Wasserball

Zitterpartie nimmt für den ASC Duisburg ein glückliches Ende

Der künftige ASCD-Trainer Paul Schüler warf in Plauen sechs Tore.

Der künftige ASCD-Trainer Paul Schüler warf in Plauen sechs Tore.

Foto: Zoltan Leskovar

Duisburg.   Das Troost-Team setzt sich im ersten Viertelfinale in Plauen erst im Fünfmeterwerfen durch. Samstag und Sonntag Duelle im Hallenbad Toeppersee.

Gegen 3 Uhr in der Früh fiel seine Wohnungstür hinter Christopher Hans ins Schloss. Erst kurz zuvor waren der Torhüter des Wasserball-Bundesligisten ASC Duisburg und seine Teamkollegen am Donnerstagmorgen vom ersten Play-off-Viertelfinalspiel gegen den SVV Plauen heimgekehrt. Im Gepäck nach einer langen und beschwerlichen Reise – eine Autobahnsperrung hatte die Mannschaft zusätzlich ausgebremst – ein Sieg und die Führung in der Best-of-five-Serie.

Der 12:11-Auftakterfolg wurde für die Amateure aber zu einer Zitterpartie. Erst im Fünfmeterwerfen konnten sich die Duisburger im sächsischen Vogtland durchsetzen. Christopher Hans war im Schlussviertel zwischen die Pfosten gekommen und hatte Stefan Popovic abgelöst. „Der Balti hat im ersten und zweiten Viertel überragend gehalten“, erzählt Hans, der zunächst kaum Glanzpunkte setzen konnte, dann aber doch noch ganz groß rauskam: „Es hat etwas gedauert, bis ich im Spiel war. Zum Fünfmeterwerfen lief es dann. Gott sei Dank.“ Zwei Würfe der guten Plauener entschärfte „Hansi“, ein dritter Versuch landete am Lattenkreuz. „Den hätte ich aber auch gehabt“, sagt der Torhüter, der sich die Szene auch gestern noch einmal im Video anschaute. „Ich habe es zusammen mit meiner Mutter geguckt. Sie hatte sich das live am Ende nicht mehr angucken können. Aber jetzt wusste sie ja schon, wie es ausgegangen ist“, schmunzelt Hans.

Dass die Nerven der Duisburger überhaupt so strapaziert wurden, lag vor allem daran, dass das Team von Arno Troost in der stimmungsvollen Atmosphäre seine Chancen nicht konsequent genug nutzte. Mehrmals legte der ASCD in dem schmalen Becken eine Führung vor, immer wieder konnte Plauen seinen Heimvorteil nutzen und ausgleichen. Kurz vor Schluss hatten die Duisburger in Überzahl die große Chance, die Partie in der regulären Spielzeit zu entscheiden, scheiterten aber.

Am Samstag (15 Uhr) und Sonntag (18 Uhr) wollen die Amateure den Halbfinaleinzug mit zwei weiteren Siegen perfekt machen. Gespielt wird bekanntlich im Hallenbad Toeppersee. „Für mich macht das keinen Unterschied, die Tore sind überall gleich groß“, scherzt Christopher Hans mit Blick auf die ungewöhnliche Spielstätte. „Auch wenn wir das Becken da nicht so gutkennen, sollte es trotzdem klappen.“

Viertel: 2:2, 0:2, 4:4, 3:1/2:3
Tore: Schüler (6), Schmellenkamp (2), Eidner, Schimanski, Möller, Bakulo.

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