Fußball-Regionalliga

VfB Homberg: Ärger um eine unverständliche Pause

Danny Rankl (links) ist gar nicht so böse über die Pause, so kann sich der VfB-Spieler wieder an den Kader heran arbeiten.

Danny Rankl (links) ist gar nicht so böse über die Pause, so kann sich der VfB-Spieler wieder an den Kader heran arbeiten.

Foto: Thorsten Tillmann

Duisburg.  VfB-Trainer Stefan Janßen kritisiert die Totensonntagsunterbrechung in der Regionalliga, die im Regelfall am Samstag spielt.

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Zwei Wochen haben die Kicker des VfB Homberg Zeit, sich auf ihr letztes Hinrundenspiel in der Regionalliga West vorzubereiten. Mit dem dritten Heimsieg in Folge könnte der Aufsteiger die erste Halbserie auf einem sicheren Nichtabstiegsplatz abschließen, wenn die Konkurrenz mitspielt. Wenn es nach Stefan Janßen geht, könnte die Partie gegen Drittliga-Absteiger Fortuna Köln auch gern schon am kommenden Wochenende statt erst am 1. Dezember stattfinden. „Ich verstehe diese Pause nicht. Alle Klubs kommen aus dem Rhythmus“. Und das ist für den Coach „völliger Humbug“.

Die unteren Ligen im Amateurfußball setzen am Totensonntag, der am kommenden Wochenende ansteht, stets aus. So erging es dem VfB Homberg im letzten Jahr in der Oberliga auch noch. Doch in der vierthöchsten Spielklasse macht die Pause nicht nur für Janßen keinen Sinn. „Der Regelspieltag in der Regionalliga ist der Samstag. Da hat uns ein Totensonntag nicht zu interessieren“, stellt der Coach seine Sicht der Dinge klar. „Die Regionalliga steht sonst auch über allen möglichen Wettbewerben wie beispielsweise dem Pokal. Was macht es da für einen Sinn, jetzt auszusetzen. Das kann ich nicht verstehen.“

Profiligen spielen am Wochenende

Während der Ball von der 3. Liga bis zur 1. Bundesliga am nächsten Wochenende – sogar auch am Sonntag – rollt, müssen die Viertligisten – abgesehen von einigen Nachholspielen am Freitag und Samstag – aussetzen. Nicht nur deshalb stellt Janßen die Spielpause in Frage. „Wir mussten an einem Dienstagabend zum SV Rödinghausen fahren“, erinnert der Coach an die weiteste Auswärtsfahrt in dieser Saison, die der VfB am zehnten Spieltag unter der Woche mit seinen berufstätigen Amateurfußballern anzutreten hatte – und gibt zu bedenken. „Da hätten wir doch lieber am nächsten Samstag gespielt.“

Einem Spieler der Homberger kommt die Pause indes nicht ganz ungelegen. „Ich habe natürlich konditionell noch etwas Rückstand“, gesteht Danny Rankl ein. Nach achtwöchiger Verletzungspause und seither wieder 19 Einsatzminuten sind vom Torjäger der Vorsaison freilich auch noch keine Wunder zu erwarten. Dennoch will der Stürmer sich alsbald wieder in die Startelf zurück kämpfen. Die ersten Anläufe nach seiner langen Verletzung tun bereits gut. „Aber ich möchte natürlich auch länger spielen und muss jetzt zusehen, dass ich so schnell wie möglich wieder dabei bin. Da kommt die Pause für mich gerade ganz gut, um Kondition aufzuholen.“ Doch selbst Rankl schiebt nach. „Im Rhythmus zu bleiben, wäre auch schön gewesen.“

Weiter geht’s erst am 1. Dezember

Das sieht Kollege Justin Walker genauso. „Ich verstehe die Pause auch nicht“, sagt der Außenspieler, der mit seinem Siegtreffer in der 88. Minute gegen den SC Verl im letzten Heimspiel für den Sturz des Tabellenführers gesorgt hatte. Beim 0:1 im darauffolgenden Auswärtskick bei der U 23 von Borussia Mönchengladbach sollte solch ein später Lucky-Punch weder ihm noch seinen Offensiv-Kollegen gelingen. „Das ist schade“, so Walker, „die Konkurrenz hat Punkte liegen lassen und wir hätten mit etwas Zählbarem einen schönen Schritt in der Abstiegszone machen können.“

So hätte der VfB die anstehende Spielpause mit einem Sieg in Mönchengladbach sogar schon auf einem Nichtabstiegsplatz verbringen können. Doch Justin Walker baut auf die „neue Heimstärke“ des VfB. „Dann holen wir das halt gegen Fortuna Köln nach.“

Zehn Tage muss er sich aber noch gedulden, bis es zum letzten Hinrundenspiel am 1. Dezember kommt – ausnahmsweise mal an einem Sonntag...

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