Fußball-Oberliga

Ennepetal will den dritten Platz

Die späte Entscheidung: Dennis Drepper (r.) markiert im Hinspiel in der Nachspielzeit gegen Hamm das 2:0.

Die späte Entscheidung: Dennis Drepper (r.) markiert im Hinspiel in der Nachspielzeit gegen Hamm das 2:0.

Foto: Jens Pommerenke / AirPictures.de

Hamm/Ennepetal.   Trainer Thamm formuliert vor Gastspiel in Hamm das Ziel für seine Mannschaft. Dennis Drepper und Tim Dosedal fehlen beide gelb-gesperrt.

Die Entscheidung über Meisterschaft und Aufstieg in der Fußball-Oberliga sind so gut wie gefällt. Spitzenreiter Schalke II und Vize Haltern dürfte der Sprung in die Regionalliga nicht mehr zu nehmen sein. Dagegen sind es gut und gerne noch elf Mannschaften, die um den Klassenerhalt kämpfen. Nicht dabei ist der TuS Ennepetal. Allerdings treffen die Klutertstädter in den verbleibenden zehn Begegnungen der Saison achtmal auf Teams, die sich im Abstiegskampf befinden. Eine Mannschaft davon ist die Hammer SpVg, der sonntägliche Gastgeber des TuS Ennepetal.

Knapp außerhalb der Abstiegszone

Hamm ist Drittletzter und damit mal so gerade eben außerhalb der Abstiegszone. Nur zwei Treffer trennen die HSVler vom punktgleichen Vorletzten Gütersloh. Da der TuS Ennepetal das Hinspiel mit 2:0 gewonnen hat, könnte man auf die fatale Idee kommen, Ennepetal reise favorisiert nach Hamm. Doch das ist beileibe nicht so. Zumal sich Ennepetal im Hinspiel ausgesprochen schwer getan hat, eine gute Stunde das schlechtere Team stellte und erst dann mit der ersten Chance den ersten Treffer markieret. Einen langen Ball von Keeper Marvin Weusthoff wusste Dennis Drepper aufzunehmen und einen Sololauf mit dem Treffer zu vollenden. Erst in der Nachspielzeit gelang der 2:0-Endstand – erneut durch Dennis Drepper. Ergo muss der TuS Ennepetal gewarnt sein.

„Wir sind auf der Hut, werden aufpassen müssen, wie Hamm agieren wird“, sagt auch TuS-Trainer Alexander Thamm. „Hamm hat sich bei uns als ausgesprochen spielstark präsentiert. Am Sonntag wird eine kampfstarke Mannschaft, die gegen den Abstieg spielt, uns gegenüber stehen.“

Zu diesem Spiel fehlt Dennis Drepper, der nach jüngster Verwarnung eine Gelb-Sperre abbrummen muss. Das gilt auch für Tim Dosedal. So muss Alexander Thamm umbauen. Insbesondere die Viererkette, die zuletzt mit dem Routinier Dosedal sowie innen mit Stefan Siepmann und außen mit Florian Gerding und Deniz Yasar sehr gut funktioniert hat. „Es wird sich kurzfristig und nach dem Abschlusstraining entscheiden, wie wir in der Defensive auflaufen werden“, so Thamm. Das gilt sowohl personell als auch taktisch. Denn neben der Viererkette kann sich der Ennepetaler Trainer durchaus auch vorstellen, mit drei, aber auch mit fünf defensiven Spielern in der hinteren Kette zu agieren. Gleiches gilt auch dafür, wie sich der TuS Ennepetal im Abgriff aufstellen wird, wie die Lücke von Dennis Drepper gefüllt wird.

Erster Sieg nach acht Spielen?

So oder so: Ennepetal will endlich den ersten Sieg seit acht Spielen, will wieder oben angreifen. Nicht, dass einer der Aufstiegsränge zum Ziel erkoren wird. Im Ennepetaler Lager ist man realistisch genug, um diese Platzierung nicht als realistisch anzusehen ist. Aber: „Wir wollen Dritter werden“, formuliert Alexander Thamm. Und der Vierte TuS Ennepetal hat lediglich drei Zähler und sechs Treffer Rückstand zum Dritten Westfalia Rhynern. Ein Ziel, dass durchaus im Bereich des möglich Erreichbaren für die Klutertstädter liegt.

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