28-Jähriger von Phoenix Hagen spielt auf Leihbasis für Schwelm

Benni Rust zurück bei den Baskets

Foto: WR

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Benjamin Rust ist wieder ein Schwelmer - zumindest übergangsweise. Heute einigten sich die Baskets nund Phoenix Hagen über ein Geschäft auf Leihbasis. Der 28-jährige Flügelspieler wird bis Ende der Saison für Schwelm spielen.

Die Schwelmer haben die Gelegenheit beim Schopf ergriffen, nachdem bekannt geworden war, dass Rust in den Planungen des ProA-Zweitligisten aus Hagen keine Rolle mehr spielt. Trainer Ingo Freyer hatte ihn aus der Rotation genommen. Schnell waren die Kontakte zwischen Baskets-Coach Raphael Wilder und Phoenix-Manager Oliver Herkelmann geknüpft.

Rust hat noch einen Vertrag bei den Hagenern bis zum Sommer. "Alle Parteien haben einen großen Schritt aufeinander zugetan," sagte Wilder. Somit können die Schwelmer nun zu günstigen Konditionen ihren Kader um einen erfahrenen Spieler ergänzen. Rust war noch Zuschauer bei der Schwelmer 76:95-Pleite bei BG Hagen am 14. Dezember gewesen. "Es fehlt eine Alternative auf dem Flügel", hatte er damals im Gespräch mit der Westfälischen Rundschau erkannt. Damals noch ohne zu ahnen, dass er selbst schon im nächsten Meisterschaftsspiel eben diese Alternative sein würde. Am Samstag erwarten die Baskets um 19.30 Uhr den BBV Hagen. Bis dahin sollte die Spielberechtigung für Rust vorliegen.

"Von der Qualität her ein Startspieler"

Rust, an dem auch ProB-Zweitligist Essen Interesse gezeigt hatte, war bereits am Mittwoch beim Baskets-Training mit von der Partie. Nachdem er bei Phoenix in dieser Saison nicht erste Wahl war, wird sich laut Wilder nun zeigen müssen, wie schnell der 28-Jährige die Systeme lernt, seine Form findet und lernt, wieder Verantwortung zu übernehmen. "Von der Qualität und vom Können her ist Benni in unserer Mannschaft sicherlich ein Startspieler. Wir werden am Samstag sehen, ob dies auch der Fall sein wird", so Wilder. Da Rust ein gestandener Spieler ist, sei das Risiko für die Baskets bei seiner Verpflichtung äußerst gering", so Wilder weiter.

Möglich erscheint auch eine Verpflichtung über die Saison hinaus. Sollte Rust seine Leistung bringen und Schwelm tatsächlich der Sprung in die ProB gelingen, wo noch mehr deutsche Spieler gebraucht werden, wäre er eine gute Option auf die Position eines Leistungsträgers in Schwelm. "Darüber haben wir auch schon gesprochen. Ich gehe davon aus, dass wir aufsteigen", so der jetzt in Hagen wohnende gebürtige Wuppertaler. Doch das ist noch Zukunftsmusik.

Zunächst soll der Titel her. Angesichts des geschmolzenen Vorsprungs des Spitzenreiters erfolgte Rusts Verpflichtung laut Wilder "zu einem guten Zeitpunkt, um Impulse zu setzen". Das scheint auch die Mannschaft so zu sehen. Jedenfalls wirkte sie nach den Eindrücken ihres Trainers beim Training mit Rust schon richtig motiviert. Und Benni Rust selbst geht das "Wir" ganz selbstverständlich von den Lippen. Er sagt: "Für mich war klar, dass nur Schwelm in Frage kommt, wenn ich schon zwei Ligen tiefer spiele." Ausschlaggebend sei dabei die Aufstiegsoption gewesen.

Gegen BBV Hagen schon eine wichtige Alternativ

Speziell gegen den BBV Hagen wird Rust als Alternative schon wichtig sein. Denn der Tabellenvierte hat zurzeit einen Lauf, kann befreit aufspielen und stellt eine sehr starke erste Fünf. Dazu zählt auch Roman Hogräfer, der in der letzten Spielzeit bei Phoenix Hagen noch Startspieler war. Sein Backup auf der Bank seinerzeit: Benjamin Rust. In der zweiten Saisonhälfte wechselten übrigens die Rollen der beiden Freunde. "Es ist schon witzig, dass ich gleich im ersten Spiel auf Roman treffe", sagt Rust.

Zu beachten sind beim BBV auch Jason Price, der junge Fabian Gentgen und Chris Harris, Cousin von Schwelms Whitney Harris. Zudem kann BBV-Trainer Adam Fiedler, einst aktiv beteiligt am Schwelmer Zweitligaaufstieg, auf starke Leute von der Bank bauen wie seinen Sohn Marco, der bei Schwelms Sponsor Tepass&Seiz eine Lehre absolviert, oder Daniel Poerschke. Er ist einer von vielen Hagenern, die aus der Distanz zu treffen verstehen. Hierauf muss die Schwelmer Deckung ihr Augenmerk setzen.

Einen Wunsch hat Benjamin Rust noch für seinen ersten Auftritt im Schwelmer Dress nach zweieinhalb Jahren Unterbrechung: "Ich hoffe auf eine Stimmung in der Halle wie früher." Die letzten freien Plätze sollten durch seine Rückkehr doch irgendwie zu füllen sein. Karten gibt's noch an der Abendkasse.

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