Fußball-Oberliga

Ennepetal im neunten Spiel sieglos

Als Florian Gerding zum 2:3 verkürzt, keimt beim TuS Ennepetal Hoffnung auf.

Als Florian Gerding zum 2:3 verkürzt, keimt beim TuS Ennepetal Hoffnung auf.

Foto: Marinko Prša

Hamm/Ennepetal.   In Hamm verpennen die Gäste 20 Minuten und leisten sich einen Abwehrschnitzer – das reicht zur 2:3-Niederlage trotz großer Chancen.ö

Im laufenden Kalenderjahr hat der TuS Ennepetal noch keinen Sieg in der Fußball-Oberliga erringen können. Der letzte dreifache Punktgewinn datiert gar vom 2. Dezember. Mittlerweile sind es neun Liga-Spiel in Folge ohne Sieg – bei zwei Remis. Und am Sonntag behielt die gastgebende Hammer SpVg mit 3:2 (3:1) die Oberhand. Die Distanz zum dritten Platz, den die Klutertstädter nun erreichen wollen, ist um einen Rang verschlechtert und auf sechs Punkte zu Rhynern angewachsen.

Einstellung wieder top

Und wieder mal war es ein Spiel, nach dem der Ennepetaler Trainer Alexander Thamm seinen Jungs in puncto Einstellung keinerlei Vorwürfe machen kann und will. Denn die Ennepetaler haben sich nie aufgegeben, haben immer wieder das Tor der Gastgeber angerannte, hatten nach dem Pausenrückstand etliche Chance, zu verkürzen, den Ausgleich zu erzielen oder gar alle drei Punkte aus Hamm zur entführen. Doch es blieb beim Kopfballtor von Florian Gerding nach einer guten Stunde. Zum zwischenzeitlichen 1:2 (37.) hatte Nils Nettersheim getroffen.

„Das geht schon seit Anfang Dezember so. In allen bisher neun Spielen in Folge, in denen wird nicht gewonnen haben, war die Einstellung der Jungs top“, so Alexander Thamm. „Uns fehlt einfach das Quäntchen Glück, was wir in der Hinserie hatten. Wir machen schließlich nichts anderes, als wir es in der Hinrunde getan haben.“

Alexander Thamm musste die Startelf umbauen. Vor Keeper Marvin Weusthoff spielten in der Viererkette innen Stefan Siepmann und Eigengewächs Linus Frölich. Außen Florian Gerling und Emanuel Dialundama. Die Abwehr stand durchaus stabil, hatte bei den Gegentreffern kaum eine Chance zur Abwehr. Nur beim 1:3 gab es einen Blackout in der Defensive. „Dieser Fehler in der Abstimmung sowie die ersten 20 Minuten, die wir komplett verpennt haben, haben Hamm schließlich den Sieg gebracht“, so Thamm.

Und so hatten die Ennepetaler tatsächlich in den weiteren 70 Minuten mehr vom Spiel. Tatsächlich agierte Hamm etwas nervöser, nachdem Nettersheim zum 1:2 verkürzt hatte. Auf der Doppel-Sechs agierten Conor Agnew und Botan Mermer solide nach hinten, mit vielen Impulsen nach vorne. Das Mittelfeld mit Ibrahim Lahchaychi, Simon Rudnik und Kapitän Abdulah El Youbari trug die Angriffe weiter nach vorne, wo Nils Nettersheim lauerte.

Es waren Agnew und der in der 51. Minute eingewechselte Dylan Oberlies, die sich gleich vier gute Einschuss-Möglichkeiten teilten. Oberlies agierte zunächst in der Innenverteidigung. Er kam für Frölich, der sich kurz vor dem Wechsel eine Verwarnung eingehandelt hatte. Oberlies spielte solide hinten, ließ nichts zu und erst in den letzten fünf Minuten des Spiels, als Ennepetal alles öffnete, schaltete er sich stark in die Offensive ein – wie übrigens auch Keeper Marvin Weusthoff, der mit dem Mute der Verzweiflung versuchte, für seine Mannschaft vielleicht doch noch einen Treffer zu erzielen, um die Begegnung bei der abstiegsgefährdeten Spielvereinigung zu drehen.

In den Schlussminute und in der Nachspielzeit versuchte es El Youbari mit einem Fernschuss, Nettersheim stand günstig, scheiterte an der vielbeinigen Abwehr der Gastgeber, per Flugkopfball wäre Oberlies fast zum Erfolg gekommen. Aber eben nur fast, so dass die Punkte erneut nicht noch Ennepetal gingen . . .

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