Eishockey

Wenigstens ein Sieg für die Jungfüchse in Wolfsburg

Julian Stevens (Mitte) traf beim Sieg in Wolfsburg für die Jungfüchse.

Julian Stevens (Mitte) traf beim Sieg in Wolfsburg für die Jungfüchse.

Foto: Michael Dahlke / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Das U-20-Team des EV Duisburg verlor bei den jungen Grizzlys zunächst mit 2:4. Im zweiten Spiel klappte es dann immerhin in der Verlängerung.

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Die Fahrt nach Niedersachsen stand für die Jungfüchse unter keinem guten Stern. Denn auf dem Weg zu den Auswärtsspielen gegen den EHC Wolfsburg bekam mit Lennart Schmitz ein wichtiger Spieler der U-20-Eishockey-Mannschaft des EV Duisburg Fieber und Schüttelfrost, so dass an einen Einsatz nicht zu denken war. So ging das erste Spiel des Doppelvergleichs in der DNL3 mit den jungen Grizzlys mit 2:4 (0:1, 2:2, 0:1) verloren. Ganz vergeblich war die Reise dann aber doch nicht: Im zweiten Aufeinandertreffen gewann der EVD mit 5:4 (2:0, 1:1, 1:3, 1:0) nach Verlängerung.

„Uns sind im ersten Spiel zu viele individuelle Fehler unterlaufen, wie sie auf diesem Niveau einfach nicht passieren dürfen“, sagt EVD-Trainer Dirk Schmitz. „Uns sind zuvor etwas zu oft die Dinge in den Schoß gefallen“, kritisiert der Coach die Missgeschicksquote in diesem Spiel. Nach einem 0:3-Rückstand lief es kurzzeitig wieder besser, so dass der EVD durch zwei Tore von Justin Bayer auf 2:3 herankam, doch mit dem 2:4 war die Partie gelaufen. Im zweiten Spiel präsentierten sich die Jungfüchse von ihrer besseren Seite: „Gerade im ersten Drittel haben wir ein ganz anderes Gesicht gezeigt.“ Allerdings verloren die Duisburger im Schlussabschnitt wieder den Faden, so dass aus einem 3:1-Vorsprung ein 3:4-Rückstand wurde. Doch dem Team gelang das 4:4 und damit der Sprung in die Verlängerung, „in der wir dann wieder die klar bessere Mannschaft waren“, so Schmitz kopfschüttelnd. Hier erzielte Vincent Robach den Siegtreffer. Zuvor hatten Nikolai Kulik, Vincent Robach, Tim Schröder und Julian Stevens getroffen.

Nun kommt es erstmals in dieser Saison zum Topduell des zweitplatzierten EVD mit Spitzenreiter ESV Chemnitz. „Wir müssen aus beiden Spielen mindestens drei Punkte holen, um dran zu bleiben. Optimal wären natürlich alle sechs“, so Schmitz, der für einige Zeit auf den verletzten Tom Orth verzichten muss. Gespielt wird am Samstag um 16.35 Uhr sowie am Sonntag um 10.30 Uhr in der heimischen Jomizu-Arena.

Die U-17-Mannschaft musste in der 2. Division Nord zwei weitere Niederlagen einstecken. Gegen die Roten Teufel Bad Nauheim setzte es ein 3:8 (2:3, 0:3, 1:2), wobei Max Dimitriev, Leon Marzi und Tom Waldschmidt die Tore erzielten – darunter zweimal den Ausgleich im ersten Drittel. Auswärts verloren die Jungfüchse mit 0:7 (0:0, 0:4, 0:3) gegen die Löwen Frankfurt. „Am Samstag haben wir gut angefangen und ein gutes erstes Drittel gespielt. Danach sind wir eingebrochen, wobei die Strafzeiten ihren Teil dazu beigetragen haben“, sagt EVD-Trainer Benjamin Spazier. „Am Sonntag gab es ein ähnliches Bild. Wir haben ein super erstes Drittel gespielt, aber dann verletzten sich unsere Torhüterin Mara Pieterek und mit Timothy Stamm ein weiterer Spieler. Danach gab es einen Bruch in unserem Spiel.“ Am Samstag (13.15 Uhr) und Sonntag (11.30 Uhr) kommt es auch hier zu Duellen mit dem ESV Chemnitz – allerdings auswärts und im direkten Duell um den vorletzten Platz.

Reihen reichen nicht aus

Die U-15-Mannschaft unterlag in der Regionalliga B der Düsseldorfer EG 1b mit 0:6 (0:3, 0:2, 0:1) – und dem Kölner EC 1b, dies dann auswärts, mit 0:6 (0:3, 0:3, 0:0). „Die Verletzung von Samir Ansari und der Umstand, dass wir ohnehin nur einen kleinen Kader haben, waren einfach zu viel“, sagte Trainer Fabian Schwarze. Zudem zog sich Philipp Hennen gegen die DEG einen Schlüsselbeinbruch zu. „Zwei Reihen plus x sind auf diesem Niveau zu wenig. Das Team hat es dennoch gut gemacht“, so Schwarze.

Das U-13-Spiel in der Regionalliga B gegen Kassel wurde aus Personalmangel verlegt. Die B-Mannschaft dieser Altersklasse verlor in der Bezirksliga gegen die Dinslakener Kobras nach hoher zweistelliger Niederlage im ersten Aufeinandertreffen nur mit 5:7 (2:1, 2:4, 1:2). „Als Heimmannschaft hat man das Recht des letzten Wechsels. So konnte ich die Reihen besser ‚matchen‘. Das hat uns geholfen. Auch hier hat die Mannschaft gut gespielt“, so Schwarze. Tore: Lennart Kehr (3), Lasse Schmitz, Isabel Kazek.

Das U-11-Team hat zur Hälfte ein gutes Regionalliga-Turnier absolviert. Gut lief es gegen den EHC Troisdorf beim 7:10 mit zwei nur knapp verlorenen Halbzeiten sowie in der ersten Hälfte beim Spiel gegen die Roten Teufel Bad Nauheim, als man nur mit 2:4 zurücklag, dann aber 3:14 verlor. Beim 2:21 gegen die Düsseldorfer EG ging gar nichts mehr. „Gegen Troisdorf haben uns sieben Penaltys das Spiel gekostet“, sagt Trainer Oliver Giesen. In dieser Altersklasse gibt es Strafschüsse statt Strafminuten. „In drei Halbzeiten haben wir gut gespielt, in den übrigen drei Halbzeiten haben wir schlicht und einfach unsere Aufgaben nicht erfüllt“, so der Coach. (the)

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