Frauenfußball

Für den MSV Duisburg gilt es am Sonntag beim 1. FC Köln

Ihr Ziel ist der Klassenerhalt: (hinten von links) Antonia-Johanna Halverkamps, Laura Radke, Isabel Hochstein, Kristina Maksuti, Lucia Harsanyová, Lisa-Marie Makas, Jacqueline Broux, Naomi Gottschling, Meret Günster; (Mitte von links) Trainer Thomas Gerstner, Co-Trainer Robert Augustin, Physiotherapeut Arthur Jarzombek, Torwarttrainer Marc Ernzer, Pia Rybacki, Carolin-Sophie Härling, Meike Kämper, Julia Debitzki, Physiotherapeut Timo Scheel, Mannschaftsarzt Claus Petsch, Mannschaftsarzt Lothar Ellinghaus, Zeugwart Christian Mittelbach, Maskottchen Ennatz; (vorn von links) Vanessa Fürst, Emma Hilbrands, Alina Angerer, Claire O’Riordan, Nina Lange, Geldona Morina, Yvonne Zielinski, Hailai Arghandiwal, Narjiss Ahamad.

Ihr Ziel ist der Klassenerhalt: (hinten von links) Antonia-Johanna Halverkamps, Laura Radke, Isabel Hochstein, Kristina Maksuti, Lucia Harsanyová, Lisa-Marie Makas, Jacqueline Broux, Naomi Gottschling, Meret Günster; (Mitte von links) Trainer Thomas Gerstner, Co-Trainer Robert Augustin, Physiotherapeut Arthur Jarzombek, Torwarttrainer Marc Ernzer, Pia Rybacki, Carolin-Sophie Härling, Meike Kämper, Julia Debitzki, Physiotherapeut Timo Scheel, Mannschaftsarzt Claus Petsch, Mannschaftsarzt Lothar Ellinghaus, Zeugwart Christian Mittelbach, Maskottchen Ennatz; (vorn von links) Vanessa Fürst, Emma Hilbrands, Alina Angerer, Claire O’Riordan, Nina Lange, Geldona Morina, Yvonne Zielinski, Hailai Arghandiwal, Narjiss Ahamad.

Foto: DANIEL ELKE / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Die Zebras starten beim Aufsteiger in die Bundesliga-Saison und müssen auf den Punkt da sein. Vorbereitung lief nicht komplett nach Wunsch.

Echte Glücksgefühle klingen anders. „Wir sind zufrieden, aber nicht superhappy“, sagt Thomas Gerstner. Der Trainer der Fußballfrauen des MSV Duisburg macht keinen Hehl daraus, dass er sich ein bisschen mehr von der nun zu Ende gehenden Vorbereitung auf die neue Bundesligasaison versprochen hatte. Am Sonntag um 14 Uhr kämpfen die Zebras beim Aufsteiger 1. FC Köln erstmals wieder um Punkte.

Die oberste deutsche Frauen-Spielklasse geht in das 30. Jahr ihres Bestehens – und fast immer war ein Team aus Duisburg mit von der Partie. Lediglich in der Saison 2015/16 war dies nach dem Abstieg des MSV nicht der Fall. Nach der sofortigen Rückkehr gelang jeweils mit mehr oder weniger großem Zittern der Klassenerhalt – und nicht mehr als das ist auch diesmal wieder das Ziel. „Wir wollen so schnell wie möglich sicher über dem Strich stehen“, formuliert es Thomas Gerstner, der dies in den beiden vergangenen Jahren mit dem MSV geschafft hat.

Die Herausforderung, die sich ihm jetzt stellt, ist wiederum eine ganz neue. In einer Liga, die weiterhin als Drei-Klassen-Gesellschaft daherkommen dürfte, wobei der VfL Wolfsburg und der FC Bayern München wohl die beiden Topplätze unter sich ausmachen werden, gehört sein Team wieder zum unteren Segment. Zusammen mit dem knapp dem Abstieg entronnenen Vorjahresaufsteiger Bayer Leverkusen sowie den nach einem Jahr Abwesenheit gleich zurückgekehrten 1. FC Köln und USV Jena dürfte der MSV sich um die zwei Plätze am rettenden Ufer balgen.

Neuzugänge müssen sich an das Tempo gewöhnen

Dass ausgerechnet die Kölnerinnen nun gleich der erste Gegner sind, ist ein Grund für den Gemütszustand des Trainers. „Im vergangenen Jahr hat man in den Auftaktbegegnungen gegen Essen und Wolfsburg nicht damit rechnen können, dass wir da punkten. Diesmal treffen wir aber gleich auf einen unmittelbaren Konkurrenten und müssen sofort auf den Punkt da sein“, so Gerstner. Er weiß: Die direkten Duelle mit Köln, Leverkusen und Jena können am Ende ausschlaggebend sein. Das Problem fasst der ehemalige Bundesligaprofi so zusammen: „Einige unserer Neuzugänge haben noch Schwierigkeiten mit dem Tempo, das in der Bundesliga benötigt wird. Sie haben sich, was das angeht, noch nicht so eingewöhnt wie erhofft. Das heißt nicht, dass sie sich schlecht anstellen, aber dass sie sich eben an gewisse Dinge erst gewöhnen müssen.“ Weniger trifft das naturgemäß auf die aus Essen zurückgekehrte Isabel Hochstein zu, sondern eher auf Deutschland-Neulinge wie Hailai Arghandiwal oder Kristina Maksuti – letztere soll ja auf Sicht die Rolle der zum SC Sand gewechselten Torjägerin Dörthe Hoppius einnehmen.

Dies ist vor dem Start nicht die einzige Baustelle, die Gerstner bearbeiten muss. Stand jetzt ist mit Claire O’Riordan nur eine erfahrene Innenverteidigerin einsatzbereit. Meikayla Moore muss nach ihrem im Vorfeld der Weltmeisterschaft erlittenen Achillessehnenriss noch länger zusehen, Lucia Harsanyova ist nach einer Ampelkarte im letzten Spiel der Vorsaison gesperrt – und Isabel Hochstein droht mit Leistenproblemen auszufallen.

Härling erstmals im MSV-Tor

Nicht zu vergessen: der Platz zwischen den Pfosten. Kapitänin Meike Kämper ist nach ihrer Knieverletzung, die sie am Ende der letzten Saison erlitten hat, noch immer nicht wieder fit. „Sie arbeitet täglich an der Muskulatur, ist aber noch nicht wieder im Mannschaftstraining“, so Thomas Gerstner. Das heißt: Carolin-Sophie Härling, die sowohl als Torhüterin als auch in der Rolle einer Stürmerin im Kader geführt wird, wird erstmals in einem Bundesligaspiel für den MSV die Handschuhe anziehen.

Da ist es umso wichtiger, dass auf die verbliebenen Leistungsträgerinnen Verlass ist. Als Kapitänin dürfte Yvonne Zielinski die Zebras in Köln auf den Platz führen, wichtige Rollen werden auch weiterhin Paula Radtke, Geldona Morina und Lisa Makas einnehmen. Von den Talenten wie Antonia Halverkamps, Naomi Gottschling oder Pia Rybacki ist der nächste Schritt zu erwarten.

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