Handball-Verbandsliga

Helmut Menzel: „Die richtig harten Brocken kommen noch“

Trainer Helmut Menzel steht mit der HSG Vennikel/Rumeln/Kaldenhausen an der Spitze der Verbandsliga.

Trainer Helmut Menzel steht mit der HSG Vennikel/Rumeln/Kaldenhausen an der Spitze der Verbandsliga.

Foto: Oleksandr Voskresenskyi / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Positives Zwischenfazit bei der HSG Vennikel/Rumeln/Kaldenhausen in der Herbstpause. Trotz des ersten Platzes ist freilich noch nichts gewonnen.

Helmut Menzel hält den Ball flach. Den höchst souveränen Saisonstart seiner Mannschaft hat der Trainer der HSG Vennikel/Rumeln/Kaldenhausen erfreut zur Kenntnis genommen. In Euphorie verfällt der 45-Jährige deshalb aber keineswegs. Denn er weiß: „Die richtig harten Brocken kommen erst noch.“ Die bisherigen Kontrahenten werden sich – mit Ausnahme von Adler Königshof II – eher in den unteren Gefilden der Handball-Verbandsliga wiederfinden. Die Art und Weise, wie Ve/Ru/Ka in den ersten fünf Spielen dominierte, lässt aber nur einen Schluss zu: Der Weg in die Oberliga führt über Rumeln.

Als die vermeintlich größten Konkurrenten im Aufstiegsrennen hatte Helmut Menzel vor dem Saisonbeginn den Oberliga-Absteiger SV Neukirchen, den Vizemeister TV Geistenbeck und den Vorjahresdritten TV Kapellen ausgemacht. Zu einem Drittel hat er Recht behalten. Geistenbeck ist ebenfalls noch verlustpunktfrei und hat eine eingespielte Mannschaft, die durch den früheren Homberger Timo Hüpperling nochmals verstärkt wurde. Die von Thomas Laßeur trainierten Mönchengladbacher haben das Zeug, um es mit der HSG aufzunehmen. Die beiden Nachbarn, die Menzel auf dem Zettel hatte, hingegen nicht. Der SV Neukirchen wollte oben mitmischen, präsentiert sich aber bislang wie ein Absteiger. Spielmacher Thomas Pannen zog sich im Derby gegen Ve/Ru/Ka einen Kreuzbandriss zu. Nach dem Rumelner 32:23-Erfolg musste SVN-Trainer Christian Wetteborn gehen. Pannen übernahm den Posten, fehlt dem Schlusslicht auf dem Feld aber an allen Ecken und Enden. Der TV Kapellen hat nach zwei Siegen zuletzt dreimal verloren und dürfte es schwer haben, diese Hypothek im weiteren Saisonverlauf abzubauen.

Drei Widersacher kristallisieren sich heraus

Der Weg ist für Ve/Ru/Ka also geebnet. Einfacher wird es angesichts der Probleme der vermeintlichen Mitkonkurrenten aber keineswegs. Denn mit der Turnerschaft St. Tönis, die die Rumelner am 3. November herausfordert, dem TV Aldekerk II oder Rüdiger Winters TSV Kaldenkirchen kristallisieren sich andere Widersacher heraus. „Wir sind gut beraten, auf uns zu schauen“, sagt Helmut Menzel: „Wenn wir unsere Leistung bringen, sind wir schwer zu schlagen.“ Das liegt auch und vor allem an den Neuzugängen. Mirko Szymanowicz, Domenic Gatza und Torhüter Sebastian Brysch tun das, was man als langjährige Regionalliga-Spieler von ihnen erwarten darf. Sie verstärken den Vorjahresfünften enorm. Gleiches gilt für die erfahrenen Anthony Pistolesi und Fabian Zarnekow.

„Der Start ist uns gelungen. Aber wir haben auch noch Luft nach oben“, sagt Menzel: „In den Spielen, die jetzt kommen, müssen wir unsere Chancen noch konsequenter nutzen und dürfen uns vor allem keine langen Schwächephasen erlauben.“ Bis Weihnachten bestreitet die HSG noch sechs Partien. Gegen Wesel und Aufsteiger Rhede ist sie zuhause klar favorisiert. In St. Tönis, Kapellen und Aldekerk und Lank herrscht indes Stolpergefahr.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben