Erfolgsfaktor Kendall-Moullin?

Andrew Kendall-Moullin (rechts) soll dem TuS Ennepetal in der Restsaison mit seiner Zweikampfstärke helfen.

Andrew Kendall-Moullin (rechts) soll dem TuS Ennepetal in der Restsaison mit seiner Zweikampfstärke helfen.

Foto: Jens Pommerenke / AirPictures.de / WP

Ennepetal.  Neuzugang aus den USA überzeugt Trainer Alexander Thamm in der Vorbereitung. Am Sonntag steht das erste Pflichtspiel für den TuS Ennepetal an.

Der TuS Ennepetal hat sich in der Winter-Transferperiode vornehm zurückgehalten. Dringenden Grund zum Handeln haben die Verantwortlichen des TuS nach einer soliden Hinrunde nicht gesehen. Mit 24 Punkten stehen die Klutertstädter im gesicherten Mittelfeld der Tabelle. Elf Punkte Abstand hat die Mannschaft von Trainer Alexander Thamm auf den ersten Abstiegsplatz.

Kurz vor Weihnachten tat sich für die sportliche Leitung um Thomas Riedel dann jedoch eine Möglichkeit auf: Ein Scout vermittelte Andrew Kendall-Moullin aus der dritten amerikanischen Liga nach Ennepetal. Schon nach den ersten Trainingseinheiten wurde klar: Die Verpflichtung des US-Amerikaners verstärkt die Mannschaft von Alexander Thamm nicht nur in der Breite. „Er bringt eine Menge Qualität mit. Vor allem, was die Zweikampfhärte und den Spielaufbau anbetrifft“, sagt Ennepetals Übungsleiter über seinen einzigen Winter-Zugang.

Besonders die Zweikampfstärke des 25-Jährigen könnte in der Rückrunde ein entscheidender Faktor für die Elf aus dem Bremenstadion werden. Zu viele Gegentore fing sich Ennepetal in den bisherigen Oberliga-Begegnungen. Der defensive Mittelfeldspieler, der auch in der Innenverteidigung eingesetzt werden kann, soll da Abhilfe schaffen.

„Er bring frischen Wind rein“

„Es ist aber nicht so, als hätten wir eine schlechte Hinrunde gespielt. Und es ist auch nicht so, als hätten wir in der Hinrunde nicht einen Zweikampf gewonnen. Als Trainer sehe ich immer das große Ganze und nicht nur den einzelnen Spieler“, erklärt der Übungsleiter der Blau-Weißen. „Andrew bringt aber einfach frischen Wind in die Mannschaft, es entsteht ein bisschen mehr Konkurrenzkampf. Allein dadurch macht er den Rest der Mannschaft schon ein Stück besser“, erklärt er. „Wenn er seine Mitspieler und die ganze Mannschaft jetzt noch mit seinen spielerischen Qualitäten noch ein Stück besser macht, kann ich als Trainer nur zufrieden sein“, meint der Übungsleiter der Klutertstädter.

Die erste Möglichkeit in diesem Jahr, die Leistung seiner Mannschaft in einem Pflichtspiel zu bewerten, wurde dem Trainer am vergangenen Wochenende jedoch aufgrund der Witterungsbedingungen genommen. Sturm „Sabine“ kam dem Rückrundenauftakt des TuS bei Rot-Weiß Ahlen in die Quere.

„Wir waren alle heiß auf den Start in die Restsaison und waren dann natürlich ein bisschen enttäuscht, als der Spiel abgesagt wurde. Wir hätten uns gerne zum Start direkt mit einem Spitzenteam der Liga gemessen“, so Thamm, der die Entscheidung für die Absage der Begegnung jedoch „vollkommen nachvollziehen“ kann.

„Ein sicherer Ablauf des Spiels wäre nicht zu gewährleisten gewesen, daher war es die richtige Entscheidung, das Spiel zu verlegen“, erklärt der TuS-Coach.

Trainerwechsel bei Hammer SpVg

Statt gegen ein Spitzenteam in die Restsaison zu starten, empfangen die Ennepetaler nun das abgeschlagene Tabellenschlusslicht von der Hammer SpVg am morgigen Sonntag im Bremenstadion. „Bei Hamm herrscht eine hohe personelle Fluktuation. Aufgrund des Trainerwechsels im Winter erwarten wir eine Mannschaft, die ums Überleben kämpft und vielleicht nochmal neue Kräfte freisetzt“, so der TuS-Trainer.

Nach der Hinrunde trennte sich Hamm von seinem Trainer Rene Lewejohann. Für ihn übernimmt Steven Degelmann die Verantwortung auf der Trainerbank. „Wir schauen aber nicht darauf, was in Hamm passiert, sondern wollen unseren Fußball spielen und die ersten Punkte einfahren“, erklärt Thamm.

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