Ennepetal. Zuletzt lief es alles andere als optimal für die Verbandsligahandballer. Ein Sieg gegen den Aufsteiger ist fast schon Pflicht.

Nach einer dreiwöchigen Pause stehen die Verbandsligahandballer der TG Voerde vor einem richtungsweisenden Jahresendspurt. Den Auftakt macht das Heimspiel am Sonntagabend um 17 Uhr gegen den DJK SG Bösperde. Aus den letzten fünf Partien holten die Voerder nur zwei Zähler und stehen inzwischen auf Tabellenplatz elf. Die Gäste haben zwei Spiele mehr absolviert und weisen dabei einen Zähler mehr auf als die TGV. „Wir werden alles daran setzen, dieses Heimspiel zu gewinnen und uns wieder nach vorne zu arbeiten“, sagt Trainer Kai Henning.

+ + + Du willst wissen, was im lokalen Sport in Schwelm, Gevelsberg und Ennepetal, in Wetter und Herdecke sowie in Hagen passiert? Melde Dich hier zum kostenlosen Newsletter an + + +

Trotz der nicht einfachen Ausgangslage behalten die Voerde die Ruhe und gehen konzentriert an die kommenden Aufgaben. „Wir sind uns der Situation bewusst, die letzten Spiele liefen nicht optimal. Man sieht, wie schnell es in dieser Liga gehen kann“, schildert TGV-Rückraumspieler Jan Pagenkämper.

Auch interessant

Die schwankenden Ergebnisse in dieser Spielzeit hängen auch mit der geringeren Trainingsbeteiligung zusammen, die sich durch berufliche Verpflichtungen und etliche Krankheitsfälle und Verletzungen ergibt. „Das sorgt natürlich dafür, dass wir im Training nicht so arbeiten können, wie wir das gerne machen würden. Das darf für Sonntag aber keine Ausrede sein.“

Bösperde schlägt zuletzt den Tabellenführer

Die Gäste aus Bösperde kommen dagegen mit einer Menge Rückenwind in die Reichenbachhalle. Während die TGV spielfrei hatte, bezwang der DJK in eigener Halle den Spitzenreiter HC TuRa Bergkamen überraschend mit 29:27 und zog dadurch in der Tabelle an den Voerdern vorbei. Die TGV ist gewarnt und richtet sich auf eine schwierige Partie ein. „Das Ergebnis gegen Bergkamen ist ein Ausrufezeichen“, blickt Pagenkämper auf den Gegner. „Wir kennen Bösperde noch aus der Landesliga und wissen, wie schwierig es ist, gegen sie zu spielen.“ Das Ziel sei es, trotz der Personalsituation wieder an das eigene Maximum heranzukommen und die Punkte in Voerde zu behalten.

Wir kennen Bösperde noch aus der Landesliga und wissen, wie schwierig es ist, gegen sie zu spielen.
Jan Pagenkämper, Rückraumspieler beim Handball-Verbandsligisten TG Voerde

Welcher Kader Coach Henning dabei zur Verfügung steht, wird sich erst kurz vor dem Spiel entscheiden. Womöglich ist Henning gezwungen, mit den Kräften seines Teams mehr zu haushalten als gewollt. Das Tempospiel soll trotzdem ein zentraler Baustein des Voerder Spiels bleiben. „Wir würden uns sonst einer unserer größten Stärken berauben und müssen am Sonntag schauen, was sich davon umsetzen lässt.“

Trotz der keineswegs optimalen Voraussetzungen kann die TGV auf die so oft gezeigte Heimstärke bauen. Inwieweit die dreiwöchige Pause im Vergleich zum DJK entscheidend sein wird, lässt sich dagegen nur schwer vorhersagen. So oder so liegt es an den Voerdern selbst, die verbleibenden vier Partien vor der Winterpause zu nutzen, um mit einer guten Ausgangsposition in das neue Jahr zu gehen.