Handball

VfB Homberg: gute Vorzeichen, aber schlechtes Ergebnis

Ein Tor beim Debüt: Auch Mohammed Abo Shokor konnte die Niederlage des VfB gegen Langenfeld nicht verhindern.

Ein Tor beim Debüt: Auch Mohammed Abo Shokor konnte die Niederlage des VfB gegen Langenfeld nicht verhindern.

Foto: Oleksandr Voskresenskyi / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Trotz fast bester Besetzung kassiert der Duisburger Oberligist eine 20:26-Niederlage gegen Langenfeld. Der Trainer kritisiert fehlenden Zugriff.

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Die Handballer des VfB Homberg brauchen offenbar den Druck. In der vergangenen Woche stand der Oberligist beim Schlusslicht HSG Neuss/Düsseldorf II unter Zugzwang – und behielt trotz zahlreicher Ausfälle souverän die Oberhand. In das gestrige Heimspiel gegen die SG Langenfeld II konnten die Gelb-Schwarzen beinahe in Bestbesetzung und ohne das Gefühl des Gewinnenmüssens gehen. „Die Vorzeichen waren gut, das Ergebnis ist schlecht“, brachte es VfB-Trainer Sascha Thomas nach der sehr verdienten 20:26 (13:12)-Niederlage auf den Punkt: „Wir haben 70, vielleicht 75 Prozent unseres Leistungspotenzials abgerufen. Und dann reicht es eben nicht.“

In der ersten Hälfte begegneten sich die bisherigen Tabellennachbarn auf Augenhöhe. Beim VfB führte Andreas Wink klug Regie und setzte seine Nebenleute gut in Szene. Fünf Minuten vor der Pause bekam Abwehrorganisator Marius Brunotte die zweite Zwei-Minuten-Strafe und konnte danach rotgefährdet lange Zeit nur noch im Angriff eingesetzt werden.

In der Deckung konnten die Homberger das Fehlen von „Bruno“ im zweiten Durchgang nicht kompensieren. „Wir haben uns im Training intensiv auf die Langenfelder Abläufe eingestellt. Und trotzdem haben wir keinen richtigen Zugriff bekommen, vor allem nicht auf ihren Halbrechten“, musste Sascha Thomas mitansehen, wie der Gast die Partie zu seinen Gunsten drehte und danach keinen Zweifel mehr an seinem Erfolg aufkommen ließ.

Werner musste ins Krankenhaus

Eine Schrecksekunde erlebte der VfB kurz nach der Pause. Robin Werner wurde beim Wurf angegangen, erzielte trotzdem seinen zweiten Treffer. Sein Gegenspieler musste danach für zwei Minuten auf die Bank, Werner musste ins Krankenhaus. „Er hat sich wohl die Schulter ausgekugelt“, zeigte sich Thomas vom Ausfall des Leistungsträgers geschockt. Mohammed Abo Shokor, den die Homberger in der Vorwoche verpflichtet hatten, kam bei seinem Debüt rund 20 Minuten zum Einsatz und erzielte einen Treffer.

„Die Niederlage geht leider absolut in Ordnung, weil wir uns in vielen Szenen zu unerfahren angestellt und kopflos agiert haben“, befand Sascha Thomas. Weiter geht es für den VfB, der weiterhin sechs Punkte Vorsprung auf die Abstiegsplätze hat, am 30. November mit dem Derby beim TV Oppum in Krefeld. Dann ist auch wieder mehr Druck auf dem Kessel.

VfB: Adrian (5/1), Wink (4), Moritz (3), Brunotte, Rippelmeier, Werner (je 2), Abo Shokor, Rohde.

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