Hockey

Tim Leusmann bringt viele Ideen zum Club Raffeberg mit

Tim Leusmann wechselt vom Kahlenberger HTC zum Club Raffelberg.

Tim Leusmann wechselt vom Kahlenberger HTC zum Club Raffelberg.

Foto: Tamara Ramos / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Der neue Trainer der Duisburger Hockey-Herren hat dreimal den Europapokal gewonnen. Er soll sich auch um den männlichen Nachwuchsbereich kümmern.

Tim Leusmann kann mit dem Hockeyschläger umgehen. Das hat der neue Trainer des Club Raffelberg in seiner langen Karriere zur Genüge bewiesen. Doch auch heute ist der dreifache Europapokalsieger noch sehr versiert im Umgang mit dem Krummstock. Im vorletzten Zweitligaspiel seines alten Vereins Kahlenberger HTC sprang der 43-Jährige vor vier Wochen wegen Personalmangels ein und heimste von Marcus Küppers, dem Trainer des Gladbacher HTC, gleich ein Lob ein: „Tim hat seinen Jungs nochmal gezeigt, wie es geht.“ Auf solche Experimente will Leusmann aber in Zukunft verzichten: „Im CR gibt es viele talentierte Jungs. Da braucht man auf dem Platz keinen 43-Jährigen mehr.“

Nach elf Jahren in Mülheim hat sich Leusmann eine Veränderung verordnet und mit dem Club Raffelberg einen passenden Verein gefunden: „Der CR ist ein Verein, der viel bewegen möchte. Es gibt eine sehr gute Basis und ein ideales Umfeld, um den begonnenen Neuaufbau im männlichen Bereich fortzusetzen. Ich hatte im Vorfeld viele Gespräche mit Tobias Frommhold und Dirk Heitbrink und habe ein gutes Gefühl. Dazu habe ich auch das Gespräch mit der Mannschaft gesucht, wobei das Feedback auch sehr positiv war.“

Nicht alles auf links drehen

Am Kalkweg übernimmt Leusmann nicht nur die erste Herrenmannschaft in der Regionalliga, sondern wird auch als Sportlicher Leiter den kompletten männlichen Jugendbereich koordinieren. Unter anderem wird er die männliche Jugend B trainieren. Bei seiner Arbeit am CR will der 43-Jährige nicht alles auf links drehen, sondern auf den guten Grundlagen aufbauen: „Vieles ist schon gut, aber dennoch bringe ich viele neue Ideen mit. Da ich den Hockeysport sehr intensiv lebe, schaue ich mir sehr viele Bundesligaspiele vor Ort an, wodurch man immer auf dem Laufenden bleibt und taktisch sehr variabel sein kann.“

Über den Klassenerhalt des Herrenteams in der dritthöchsten Liga hat sich Leusmann gefreut, was aber nicht der Grund für den Wechsel war: „Das Engagement wäre auch bei einem Abstieg zustande gekommen.“ Dass es nun ausgerechnet am ersten Spieltag zum Duell gegen seinen Ex-Verein kommt, will der neue Coach nicht zu hoch hängen: „Natürlich wird das für mich nach elf Jahren in Weiß und Blau komisch sein, aber das Spiel hat auf Grund der örtlichen Rivalität sowieso einen besonderen Charakter. Das Schöne ist, dass die Rivalität nur auf dem Platz besteht.“ Bevor es aber an die kleine Hartgummikugel geht, will Leusmann erst einmal seinen neuen grün-schwarzen Verein richtig kennenlernen und in den nächsten Wochen viele Gespräche führen.

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