Hockey-Nationalmannschaft

Pia Maertens reist mit DHB-Team ohne Druck nach Manheim

Pia Maertens (rechts) hat sich in der Nationalmannschaft etabliert. Am Mittwoch geht der Flieger in die USA.

Pia Maertens (rechts) hat sich in der Nationalmannschaft etabliert. Am Mittwoch geht der Flieger in die USA.

Foto: Lukas Schulze / Getty

Duisburg.   Die Hockey-Nationalmannschaft der Frauen ist vorzeitig für das Final Four der Pro League qualifiziert. Zuvor geht es aber noch in die USA.

Das ist ein „Ausflug“ ohne jeden Druck, wenn die deutsche Hockey-Nationalmannschaft der Frauen am Samstag in Manheim antritt. Und tatsächlich fehlt da kein „n“ – es handelt sich um Manheim, Pennsylvania, nicht um Mannheim, Baden-Württemberg. In dem kleinen Städtchen im Lancaster County steht das Spooky Nook Sportcenter, wo das abschließende Punktspiel der DHB-Auswahl in der Premierensaison der FIH Pro League gegen Gastgeber USA stattfinden wird. Spielbeginn ist um 19 Uhr Ortszeit; nach deutscher Zeit um 1 Uhr in der Nacht auf Sonntag.

Doch schon bevor die Nationalmannschaft, in der die Duisburgerin Pia Maertens inzwischen zur Stammspielerin geworden ist, am morgigen Mittwoch ins Flugzeug steigt, hat das Team von Bundestrainer Xavier Reckinger – im Gegensatz zu den DHB-Herren – das Ticket für das Final-Four-Turnier sicher. Und das, obwohl das letzte Heimspiel gegen Australien am Sonntag in Krefeld mit 1:3 (0:3) verloren gegangen ist. Weil Verfolger Belgien abends ebenfalls daheim verlor – mit 0:3 gegen Neuseeland – ist die deutsche Mannschaft nicht mehr von Rang vier zu verdrängen. Eine Verbesserung in der Tabelle ist in Manheim aber ebenfalls nicht möglich. Damit wird die deutsche Mannschaft im Halbfinale auf den Sieger der Punktrunde treffen, was nach menschlichem Ermessen die Niederlande sein dürften. Außerdem werden Argentinien und Australien am Finalturnier teilnehmen, das im Wagener-Stadion in Amstelveen, ganz in der Nähe von Amsterdam, ausgetragen werden wird.

Stapenhorst schwer verletzt

Ungetrübt ist die Freude über die Finalturnierteilnahme allerdings nicht, da sich mit Charlotte Stapenhorst eine der effektivsten Stürmerinnen schwer verletzt hat – sie musste das Spielfeld mit einem Verdacht auf Kreuzbandriss verlassen. Sportlich kosteten zwei Gegentore in der zweiten und dritten Minute den Erfolg gegen Australien.

„Das war ein sehr schwacher Beginn, der uns letztlich das Spiel kostet. Das ist nervig, denn wir hatten dieses Thema schon, dass wir zu Beginn eines Spiels oft nicht wach genug sind“, sagte Reckinger. „Ganz bitter ist natürlich, dass Charlotte Stapenhorst jetzt ausfällt, denn das Kreuzband scheint gerissen zu sein. Wir müssen schauen, wie wir das kompensieren können.“ Damit kommt auf die übrigen Angreiferinnen mehr Verantwortung zu. Aber Pia Maertens vom Club Raffelberg schlägt sich in ihrer Premierensaison im Nationalteam sehr gut. Sie hat 14 von 15 Pro-League-Partien absolviert und dabei vier Tore erzielt.

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