Fußball

Dülm ärgert sich über mauen Voerder Auftritt

In dieser Szene konnte sich Adrian Kaftan gegen Elvin Kljajic vom ETuS Schwerte durchsetzen. Insgesamt aber treten die Voerder im Nachholspiel aber zu fahrig auf und dürfen sich am Ende bei Marc Kiewitt bedanken, dass es gegen die abstiegsbedrohten Gäste zumindest einen Punkt gab.

In dieser Szene konnte sich Adrian Kaftan gegen Elvin Kljajic vom ETuS Schwerte durchsetzen. Insgesamt aber treten die Voerder im Nachholspiel aber zu fahrig auf und dürfen sich am Ende bei Marc Kiewitt bedanken, dass es gegen die abstiegsbedrohten Gäste zumindest einen Punkt gab.

Foto: Jens Pommerenke / AirPictures.de

Ennepetal.   Marc Dülm, Trainer des Fußball-Bezirksligisten BW Voerde, war nicht besonders gut auf die Leistung seines Teams zu sprechen.

„Wir sind mit einem blauen Auge davon gekommen.“ So lautet das Fazit von Marc Dülm, Trainer des FC Blau-Weiß Voerde, nach dem 1:1-Remis im Nachholspiel der Fußball-Bezirksliga gegen ETuS DJK Schwerte. Das Minimalziel, den Abstand zu den Ruhrstädtern zu halten, war am Ende erreicht, wenngleich Dülm zugibt: „Das war weniger als wenig. Eigentlich hätten wir den Zuschauern das Eintrittsgeld zurückzahlen müssen.“

Ja, es war ein glücklicher Punktgewinn für den Aufsteiger, dessen junge Mannschaft sich nicht zum ersten Mal den Schneid hatte abkaufen lassen. Deutlich zu spüren war, dass die Schwerter wussten worum es geht. Sie haben den Abstiegskampf angenommen, zu dem nun einmal Beißen, Kratzen und Kämpfen gehört. „Sie haben unangenehm, nicht gut, aber auch nicht allzu unfair gespielt“, attestiert Dülm dem Gegner, bei dem am Ende acht Verwarnungen und zwei Gelbrote Karten auf dem Spielbericht standen.

Die Voerder machten den Fehler, dass sie sich auf den verbalen Schlagabtausch einließen und sich mehr auf den Schiedsrichter und individuelle Scharmützel einließen, statt sich aufs Fußballspielen zu konzentrieren. Allerdings hatte Marc Dülm auch kurz vor dem Spiel noch die Absagen von wichtigen Akteuren wie Julian Wantia und Flemming Monse verkraften müssen. Da auch Mats Völlmecke fehlte, war die Mittelfeldachse gesprengt, musste Dülm improvisieren. Dabei kam ihm zusätzlich in die Quere, dass auch Jannis Pflüger und Stefan Pietzyk grippekrank passen mussten. Die Folge war eine schlechte Staffelung. Und zu guter Letzt musste der BW-Coach Mitte der zweiten Halbzeit auch noch seinen Kapitän Marius Hornschuh verletzt auswechseln.

Zwei Ampelkarten für Schwerte

In die Karten spielte den Schwertern, dass sie schon früh – ausgerechnet durch den einstigen Dülm-Zögling Tobias Felgner – in Führung gingen. Mit Mann und Maus verteidigten sie danach den Vorsprung – in der letzten halben Stunde sogar mit nur acht Feldspielern, nachdem die beiden Bosnier Klasic und Smajlovic die Ampelkarte gesehen hatten. Am Ende kämpften sie tapfer um die ihnen winkenden drei Punkte und versuchten, den Strafraum zu verrammeln. Doch drei Minuten vor dem Ende gelang Tuna Dülger von rechts eine Flanke an den Strafraumrand. Dort stand Marc Kiewitt und wuchtete das Leder mit dem Kopf zum erlösenden Ausgleich ins lange Eck.

Durch den Punktgewinn in fast letzter Minute stehen die Voerder weiter im gesicherten Mittelfeld der Liga. Kein Beinbruch also, dass man im Nachholspiel nicht direkt dreifach punktete. Ohnehin wird es noch einige Tage dauern, bis das Tabellenbild der Bezirksliga gerade gerückt ist. Wetter, Deilinghofen-Sundwig, Geisecke, Voerde, Fortuna und Türkiyemspor Hagen sowie der SV Bommern haben allesamt noch ein oder gar mehrere Nachholspiele vor sich, erst gegen Ende März dürfte die Tabelle wieder gerade gerückt sein – wenn bis dahin auch alle Spiele stattfinden können.

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