Fußball

Trainer Janßen hofft auf Ende der Heimmisere des VfB Homberg

Große Sprünge hat der VfB – hier mit Pierre Nowitzki (rechts) im Duell mit Düsseldorfs Enrique Lofolomo – daheim noch nicht getätigt.

Große Sprünge hat der VfB – hier mit Pierre Nowitzki (rechts) im Duell mit Düsseldorfs Enrique Lofolomo – daheim noch nicht getätigt.

Foto: firo Sportphoto / Volker Nagraszus

Duisburg.  Der Duisburger Coach findet klare Worte: „Ich brauche keine beleidigten Mimosen, ich brauche elf Krieger und Kämpfer auf dem Platz.“

So unterschiedlich die Fußballspiele des VfB Homberg in der Regionalliga bislang abliefen – das Ende war mit null Punkten in sechs von acht Partien das gleiche. Am Samstag unternimmt der Aufsteiger um 14 Uhr im PCC-Stadion gegen die U 23 des 1. FC Köln den nächsten Versuch, nicht zum vierten Mal in Folge als Verlierer vom Platz zu gehen – und nicht, wie bislang geschehen, auch das fünfte Heimspiel in den Sand zu setzen. Gegen den Tabellenvierten sollen die ersten Punkte am Rheindeich her.

Dass die vierthöchste Spielklasse für den VfB eine hohe Hürde sein würde, war Stefan Janßen und seinen Kickern von Beginn an klar. Dass sie aber vor eigenem Publikum noch nichts Zählbares geholt haben, ärgert den Trainer schon. „Es wird sicher noch Spiele geben, in denen wir keine Chance haben“, sagt der Coach, „aber ich hatte bislang mehr Gegner erwartet, die uns an die Wand gespielt hätten. Das war aber nur phasenweise in Aachen und gegen Rot-Weiß Essen so. Umso ärgerlicher ist es, dass wir aus unseren letzten drei Heimspielen nichts geholt haben“, sah nicht nur Janßen dazu gegen Wuppertal, Haltern und zuletzt Düsseldorf II durchaus die Chance.

Hatte seine Elf im letzten Auswärtsspiel bei Dortmunds U 23 noch die Anfangsphase verschlafen und sich dann deutlich gesteigert, so erwischte sie im folgenden Heimspiel gegen Düsseldorfs U 23 eine starke Anfangsphase, ehe der 1:1-Ausgleich den VfB auch in 55-minütiger Überzahl aus dem Konzept warf. „Drei Gegentore in Überzahl dürfen uns einfach nicht passieren. In der Oberliga wäre es wahrscheinlich noch gut gegangen und wir hätten den Gegner überrannt. Aber in dieser Liga dürfen wir uns nicht auf 1:1-Situationen einlassen. Dafür haben die Gegner eine zu hohe Qualität.“

Gegen die nächste „mit guten, schnellen und technisch starken Spielern“ gespickte U 23 eines Bundesligisten, die er mindestens genauso stark einschätzt wie die vorherigen beiden, hofft Janßen nun auf das passende Gleichgewicht. „Wir müssen so agieren, wie wir gegen Düsseldorf angefangen haben, absolute Fehlervermeidung betreiben und hinten auch einmal nichts zulassen.“

Mangelndes Glück sowie die Personalnot, die durch Justin Walker, Ersatzkeeper Andreas Kossenjans (beide krank) und Ahmad Jafari (angeschlagen) noch zunehmen könnte, während eine Rückkehr von Dennis Wibbe und Koray Kacinoglu weiter fraglich ist, will der Trainer nicht gelten lassen. „In Aachen und Bergisch Gladbach hatten wir auch schon Glück, und ich brauche keine Ausreden“, so der Coach. „Wir sind ohnehin schon gegenüber nahezu jedem Gegner der Liga im Nachteil, das ist keine neue Erkenntnis. Wir gehen mit elf Mann auf und mit elf Mann vom Platz. Wenn ich einen sehe, der es nicht kann, dann müssen wir handeln. Aber so einen Spieler sehe ich nicht“, glaubt Janßen trotz der mageren Punkteausbeute an das Potenzial seiner Truppe: „Ich habe im Erfolgsfall nie dazu geraten, zu euphorisch zu werden – jetzt werde ich auch nicht depressiv. Denn die Jungs geben alles. Worüber wir uns ärgern können, ist, dass sie sich selbst um den Lohn gebracht und aus den drei Heimspielen, die sie gewinnen konnten, wenn nicht mussten, nichts geholt haben.“

Das soll sich am Samstag ab 14 Uhr ändern. Und dazu will der Coach über 90 Minuten die richtige Körpersprache sehen. „Ich brauche keine beleidigten Mimosen, ich brauche elf Krieger und Kämpfer auf dem Platz.“

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