Schwelm. Die EN Baskets treffen auf den Tabellennachbarn. Der Gegner ist stark, aber verstecken müssen sich die Schwelmer Basketballer nicht.

Wenn man Stephan Völkel fragt, wieso das Heimspiel der EN Baskets Schwelm am Samstag gegen die SBB Baskets Wolmirstedt (19.30 Uhr) ein ganz besonderes ist, bekommt man eine überraschende Antwort: „Ist es nicht“, antwortet der Geschäftsführer der ProB-Basketballer. Und trotzdem findet Völkel schnell viele Gründe, warum sich das Kommen für die Zuschauerinnen und Zuschauer lohnen wird. Rein sportlich erwartet die Schwelmer eine besondere Herausforderung, schließlich sind die stark besetzten Gäste aus Sachsen-Anhalt deutlich besser als es ihr bisheriger Tabellenplatz aussagt.

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Fünf Siege, vier Niederlagen aus neun Spielen: So lautet nicht nur die Bilanz der EN Baskets, auch die SBB Baskets Wolmirstedt stehen mit dieser Bilanz gleichauf mit dem Team von Schwelms Trainer Falk Möller. Überraschend ist das, schließlich stehen im Kader der Wolmirstedter eine ganze Vielzahl von starken Spielern zur Verfügung. Gleich fünf Akteure punkten im Schnitt zweistellig, in den verschiedenen Spielen trumpfen immer wieder andere Akteure auf. Leicht auszurechnen sind die SBB Baskets deshalb entsprechend nicht. „Genau das ist das Problem“, weiß Möller.

Schwelm ist gegen Wolmirstedt eher der Außenseiter

Anders als noch in der Vorwoche gegen die Rostock Seawolves sieht er sein Team nicht in der Favoritenrolle, die er vehement zum Gegner aus Wolmirstedt schiebt. Die verfügen auf allen Positionen über das nötige Spielermaterial, in dieser Saison noch ein gewichtiges Wort um die vorderen Plätze mitzusprechen oder, was für die Wolmirstedter sicher wichtiger sein wird, einen tiefen Lauf in den Playoffs hinzulegen. Bill Borekambi ist ein immens erfahrener ProB-Spieler, mit Fabien Kondo bildet er ein schwer zu stoppendes Center-Duo. Doch auch aus dem Backcourt besteht Gefahr, der vor dieser Saison aus Bernau nach Wolmirstedt gewechselte Marc Friederici und Lennard Winter gelten als starke Schützen von der Dreierlinie und gute .

Ein Spieler dreht bei Schwelm ganz besonders auf

Angesichts dieser Herausforderungen könnte einem fast schon angst und bange werden um die Schwelmer – wenn die sich nicht aktuell in guter Verfassung befinden und laut Möller immer besser zueinander finden würden. „Wenn wir das abrufen, was wir drauf haben, sind wir schwer zu schlagen“, weiß der Schwelmer Trainer. Jüngste Beweise dafür lieferte sein Team in den Partien gegen die ambitionierten Klubs aus Leverkusen und Köln.

Wenn wir das abrufen, was wir drauf haben, sind wir schwer zu schlagen.
Falk Möller, Trainer der EN Baskets Schwelm

Neben der guten Teamchemie ist vor allem ein Spieler aktuell in einer blendenden Verfassung: Robert Merz. Mal besticht der 23-Jährige durch Steals, mal sammelt er viele Rebounds ein und immer öfter besticht der Shooting Guard durch sein gutes Spiel und starke Zahlen in allen Bereichen. Der Schritt vom damaligen ProA-Ligisten zu den EN Baskets Anfang dieses Jahres hat Merz gutgetan, in Schwelm hat er sich zu einem echten Führungsspieler entwickelt. Gegen Rostock beeindruckte Merz mit einem Double-Double, gegen Itzehoe, die BSW Sixers oder Ibbenbüren war jeweils nah dran.

Allein ihm beim Basketballspielen zusehen zu können, rechtfertigt den Eintrittspreis bei den EN Baskets. Aber da gibt es laut Völkel ja noch „1000 gute Gründe“. „Jedes unserer Heimspiele ist besonders, wer Spitzensport sehen möchte, ist bei uns richtig“, sagt der Geschäftsführer. Womit klar ist, dass auch das kommende Spiel gegen die SBB Baskets für ihn dann doch auch wieder ein besonderes ist.