Eishockey

EV Duisburg blamiert sich gegen den Tabellenvorletzten

Auch Sam Verelst (rechts) konnte die Blamage nicht verhindern.

Auch Sam Verelst (rechts) konnte die Blamage nicht verhindern.

Foto: Zoltan Leskovar

Duisburg.   Die Füchse kassieren in der Oberliga die sechste Niederlage in Folge. Das Pyka-Team zeigt eine schwache Leistung gegen die Harzer Falken.

Sechs Spiele gewonnen – und danach? Nun tatsächlich sechsmal in Folge verloren. Die Erfolgsserie, die sogar gute Spiele bereit hielt, scheint schon wieder vergessen zu sein. Denn selbst gegen den Vorletzten aus Braunlage trat der Eishockey-Oberligist EV Duisburg nicht mit breiter Brust auf, leistete sich viel zu viele Puckverluste, gab Schüsse in einer Geschwindigkeit ab, die nicht vom völligen Willen erzählten, ein Tor schießen zu wollen. Die Füchse blamierten sich gegen die Harzer Falken mit 3:6 (0:0, 2:2, 1:4).

Dabei haben die Falken eine turbulente Woche hinter sich. Denn Trainer Arno Lörsch ist offenbar vom dem Mittwochspiel zurückgetreten. Offenbar, weil bislang keine Vereinsverlautbarung zu diesem Thema erfolgt ist. Doch wie schon am Mittwoch stand Lörsch, der nach Medienberichten um eine Vertragsauflösung gebeten habe, eben nicht an der Bande. Ihn vertrat der 27-jährige Co-Trainer Jan Bönning, der zuvor in Diez-Limburg, Lauterbach und Paderborn tätig war und aus Kassels Nachwuchs stammt.

Wirkliche Verunsicherung hat das bei den Braunlagern allerdings nicht ausgelöst. Im Gegenteil: Die Falken machten im Rahmen ihrer Möglichkeiten viel richtig, stellten den oft zu ideenlosen Füchsen die Wege zu. Zwar schoss der EVD öfter auf das gegnerische Tor als die Gäste aus dem Harz – aber wirklich gefährlich wurde es dabei selten. Die erste Chance hatte freilich der EVD nach 15 Sekunden, doch auf der Gegenseite wurde es auch schon in der dritten Minute durch Tim Krüger gefährlich. Weil im Anschluss Lasse Uusivirta auf die Strafbank wanderte, fand der EVD nicht ins Spiel – und auch danach konnte von Zugriff auf diese Partie keine Rede sein. In Überzahl gab es kleinere Chancen durch Steven Deeg und Geburtstagskind Ricco Ratajczyk, doch die Füchse mussten froh sein, dass Jan Tramm einen Alleingang von Brandon Morley so gerade noch verhindern konnte (15.).

Führung durch Pisarik

Schnell gingen die Hausherren durch Torjäger Pavel Pisarik im zweiten Abschnitt in Führung. 44 Sekunden waren gespielt – das Feuerwerk hatte danach aber offenbar eine Fehlzündung. Stattdessen glich Lasse Bödefeld aus, weil Füchse-Goalie Sebastian Staudt die Scheibe aus spitzem Winkel durchrutschte (28.). Ein schneller Angriff über Pisarik führte zum 2:1 von Artur Tegkaev (30.), doch der Rest war kaum etwas Halbes, geschweige denn Ganzes. Im Powerplay glich Robert Sokol erneut aus (36.).

In der 45. Minute landete der Puck nach abgefälschtem Schuss von David Cespiva zwar im Braunlager Netz, doch Schiri Lars Müller entschied auf hohen Stock. Gut eine Minute später stand es wirklich 3:2 durch Ratajczyk. Bitter wurde die 53. Minute: Erst verletzte sich Steven Deeg nach einem Foul gegen ihn, dann düpierte Jörn Weikamp EVD-Torhüter Staudt mit einem Distanzschuss in Unterzahl. Bitter? Geht bitterer: Uusivirta vertändelte die Scheibe und Tim Dreschmann traf erneut in Braunlager Unterzahl zur Gästeführung (55.). Erik Pipp und Tim Dreschmann machten mit zwei Empty-Net-Goals alles klar.

Tore: 1:0 (20:44) Pisarik (Deeg, Cespiva/4-4), 1:1 (27:14) Bödefeld (Schirmacher, Baumgardt), 2:1 (29:35) Tegkaev (Pisarik, Cespiva), 2:2 (35:08) Sokol (Pipp, Ehmann/5-4), 3:2 (45:57) Ratajczyk (Spister, Spelleken), 3:3 (52:30) Weikamp (Bödefeld/4-5), 3:4 (55:01) Dreschmann (Kubail/4-5), 3:5 (58:49) Pipp (Morley/ENG), 3:6 (59:36) Dreschmann (Ehmann/ENG). Strafen: Duisburg 6, Braunlage 10. Zuschauer: 719.

Leserkommentare (1) Kommentar schreiben