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Ein Topspiel mit vielen Geschichten

Genau das will Trainer Falk Möller am Freitagabend unterbinden: Frei Würfe der Hagener Scharfschützen um den EX-Schwelmer Dominique Crawford.

Foto: Jens Pommerenke / AirPictures.de

Genau das will Trainer Falk Möller am Freitagabend unterbinden: Frei Würfe der Hagener Scharfschützen um den EX-Schwelmer Dominique Crawford. Foto: Jens Pommerenke / AirPictures.de

Schwelm.   Es ist das Duell der beiden bestplatzierten Mannschaften, es ist ein Nachbarschaftsduell, es ist das Spiel gegen den Ex-Schwelmer Crawford – aber vor allen Dingen ist es das absolute Topspiel der 1.Basketball-Regionalliga.

Es ist das Duell der beiden bestplatzierten Mannschaften, es ist ein Nachbarschaftsduell, es ist das Spiel gegen den Ex-Schwelmer Crawford – aber vor allen Dingen ist es das absolute Topspiel der 1.Basketball-Regionalliga. Viel steckt in der Partie für die EN Baskets Schwelm bei der BG Hagen am heutigen Abend in der traditionsreichen Hagener Ischelandhalle. Erster gegen Zweiter, Derby, die Chance, die Pleite vor eigenem Publikum ausmerzen – Basketballherz, was willst du mehr?

Auch für Baskets-Trainer Falk Möller ist das Duell mit der nach dem Rückzug von Phoenix Hagen aktuellen Nummer eins im Hagener Basketball etwas Besonderes. Mehrmals in der Woche steht Möller in der Halle und trainiert die Junioren von Phoenix Hagen. Er kennt die Atmosphäre, die bei Spielen in der Ischelandhalle entstehen kann. Und er freut sich auf eben diese: „Mich pusht das immer, ich weiß auch, dass die Spieler sich darauf freuen“, beschreibt er seine Vorfreude auf die wahrscheinlich vollbesetzte Tribüne.

Crawford will aufsteigen

Respekt hat Möller vor dem Gegner ebenfalls eine Menge. Besonders warnt er vor der starken Quote der Hagener fernab der Dreierlinie. „Sie haben viele treffsichere Schützen, sind generell stark besetzt auf den kleinen Positionen“, sieht der Schwelmer Trainer die Hagener Qualitäten. Einer dieser Spieler auf den „kleinen Positionen“ im Aufbau ist der Ex-Schwelmer Dominique Crawford. Der US-Amerikaner war in der vergangenen Saison noch im Schwelmer Trikot aktiv, konnte aber auch nicht den Abstieg in die Regionalliga verhindern und ist seitdem für die BG aktiv. Sein erklärtes Ziel mit den Volmestädtern ist der Aufstieg, seine Zeit in der Kreisstadt ist Geschichte: „Schwelm ist für mich Vergangenheit, aus der aktuellen Mannschaft kenne ich ohnehin nur noch zwei, drei Spieler“, sagt er, „mein Fokus gilt ganz der BG.“

Eben diese BG spielt eine bärenstarke Saison, steht punktgleich mit den Schwelmern an der Spitze der Tabelle. EN-Baskets-Trainer Falk Möller weiß gar nicht genau, welche Spieler er alles aus dem starken Hagener Kader hervorheben soll. „Vytautas, Crawford oder die beiden Zahariev-Zwillinge sind immer gefährlich.“ Gefordert wird also viel Laufarbeit, um die starken Schützen nicht zu oft frei zum Wurf kommen zu lassen. Einen Vorteil sieht der professionelle Basketballtrainer bei seiner Mannschaft auf den Positionen unter dem Korb. „Wir setzen klar auf unseren Vorteil am Brett“, gibt er die Marschroute für das Topspiel heute Abend aus.

Eine endgültige Entscheidung ist bei der engen Tabellensituation nicht zu erwarten, der Gewinner übernimmt aber vorerst die Spitzenposition in der Regionalliga. Fünf Spieltage vor Saisonende ist das natürlich die perfekte Ausgangslage. Möller sieht ein richtungsweisendes Spiel für beide Mannschaften, vermeidet aber – ähnlich wie Dominique Crawford – den Begriff Vorentscheidung, der auf das Restprogramm beider Teams verweist: „Die Liga ist unberechenbar, in fünf Spielen kann alles passieren.“

Zwei Busse reisen aus Schwelm an

Fehlen wird den EN Baskets der Belgier Gael Hulsen der weiterhin mit einem Mittelhandbruch ausfällt. Ansonsten stehen den Schwelmern der komplette Kader zur Verfügung. Baskets-Geschäftsführer Omar Rahim möchte mit seiner Mannschaft die Pleite aus dem Hinspiel wett machen. „Wir sind seitdem eine andere Mannschaft“, gibt sich Rahim selbstbewusst.

In Hagen rechnet er mit „1400 bis 1600 Zuschauen“ und zählt dabei natürlich auch auf die Unterstützung vieler Schwelmer. „Die Unterstützung durch unsere Fans war in den vergangenen Wochen, eigentlich sogar schon in der gesamten Saison, absolute überragend“, ist Rahim begeistert von den eigenen Fans. Diese werden die kurze Anreise in die Volmestadt unter anderem mit zwei extra eingesetzten Bussen antreten, darüber hinaus dürften auch viele Schwelmer privat nach Hagen fahren. Der Geschäftsführer freut sich auf ein „absolutes Basketballfest“ an der Volme. Nervosität ist bei den Schwelmer Verantwortlichen in jedem Fall nicht zu merken. „Anspannung ja, Nervosität nein“, so der einhellige Tenor.

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