Fußball-Bezirksliga

Bedenkliche Entwicklung in Voerde

Skeptisch verfolgt Lars Möske, Trainer des Fußball-Bezirksligisten BW Voerde, das Geschehen auf dem Rasen am Tanneneck. Am Sonntag verlieren die Ennepetaler gegen den abstiegsgefährdeten ASSV Letmathe.

Skeptisch verfolgt Lars Möske, Trainer des Fußball-Bezirksligisten BW Voerde, das Geschehen auf dem Rasen am Tanneneck. Am Sonntag verlieren die Ennepetaler gegen den abstiegsgefährdeten ASSV Letmathe.

Foto: Marinko Prša

Ennepetal.  Grandioser Hinrunde folgt schwierige Rückserie. Lars Möske und sein Trainerteam stehen vor einem Rätsel. Abstiegsgefahr ist kein Thema.

Was ist los mit dem FC Blau-Weiß Voerde. Nach einer grandiosen Hinrunde mit 27 Punkten aus 14 Spielen hakt es in der Rückrunde in der Fußball-Bezirksliga bedenklich. Ganze sieben Zähler und 11:17 Tore aus acht Begegnungen sind die bisherige Ausbeute. Das Trainerteam um „Chef“ Lars Möske steht vor einem Rätsel. Sein Spontanausruf „Was ist los mit Euch“, nach dem Treffer zum 0:1 gegen den abstiegsgefährdeten ASSV Letmathe am Sonntag ist da irgendwie symptomatisch.

Enttäuschung macht sich breit

Enttäuschung macht sich breit – und Ratlosigkeit. „Ich bin laut geworden, und ich habe es mit Streicheleinheiten versucht“, sagt Möske, der seine Jungs zuletzt sogar zum gemeinsamen Eisessen eingeladen hat. Auf dem Platz hat das nichts genützt: Ein Punkt aus den letzten fünf Spielen, 5:14 Tore.

Dabei hatten sich die Spieler Woche für Woche vorgenommen, die Negativserie zu beenden. Die Verletzungsserie will Trainer Lars Möske nicht ständig als Grund gelten lassen. Natürlich ist ein Oberliga erfahrender Sinan Hajra, der seit einem halben Jahr fehlt (und in dieser Saison auch nicht mehr spielen wird), ein Ausfall, der weh tut. Sicher schmerzt auch die Verletzung von Tobias Schipnik, der am 17. Februar sein letztes „halbes“ Spiel absolvierte und bis zum Saisonende auch kaum zurückkommen wird. Immerhin half er am Sonntag als Mannschaftsbetreuer aus. Aber der Kader ist eigentlich qualitativ und quantitativ so groß, dass Spiele wie am Sonntag gegen die abstiegsbedrohten Letmather oder davor in Schwelm und in Geisecke nicht verloren werden müssen.

Lars Möske bemüht sich um eine Analyse, tut sich aber schwer damit. Gut nur, dass seine Mannschaft eine tolle Hinrunde gespielt hat und da den Grundstein für ein weiteres, das dritte Jahr Bezirksliga gelegt hat. „Nein, in Abstiegsgefahr dürften wir nicht mehr geraten“, ist auch Möske überzeugt. „Ob wir am Ende Sechster oder Zwölfter werden, ist dann auch nicht so entscheidend.“ Derzeit halten sich die Blau-Weißen mit drei Punkten Vorsprung auf den VfB Schwelm auf Rang sechs.

Aber in den nächsten Wochen stehen schwere Spiele auf dem Plan: Erst beim Ligadritten RW Lüdenscheid, dann beim Primus Spvg. Hagen 11 und schließlich das Derby gegen den FSV Gevelsberg. Der Weg nach unten in der Tabelle ist vorgezeichnet, wenn nichts Überraschendes passiert. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt: Für Überraschungen waren die Voerder bisher ja immer irgendwann gut – positiv wie negativ.

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