Laufsport

Homberger TV lädt Samstag wieder zum Rheinuferlauf ein

Los geht’s! Am Samstag fällt wieder der Startschuss zum Rheinuferlauf des HTV.

Los geht’s! Am Samstag fällt wieder der Startschuss zum Rheinuferlauf des HTV.

Foto: Oleksandr Voskresenskyi / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Die Vorbereitungen für die traditionsreiche Veranstaltung im Duisburger Westen laufen. Bei extremen Bedingungen wird die Strecke verkürzt.

Der Sieger des Vorjahres wird seinen Erfolg vermutlich nicht wiederholen. Der Belgier Wouter Decock war auf der Heimreise aus dem Urlaub im Allgäu eher zufällig in Duisburg gelandet und hatte sich spontan zur Teilnahme am Rheinuferlauf des Homberger TV entschlossen. Prompt ließ er auf der Halbmarathonstrecke die in hiesigen Breiten bekannte Konkurrenz wie Muharrem Yilmaz oder Karsten Kruck recht locker hinter sich. Ob Decock erneut die Ferien im Duisburger Westen beschließen will, ist unbekannt. Wer seine Nachfolge antreten wird, ebenfalls.

Bis zum Mittwochabend war die offizielle Anmeldung für die Traditionsveranstaltung des HTV geöffnet. Allerdings sind Nachmeldungen gegen zwei Euro Gebühr noch bis zum Samstag möglich. Dann geht es um 15 Uhr am Friesenplatz wieder los. „Wenn bei den bisherigen Meldungen keiner von den Cracks dabei ist, dann meldet er sich eben Samstag an“, ist sich Theo Lehmkuhl vom Homberger Organisationsteam sicher, dass es wieder genügend starke Teilnehmer geben wird.

Streckenrekorde sind wohl nicht in Gefahr

Allerdings weiß er auch: Der Rheinuferlauf ist längst mehr zu einem Anlaufpunkt für die große Masse der Freizeitathleten geworden. „Unsere Bestzeiten sind allesamt schon seit vielen Jahren gültig. Da kommen die Leute heute nicht mehr hin“, so Lehmkuhl. Das gilt vor allem für den Hauptlauf über 21,1 Kilometer, dessen zwei Rekorde aus dem vergangenen Jahrtausend stammen: von Volker Dorn (1:11,24 Stunden/1996) und Christina May (1:22,04/1998). Beim Jedermannlauf über fünf Kilometer erzielte Tanja Ortega die Frauen-Bestmarke 1999 (19:21 Minuten), Tobias Junker gelang dies 2003 bei den Männern (16:34). Silberjubiläum feiert sogar der 10-Kilometer-Streckenrekord von Volker Dorn, der 1994 32:45 Minuten brauchte. Hingegen besteht bei den Frauen über diese Distanz der jüngste Rekord: Es ist allerdings auch schon 15 Jahre her, dass Melanie Klein-Arnd 35:52 Minuten benötigte.

Die Strecke, auf die sich die Teilnehmer begeben, ist wie schon im vergangenen Jahr notgedrungen eine andere als bei den Veranstaltungen zuvor. Grund dafür ist die andauernde Sperrung der Rheinpreußen-Brücke, weshalb der Lauf wieder am PCC-Stadion von Nachbar VfB Homberg vorbeiführt.

Ein Thema dürften auch diesmal wieder die hohen Temperaturen werden. Die Veranstalter sind froh, dass es gegenüber dem Wochenverlauf am Samstag zumindest ein bisschen nach unten gehen sollte; dennoch sind die Vorsichtsmaßnahmen natürlich gewährleistet. „Beim Halbmarathon sind ungefähr alle drei Kilometer Wasser-Stationen eingerichtet“, sagt Theo Lehmkuhl. Der Sanitätsdienst steht nicht nur im Stadion am Friesenplatz bereit, sondern auch in Baerl und ist damit nahe genug, um bei Notfällen jederzeit eingreifen zu können.

Verkürzte Strecke liegt im Schatten

Sollten wider Erwarten doch extreme Bedingungen herrschen, müsste der Hauptlauf – was bisher einmal passiert ist – auf 15 Kilometer verkürzt werden. Dann würden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dreimal eine fünf Kilometer lange Schleife laufen, die zudem weitgehend im Schatten liegt.

In diesem Jahr sind übrigens auch erstmals die Heimatläufer der NRZ mit von der Partie. Die 2018 gestartete Aktion wurde um den Rheinuferlauf erweitert; rund 60 Aktive mit dem NRZ-Schriftzug auf der Brust werden in Homberg erwartet.

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