Rollhockey

Prestigeduell mit viel Tradition: Walsum gegen Cronenberg

Spanischer Doppelpack: Miquel Vila (links), zuletzt überragender Akteur gegen Iserlohn, und Vizekapitän Xevi Berruezo wollen auch in Cronenberg wieder glänzen.

Spanischer Doppelpack: Miquel Vila (links), zuletzt überragender Akteur gegen Iserlohn, und Vizekapitän Xevi Berruezo wollen auch in Cronenberg wieder glänzen.

Foto: Michael Dahlke / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Der deutsche Rollhockey-Rekordmeister aus dem Duisburger Norden muss in Wuppertal ran. Bei den Frauen steigt im Anschluss das gleiche Duell.

Die erfolgreichste deutsche Rollhockey-Mannschaft der vergangenen zehn Jahre? Die ERG Iserlohn mit vier Meistertiteln. Der amtierende Champion in der Männer-Bundesliga? Germania Herringen. Bei einem Blick in die weitere Historie dieser Sportart führen jedoch zwei ganz andere Klubs das Tableau der Triumphe an: Der RSC Cronenberg bringt es auf 13 Deutsche Meisterschaften, die RESG Walsum gar auf deren 16. So ist es immer noch das traditionsreichste Prestigeduell der Bundesliga, zu dem sich diese beiden Teams am Samstag um 15.30 Uhr in Wuppertal treffen.

Aber nicht nur das: Es ist angesichts der aktuellen Tabellenkonstellation auch so etwas wie ein Topspiel. Die Gastgeber, zuletzt 2012 Deutscher Meister, nehmen immerhin Rang vier ein, die RESG ist nach vier Siegen aus fünf Spielen Zweiter – und nähme sogar Platz eins ein, wäre das im Penaltyschießen gewonnene Match gegen den TuS Düsseldorf-Nord nicht neu angesetzt worden. Zuletzt gab es ein bärenstarkes 7:0 über die ERG Iserlohn. Kein Wunder, dass Trainer Christopher Nusch gut gelaunt ist: „Es ist kein Selbstläufer, die Spiele zu gewinnen. Wenn man dies natürlich macht, steigert man das Selbstvertrauen. Die Jungs haben den Kopf aktuell frei. Das ist eine gute Kombination. Daraus resultiert dann ein Ergebnis wie gegen Iserlohn, an das wir dran anknüpfen wollen.“

Gegen die bekannt rustikal agierenden Cronenberger will Nusch das eigene Spiel durchziehen: „Das hat uns in dieser Saison sehr gut getan, daran wollen wir festhalten.“ Allerdings drohen Ausfälle, weil die Grippewelle die Roten Teufel erwischt hat. Einige Akteure konnten nur eingeschränkt, manche gar nicht trainieren. Welche Konsequenzen das für den Auftritt im Bergischen Land hat, wird sich kurzfristig zeigen.

Um 18 Uhr sind an gleicher Stelle dann die Walsumer Frauen ebenfalls gegen den RSC Cronenberg an der Reihe. Für sie geht es darum, nach den beiden jüngsten Niederlagen gegen die Moskitos Wuppertal und die ERG Iserlohn wieder in die Spur zu finden. Cronenberg ist als Vierter Tabellennachbar der drittplatzierten RESG-Frauen, hat allerdings bislang zwei Spiele weniger bestritten. „Ein Sieg würde uns gut zu Gesicht stehen, das wird aber definitiv richtig schwer“, sagt Thomas Drotboom, der zusammen mit seinem Trainerkollegen Markus Lusina um den Einsatz von Friederike Kaub bangt. Sie konnte bis Mittwoch nicht trainieren.

Nach dem Spiel in Wuppertal steht vor dem Jahreswechsel nur noch das Heimduell mit der IGR Remscheid am 7. Dezember an. Zuvor müssen die Walsumerinnen am 30. November im DRIV-Pokal in Remscheid antreten.

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