Fußball-Landesliga

Krise von Hamborn 07 verschärft sich

Nils Bothe (2. von links) kassierte mit den Löwen in Steele schon die dritte Niederlage in Folge.

Nils Bothe (2. von links) kassierte mit den Löwen in Steele schon die dritte Niederlage in Folge.

Foto: Michael Gohl / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Nur der FSV Duisburg holt einen Punkt – und vergibt die Chance zur Tabellenführung. Der DSV 1900, der SV Genc Osman und Hamborn 07 verlieren.

Das war alles andere als ein guter Spieltag für die Duisburger Fußball-Landesligisten. Von den vier Auswärtsspielen am Sonntag gingen drei verloren – lediglich der FSV Duisburg brachte einen Punkt aus Düsseldorf mit, verpasste aber nach langer Führung dadurch den möglichen Sprung an die Tabellenspitze.

MSV Düsseldorf – FSV Duisburg 1:1 (0:1): Das 1:0 in der achten Minute, der Ausgleich erst erst eine Viertelstunde vor Schluss – für FSV-Trainer Markus Kowalczyk war es dennoch ein gewonnener Punkt: „Der kann am Ende für uns noch sehr wichtig sein.“ Dies machte der Coach auch an den Umständen fest, denn zu den vorherigen Ausfällen gesellte sich unmittelbar vor Spielbeginn auch noch der angeschlagene Emir Alic hinzu, für den Konrad Kaczmarek nach innen rückte. Trotzdem gelang durch Alexandros Armen das schnelle 1:0, das Nermin Badnjevic wenig später hätte aufstocken können, doch er vergab in aussichtsreicher Position. In der 75. Minute nutzten die Gastgeber einen direkten Freistoß durch Tayfun Uzunlar zum Ausgleich.

VfB Frohnhausen – Duisburger SV 1900 3:0 (1:0): Julien Schneider schüttelt den Kopf. „Das war eine Blaupause der letzten Spiele“, sagte der DSV-Trainer. Denn wieder einmal spiegelt das Ergebnis nicht den Spielverlauf wider. Der Coach ist allerdings kritisch: „Wenn man immer den einen kleinen Fehler mehr macht, ist das irgendwann auch eine Qualitätsfrage.“ Denn rein optisch war es wieder eines dieser 50:50-Spiele, die hinten raus zu einer 55:45-Partie für den Gegner werden. Die 1900er spielten eine sehr solide erste Halbzeit, kassieren aber in der Nachspielzeit das 0:1 durch Kevin Zamkiewicz. „Das war maximal unnötig. Das hätten wir siebenmal verteidigen können“, so Schneider.

Fritzsche gibt Comeback

Und kaum beginnt die zweite Halbzeit, erhöht Chamdin Said auf 2:0 (50.). Wie beim späteren Frohnhausener 3:0 durch Issa Issa (72.) resultierte der Gegentreffer aus einem Konter nach eigener Ecke. „Da müssen wir uns noch enger an den Plan halten.“ Mit einem Dreierwechsel nach gut einer Stunde, kam noch einmal Qualität auf den Platz, zu ändern war aber nichts mehr. Mit dabei dann auch Maximilian Fritzsche, der nach seiner schweren Verletzung (Wadenbeinbruch und Trümmerbruch im Sprunggelenk) ein überraschend frühes Comeback gab.

SpVgg Steele 03/09 – Hamborn 07 2:1 (1:1): Die Krise bei den Löwen verschärft sich durch die Niederlage beim Mitaufsteiger, der noch vor einer Woche keinen Punkt auf dem Konto hatte und jetzt mit zwei Siegen Kontakt zu den Hambornern aufgenommen hat. Diese sind ihrerseits auf den vorletzten Platz abgerutscht. Wirklich erklären konnte sich Trainer Michael Pomp nicht, was bei seiner Mannschaft schiefgelaufen ist – zumal der Start in die Partie abgesehen von der frühen Verletzung von Keeper Dominik Schäfer, für den Mo Sadiklar zwischen die Pfosten rückte, ordentlich war.

Dann gelang Tim Keinert in der 32. Minute auch das fällige Führungstor – und von nun an lief alles schief. „Irgendwie ist durch dieses Tor bei uns eine Sicherung rausgeflogen. Auf einmal haben wir angefangen, regelmäßig in der Abwehr zu schwimmen.“ Das zeitigte eine schnelle Konsequenz durch das 1:1, das Daniel Schröder nur vier Minuten später gelang. Mit einfachen Mitteln gewann Steele nun die Oberhand: „Die haben eigentlich nur mit langen Bällen operiert, womit wir nicht klargekommen sind.“

Dominik Bongartz erzielte auf diese Weise das 2:1 in der 65. Minute – und auch der Umstand, dass der Torschütze sein Team zehn Minuten später mit einer gelb-roten Karte schwächte, ließ sich von den Hambornern nicht mehr nutzen. „Uns fehlt leider auch das Ball- und Spielglück. Wir müssen jetzt in erster Linie noch intensiver arbeiten“, so Michael Pomp.

Rather SV – SV Genc Osman Duisburg 3:1 (2:1): Den Neumühlern gelingt es nicht, in der Spur zu bleiben. Auf drei Siege in Serie folgte nun die zweite 1:3-Niederlage in Folge. Den Kontakt zur Spitzengruppe hat das Team von Trainer Ilyas Basol erst einmal verloren. Der Coach übte nach der Niederlage Kritik – auch an sich selbst: „Wir hatten in der entscheidenden Phase keinen Matchplan. Das muss ich auf meine Kappe nehmen.“ Basol ging aber auch mit dem Team ins Gericht: „Vor allem von den erfahrenen Spielern muss mehr kommen.“

Burak Bayram brachte die Duisburger etwas überraschend in der 34. Minute nach einem Befreiungsschlag in Führung. Kurz danach vergab Valdet Totaj einen Hochkaräter zum 2:0. Das rächte sich. Die Düsseldorfer drehten mit einem Doppelschlag noch die Partie. Jonas Schneider (38.) und Tim Hirsch (40.) sorgten für die 2:1-Halbzeitführung der Rather. Der eingewechselte Alexandros Kiprizlis traf später zum 3:1 (78.).

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