Insolvenz

Zuversicht beim OSC Rheinhausen im Insolvenzverfahren

Das Vereinsleben ging beim OSC  Rheinhausen – wie hier beim Volksparklauf im Juni – trotz des Insolvenzverfahrenes normal weiter.

Das Vereinsleben ging beim OSC Rheinhausen – wie hier beim Volksparklauf im Juni – trotz des Insolvenzverfahrenes normal weiter.

Foto: Oleksandr Voskresenskyi / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Im Sommer könnte der OSC Rheinhausen das Insolvenzverfahren überstanden haben. Vereinschef Bernd Haack ist vorsichtig optimistisch.

Hinter Bernd Haack liegen harte und arbeitsintensive Monate. Der Vorstandsvorsitzende des OSC Rheinhausen kämpft seit über einem Jahr um das Überleben seines Vereins. Im Dezember 2018 hatte Haack beim Amtsgericht die Insolvenz der „Olympischen“ angemeldet. Haack gibt sich nun vorsichtig optimistisch, dass der OSC im Sommer aus der Insolvenz entlassen wird.

Diese Zuversicht brachte Haack auch am vergangenen Sonntag im Rahmen des Neujahrsempfang im Klubhaus an der Gartenstraße zum Ausdruck. Doch er bleibt seiner Linie treu, er will sich nicht zu weit aus dem Fenster legen. Haack: „Die Entscheidung treffen das Insolvenzgericht und die Gläubigerversammlung.“ Diese Versammlung soll im Frühjahr über die Bühne gehen.

Der OSC war vor allem durch die 2016 eröffnete „Sportwelt“ in eine Schieflage geraten. Aufgrund von Fehlkalkulationen schrieb das Fitness- und Gesundheitszentrum rote Zahlen. Der OSC stand beim Fiskus mit rund 115.000 Euro in der Kreide. Der Verein war nicht mehr zahlungsfähig.

Trotz der finanziellen Sorgen, trotz des Insolvenzverfahrens ging das Vereinsleben in den letzten zwölf Monaten weiter. Darauf ist Bernd Haack, der im Dezember die Nachfolge des langjährigen Vorsitzenden Jürgen Keusemann angetreten hatte, stolz: „Wir konnten unsere gewohnten Veranstaltungen wie den Volkslauf durchziehen.“ Zudem seien – zum größten Teil im Bereich der Sportwelt – die Mitgliederzahlen gestiegen.

Gespräche mit Wölfen und dem Turnerbund

Sobald die Insolvenz abgewickelt ist, können auch die Gespräche mit den Handballern des HC Wölfe Nordrhein über einen Beitritt – wir berichteten – konkret werden. Der Kontakt zwischen dem OSC und den Wölfen besteht bereits seit mehreren Monaten. Der OSC hatte sich im Zuge des Sportwelt-Projekts vom Handball verabschiedet – nun haben beide Seiten ein Interesse daran, den Rheinhauser Handball wieder nach vorne zu bringen.

Bernd Haack bestätigte auch Gespräche mit dem Turnerbund Rheinhausen, dessen Fußballer ohnehin schon auf dem OSC-Gelände spielen. Ein Beitritt des Turnerbundes würde demnach schon Sinn machen. Doch wie beim Flirt mit den Wölfen Nordrhein gilt auch hier – eine feste Beziehung ist erst möglich, wenn das Insolvenzverfahren abgeschlossen ist.

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