Regionalliga

Optimismus im Lazarett des VfB Homberg

Dennis Wibbe (rechts) freute sich über die Rückkehr in die Startelf des VfB Homberg.

Dennis Wibbe (rechts) freute sich über die Rückkehr in die Startelf des VfB Homberg.

Foto: Mark Bohla

Duisburg.  Kapitän Dennis Wibbe ist beim VfB Homberg bereits wieder an Bord. Patrick Dertwinkel und Danny Rankl wollen bald in den Kader zurückkehren.

Die Regionalliga-Fußballer des VfB Homberg müssen sich weiter in Geduld üben. Der zweite Saisonsieg lässt auch zwölf Spiele nach dem Auftakterfolg beim SV Bergisch Gladbach noch auf sich warten. Doch mit dem 2:2 beim SV Lippstadt holte der Aufsteiger zuletzt zumindest wieder einen Punkt, der gegen einen direkten Konkurrenten im Tabellenkeller umso wichtiger war.

Die Ausbeute war nicht das einzig Positive am 14. Spieltag. „Es war anstrengend, aber richtig schön, wieder auf dem Platz zu stehen“, freute sich Dennis Wibbe, nach sechswöchigen Muskelproblemen am Samstag erstmals wieder von Beginn an ran zu können. Dabei war der Kapitän nicht der einzige Rückkehrer. Ferdi Acar stand nach acht Spielen Verletzungspause erstmals wieder im Kader – und auch aus dem Lazarett gibt es Nachrichten, die den VfB Hoffnung schöpfen lassen.

„Ich bin in den letzten vier Tagen 18 Kilometer gelaufen. So viel habe ich in den ganzen vier Monaten davor nicht geschafft“, ist Patrick Dertwinkel guter Dinge, womöglich doch noch in diesem Jahr zu seiner Regionalliga-Premiere für den VfB zu kommen. Der als Kopf der Mannschaft geltende Spielmacher, den erst eine Meniskusverletzung, dann ein Schmerzen bereitendes Tractussyndrom (Läuferknie) außer Gefecht setzte, hatte sich vor zwei Wochen einer erneuten OP unterzogen, in der ein entzündeter Fettkörper unter der Kniescheibe behandelt wurde. „Seitdem ist es viel besser“, ist Dertwinkel „optimistisch“, entgegen den Befürchtungen doch schon vor der Winterpause eingreifen zu können.

Mit ebenfalls „leicht optimistischer Einschätzung“ sieht sich auch Danny Rankl in etwa vier Wochen wieder auf dem Platz. Nach seiner Sprunggelenkverletzung mit mehrfachen Bänderrissen, die ihn die letzten sechs Spiele zum zugucken zwang, befindet sich der Stürmer wieder im Lauftraining und hofft, noch ein paar Spiele in diesem Jahr absolvieren zu können. „Das ist mein Ziel.“

Mit Kampf gegen die Personalnot

Was das Ziel der Homberger angeht, wäre eine baldige Rückkehr der beiden Leistungsträger freilich hilfreich – wenngleich die Mannschaft der seit Wochen anhaltenden Personalnot mit großem Kampf und Einsatz trotzt. Belohnen konnte sie sich dafür seit dem zweiten Spieltag bislang kaum – wenn dann nur in Ein-Punkt-Schritten. Und von den sieben erreichten Zählern steht aufgrund der aktuell drohenden Schließung der SG Wattenscheid 09 noch ein Punkt Abzug im Raum. „Aber ob sieben oder sechs Zähler – das ist egal“, sagt Dennis Wibbe, „wir haben zuletzt einen wichtigen Punkt geholt und wir haben erneut gesehen, dass wir mithalten können, wenn wir 90 Minuten alles geben.“

Auf die Tabelle will der Kapitän dabei gar nicht gucken. „Es bringt auch nichts zu sagen, wir müssen jetzt eine Serie starten und sieben Spiele hintereinander gewinnen. Das macht keinen Sinn“, erinnert der Stürmer an eine der Eigenschaften des Teams, die es in der letzten Saison zur souveränen Meisterschaft in der Oberliga geführt haben. „Wir tun gut daran, von Spiel zu Spiel zu denken. Das hat uns in der letzten Saison so stark gemacht und davon werden wir nicht abweichen.“

Am Samstag kommt Bonn

So gilt die Konzentration nun dem Bonner SC, der am Samstag als Siebter an den Rheindeich kommt. Und ihre Geduld wollen die Homberger auch nicht überstrapazieren. Der Fokus ist weiter auf den ersten Heim-Dreier in der Regionalliga gerichtet – und dafür ist dem VfB-Kapitän jedes erlaubte Mittel recht. „In Lippstadt war es ein dreckiger Punkt“, zwinkert Dennis Wibbe, „vielleicht folgt ja danach mal ein dreckiger Sieg.“

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