Rollhockey

Erst 9:2, dann 2:8 – für die RESG ist die Saison vorbei

Enttäuschte Gesichter nach Spielende: Vizekapitän Xevi Berruezo umarmt Jan Dobbratz (vorn links).    

Enttäuschte Gesichter nach Spielende: Vizekapitän Xevi Berruezo umarmt Jan Dobbratz (vorn links).    

Foto: Faßbender

Duisburg.  Der Walsumer Bundesligist erkämpft sich zunächst mit einem unerwartet klaren Sieg das dritte Spiel. Doch dort geht das Nusch-Team dann unter.

Die Saison ist für die RESG Walsum beendet. Das hatten die Verantwortlichen des Rollhockey-Bundesligisten nach der 3:6-Niederlage im ersten Play-off-Viertelfinalspiel gegen die IGR Remscheid auch schon so einkalkulieren müssen, doch der Weg, den die Roten Teufel letztlich bis zum Ausscheiden beschritten, war ein skurriler. Im zweiten Duell am Samstag setzten sie sich nämlich komplett unerwartet mit 9:2 (3:2) in Remscheid durch, ehe sie dann tags darauf an gleicher Stelle eine 2:8 (0:6)-Klatsche kassierten.

Dabei sah es zunächst nach dem erwarteten schnellen Ende aus, denn in Spiel zwei stand es nach sechs Minuten auch schon wieder 2:0 für die Gastgeber durch Tore von Fabian Selbach und Yannick Peinke. Danach zeigten die Walsumer aber endlich einmal das Engagement und die Konsequenz, die ihnen über weite Strecken dieser enttäuschenden Saison abgegangen waren. Zweimal Sebastian Haas (8., 17.) sowie Pedro Queiros (23.) drehten das Ergebnis bis zur Pause. Ein Doppelschlag von Miquel Vila nach Wiederbeginn (27., 29.) zwang die Remscheider dazu, komplett ins Risiko zu gehen – und das nutzte die RESG zur endgültigen Entscheidung. Wieder Queiros (31.), erneut zweimal Haas (35., 43.) und schließlich Nuno Rilhas (46.) schraubten das Resultat in eine kaum noch bekannte Höhe. Das Zwischenfazit von Trainer Christopher Nusch: „Es geht alles von null los und Remscheid wird nicht die gleichen Fehler wie heute machen. Die Art und Weise, wie wir aufgetreten sind, muss aber die gleiche sein. Das war vorbildlich!“

Davon konnte einen Tag später jedoch keine Rede mehr sein. Die Remscheider gingen von Beginn an mit einer ganz anderen Einstellung zur Sache und ließen dem Rekordmeister keine Chance. In der fünften Minute gelang Alexander Ober und Fabian Selbach ein Doppelschlag; danach erhöhten erneut Ober (9.), zweimal Julian Peinke in der 20. Minute sowie Daniel Strieder (24.) bis zur Pause auf 6:0.

Auf der Gegenseite wirkten die Walsumer kraft- und ideenlos; kamen sie einmal bis vor das Tor der IGR, war dort Keeper Jonas Langenohl zur Stelle. Immerhin konnte die RESG das Geschehen im zweiten Durchgang ausgeglichener gestalten. Nach dem 1:6 durch Christopher Berg (29.) erhöhten Selbach (35.) und Julian Peinke (45.) wieder für die Bergischen, ehe Sebastian Haas drei Sekunden vor Schluss das letzte Walsumer Tor der Saison erzielte. Und das war’s dann – die Sommerpause hat begonnen.

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