Mit starken Individualisten wie dem US-Amerikaner Jeremy Lewis, und den Litauern Dainius Zvinkys oder Paulius Kleiza haben die „Riesen“ gleich drei Spieler, die im Durchschnitt zweistellig punkten. „Das ist eigentlich ein Team, dass etwas weiter nach oben gehört“, kennt EN-Baskets-Trainer Falk Möller die Qualität des Gegners genau. Damit seine Spieler noch einmal ein genaues Bild von ihren Kontrahenten am Samstag bekommen, steht am Freitag noch ein Videostudium an. „Wir bereiten uns aber genau so auf jedes andere Spiel vor“, nimmt Möller Druck von seiner Mannschaft. Und er hat Recht, es ist eben zu aller erst einmal ein Spiel, dass gewonnen werden muss. Und das gegen einen Gegner, der sich im Laufe dieser Saison immer wieder einmal als Wundertüte präsentierte. Mal ein Sieg über das Topteam aus Münster, mal eine Niederlage gegen das abstiegsbedrohte Frintrop. Nicht zu vergessen die beiden Siege gegen die BG Hagen, die genau noch wie Münster versucht, die Schwelmer abzufangen.

Trotz der Klasse des Gegners haben sich die EN Baskets in dieser Woche nicht besonders auf die starken Individualisten vorbereitet. „Wir werden auch dieses Mal wieder versuchen, unsere eigenen Stärken durch zu bringen“, gibt Falk Möller die Marschroute vor.

Ganz ausblenden kann man die Bedeutung des Spiels für die Schwelmer im Vorfeld aber nicht. Auch Möller merkte seinen Schützlingen im Training die Besonderheit der anstehenden Begegnung an. „Die Jungs waren fokussiert, noch ein bisschen konzentrierter als sonst. Wir wollen den Sack in Düsseldorf zu machen“, beschreibt Möller die Eindrücke aus dem Training und das Ziel der Mannschaft. Wohlwissend dass es in der kommenden Woche bei einer Niederlage in Düsseldorf zum Showdown in eigener Halle gegen Münster kommen würde. Ein Umstand, den es für die EN Baskets zu vermeiden gilt.

Speier hilft, wo er nur kann

Leid tun dem Schwelmer Trainer die Zuschauer, die einen möglichen Sieg und den damit verbundenen Titelgewinn aufgrund der mangelnden Kapazitäten in Düsseldorf nicht vor Ort miterleben können. „Das ist einfach Pech, wir hätten unsere Halle wahrscheinlich auch voll bekommen“, so Möller, der aber Verständnis dafür hat, dass die ART Giants die Spielstätte nicht wechseln. Im bedeutenden Spiel in der kleinen Düsseldorfer Halle (300 Zuschauer) wird mit Routinier Kristoffer Speier ein wichtiger Spieler fehlen. „Wir werden das über unseren tiefen Kader kompensieren. Gerade die jungen Spieler haben diese Saison gezeigt, dass man sich auf sie verlassen kann“, so Möller. Speier wird natürlich mit Rat und Tat am Samstag mit von der Partie sein und die Mannschaft unterstützen, wo er kann. Ansonsten haben die Schwelmer keine Verletzungen zu beklagen. „Das will keiner verpassen. Selbst wenn einer ein Wehwehchen hat, würde er es nicht sagen“, beschreibt Möller die Freude auf das Spiel. Ein Spiel, dass es zu gewinnen gilt.

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