Distanzreiten

Die Titel für Westfalen und für NRW gehen nach Schwelm

Stefan Mönninghoff mit „Princess“. Sie sind Westfalen- und NRW-Meister im Distanzreiten in der abgelaufenen Saison.

Stefan Mönninghoff mit „Princess“. Sie sind Westfalen- und NRW-Meister im Distanzreiten in der abgelaufenen Saison.

Foto: Peter Görtzen

Schwelm/Rietberg.  Drei „Silber“ gab es bisher, jetzt eine vorläufige Krönung der Laufbahn im Distanzreiten. Stefan Mönninghoff ist Meister in Westfalen und in NRW.

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Der Blickkontakt riss nicht ab. Die Zweitplatzierte der NRW-Meisterschaft musterte den Sieger. Zeige- und Mittelfinger bewegen sich hin und her, sie deuten auf ihre Augen, dann auf seine. „Ich habe Dich im Blick. Ich mache Dir die kommende Meisterschaft streitig“ scheint diese nonverbale Kommunikation zu bedeuten. Ein Motivationsschub. Und es bedeutet für den Schwelmer Distanzreiter Stefan Mönninghoff, dass er nicht zum Höhepunkt seiner Laufbahn abtritt. Nein, keineswegs, er wird auch in der kommenden Saison weitermachen. Die beiden Titelgewinne zur Meisterschaften in NRW und in Westfalen spornen nur an. Zumal er mit „Princess“ auch die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft in der Tasche hatte.

Einladung sagt nichts über Platzierung

Die Einladung alleine zum Regionaltreffen der Distanzreiter in Rietberg-Mastholte war bereits eine Ehre für sich für den Bankkaufmann. „Damit war auch offiziell klar, dass ich unter den besten zehn Distanzreiter sowohl in Westfalen als auch in Nordrhein-Westfalen bin“, so Mönninghoff. Doch welcher Platz es genau sein sollte, dass wusste keiner der geladenen Sportlerinnen und Sportler. Ebenso wenig die geladenen Distanzritt-Veranstalter, Tierärzte, die Distanzjugend sowie alle Interessierten. Lediglich eingeweihte Funktionäre wussten über die Platzierungen Bescheid.

Klar, Stefan Mönninghoff und die weiteren Konkurrentinnen und Konkurrenten hätten sich in etwa ausrechen können, wo sie am Ende der langen Saison in der Gesamtplatzierung landen würden. Ja, in etwa. Denn die Faktoren setzten sich zusammen zum einen aus den Platzierungen. Die fünf besten Ritte im Laufe der Saison kommen in die Wertung, die in Westfalen beziehungsweise in Nordrhein-Westfalen erreichten worden sind. Ein weiterer Punkt ist, wie viele Ritte über welche Distanz bewältigt worden sind. Immerhin sollen es vier Langstrecken, die mehr als 81 Kilometer zählen, dabei sein. „Da kann man während der Veranstaltung zunächst nur mutmaßen, in welcher Platzierungsregion man selbst gelandet ist“, so Mönninghoff.

DM der nächste Höhepunkt

Dass es gleich der zweifache Titelgewinn für den Schwelmer geworden ist, erfreut ihn umso mehr. Dreimal hat Stefan Mönninghoff bereits Vize-Meisterschaften erreichen können. Zweimal mit „Double You“, einmal mit „Princess“. Die Titel von Westfalen und NRW können daher durchaus als Krönung der bisherigen Laufbahn gewertet werden. Klar, ein Höhepunkt. Doch es wird weiter gehen. Nicht nur, weil der intensive Blickkontakt einer Konkurrentin Mönninghoff heraus fordert.

Denn im kommenden Jahr ist der Feiertag Fronleichnam für Stefan Mönninghoff ganz dick angestrichen. Dann geht die Deutsche Meisterschaft der Distanzreiter in Szene. Im bayerischen Babenhausen. „Alleine schon die Qualifikation ist eine riesen Sache. Da freue ich mich tierisch drauf“, so Stefan Mönninghoff, der mit dem englischen Vollblüter „Princess“ an den Start gehen wird. Für „Double You“, der in der abgelaufenen Saison noch den einen oder anderen erfolgreichen Ritt bestritten hatte, wird das zu viel. „Der alte Mann bleibt bei uns auf der Wiese“, lacht Mönninghoff. Ein Lachen aus Dankbarkeit und in Anerkennung für die tollen Leistungen von „Double You“.

Einige Trainingseinheiten

Jedenfalls ist jetzt erst mal Wettkampf-Pause. Die eine oder andere Trainingseinheit gibt es. Schließlich wollen weder Pferd noch Reiter einrosten Und Stefan Mönninghoff, der 1994 mit dem Distanzreiten begonnen hat, kann nicht genug bekommen.

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